DAX Morgenanalyse: Starke Verluste durch gestiegene Energiepreise und geopolitische Spannungen

Der Xetra-DAX beendete den Freitag, den 20. März 2026 mit einem Kursverlust von 2,01 Prozent und 22.380,19 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug recht hohe 11,42 Milliarden Euro (aufgrund des Hexensabbats kommt es meist zu höheren Handelsvolumina).

Die Kurstafel mit dem europäischen Leitindizes färbte sich wie bereits am Donnerstag auch am Freitag durchweg rot – die führenden europäischen Aktienindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich fielen allesamt zurück.

Der Euro Stoxx50 verlor 2,00 Prozent auf 5.501,28 Punkte.

Auch an der Wall Street sanken die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 – der NASDAQ100 gab mit 1,88 Prozent am stärksten ab und schloss mit 23.898,15 Punkten.Insgesamt belasten Inflationsängste die Aktienmärkte diesseits und jenseits des Atlantiks (das gilt auch für die Region Asien-Pazifik), die ihren Ursprung in deutlich gestiegenen Energiekosten haben. Im Vergleich zu den USA erwischt es Europa und allen voran Deutschland besonders heftig.

Mit jedem 10-US-Dollar-Schritt beim Rohölpreis würde das globale BIP um 0,10 Prozent abschmelzen hat man bei Goldman Sachs errechnet.

In Deutschland dürfte diese Rechnung aufgrund ohnehin bereits zu hoher Energiepreise, hoher Abgaben auf Energie schlechter für die Industrie ausfallen.

Ein sinkendes globales BIP belastet eine so immens vom Export abhängige Wirtschaft wie Deutschland ungemein.

Aufgrund der befürchteten wieder ansteigenden Inflation dürfte es im laufenden Jahr keine Zinssenkungen der Fed und auch nicht der EZB geben. Das über längere Zeit gespielte Szenario mit Zinssenkungen ist damit ad Acta zu legen.

Ein neues Zinsszenario mit gar leicht ansteigenden Zinsen zieht jedem Marktbullen am Aktienmarkt den Stecker.

Erschwerend kommt die sich verschärfende geopolitische Lage hinzu und ganz besonders ein sich verschärfender Krieg der USA gegen den Iran.

Man muss gar nicht auf das aktuellen 48-Stunden-Ultimatum Trumps gegenüber dem Iran eingehen, sondern betrachtet sich den bereits entstandenen Schaden in der Region.

Die gesamte Region Naher Osten/Mittlerer Osten wirkt mehr wie ein Porzellanladen, in dem bereits ein paar Elefanten getanzt haben. Es sind schon sehr viele Scherben entstanden und kleben kann man da nichts. Die Schäden sind final – zerstörte Förder- und Produktionsanlagen in Bezug auf LNG wie in Katar sollen hier nur ein Beispiel sein.

Die zerstörten Anlagen können nicht einfach schnell wieder in Betrieb gehen, eine Wiederherstellung dauert nicht einfach nur Monate. Damit dürfte jedem sehr nah am Markt agierenden Teilnehmer auch klar werden, was hier insgesamt auf dem Spiel steht, nämlich die Schwierigkeit die Versorgung mit Rohöl und Gas und deren Derivaten auf Dauer sicherzustellen. In einer Reihe von Ländern in Asien gibt es bereits Rationierungen von Treibstoff.


Man dürfte ansatzweise merken wie prekär die Lage wirklich ist, wenn man aus der Sicht der USA nun Sanktionen gegenüber Venezuela, Russland und sogar gegenüber Iran in Bezug auf bereits produziertes Rohöl pausiert, um dem Druck auf den Rohölpreis zu begegnen.

Das Ganze wirkt regelrecht panisch oder gar absurd.

Auf absehbare Zeit wird nur eine überzeugende Deeskalation die Märkte beruhigen und die dürfte nur mit Diplomatie von Erfolg gekrönt sein.

Am heutigen Montag publizierten bereits am Morgen die Unternehmen Salzgitter und Ströer bereits ihre Jahreszahlen.

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte schlossen allesamt mit stärkeren Kursverlusten.

Die US-Futures wiesen in der asiatischen Handelszeit durchweg Abgaben auf.

 

 

DAX Kursziele

Der Xetra-DAX beendete den Freitag, den 20. März 2026 mit einem Kursverlust von 2,01 Prozent und 22.380,19 Punkten.

Der Xetra-DAX bildete am Freitag im Vergleich zum Vortag ein weiteres Mal ein tieferes Tief und tieferes Hoch aus.

Zuletzt handelte der DAX im Bereich rund um die 22380 Punkte Marke.

Deshalb hat die Analyse vom Verlaufstief des 21. November 2025 von 22.943,06 Punkten bis zum Rekordhoch des 13. Januar 2026 von 25.507,79 Punkten unverändert Bestand, um die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite näher zu ermitteln.

  • Die Widerstände kämen weiterhin bei den Marken von 22.943/23.548/23.923/24.225/24.528/24.903 und 25.508 Punkten in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären nach wie vor bei den Projektionen zur Unterseite von 22.338/21.963 und 21.358 Punkten zu ermitteln.

 

DAX – Chart

 

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