Kreuzfahrt und Finanzen: Tipps für einen kostenbewussten Urlaub
Mehrere Länder in kurzer Zeit entdecken, andere Kulturen erleben und dennoch immer im selben Bett schlafen – genau das macht Kreuzfahrten so beliebt. Mit gezielten Finanztipps behalten Sie Ihre Ausgaben im Griff und vermeiden ungewollte Zusatzkosten.
An Bord zahlen Sie Ihre Ausgaben in der Regel über die Bordkarte. Prüfen Sie regelmäßig den Kontostand Ihres Bordkontos, damit die Schlussrechnung am Ende der Reise keine bösen Überraschungen bereithält. Informieren Sie sich vorab bei der Reederei, welche Zahlungsmittel akzeptiert werden. Für Ihre Landgänge nehmen Sie am besten Ihre Debitkarte, etwas Bargeld und eine Kreditkarte mit.
Debit- und Kreditkarte für die Reiseländer freischalten
Wenn Sie bei Landgängen Urlaubssouvenirs mit Karte bezahlen wollen oder Geld abheben möchten, überprüfen Sie vor der Reise, ob Ihr Auslandslimit für die Länder auf Ihrer Route freigeschaltet sind. Manche Banken setzen das Limit Ihrer Debit- oder Kreditkarte aus Sicherheitsgründen auf null Euro, das gilt auch für einige Länder innerhalb der EU. Freischalten können Sie die Nutzung Ihrer Karte im Onlinebanking oder Sie lassen sich von Ihrer Bank unterstützen.
Reisebudget hilft bei der Kostenkontrolle
Grundsätzlich empfiehlt es sich, wenn Sie sich vor dem Antritt der Reise ein persönliches Budget festlegen, um die Ausgaben während der Kreuzfahrt bewusst zu steuern. Ein tägliches Ausgabelimit, wie beispielsweise für Ausflüge oder Getränke – für den Fall, dass Sie auf eine Getränkepauschale verzichtet haben – kann Ihnen dabei helfen, die Kontrolle über die laufenden Kosten zu behalten. Mit einem finanziellen Puffer für ungeplante Ausgaben bleiben zudem auch spontane Aktivitäten möglich, ohne, dass Sie Ihr individuelles Gesamtbudget überschreiten.
In Landeswährung zahlen
Wenn Sie an Häfen oder an Land außerhalb der Eurozone bezahlen, sollten Sie sich den Betrag an Kassenterminals in der jeweiligen Landeswährung anzeigen lassen. Denn für die Umrechnung in Euro fallen zusätzliche Kosten an. Das Gleiche gilt auch beim Geldabheben am Automaten: Der Automatenbetreiber berechnet Extra-Gebühren für das Umrechnen.
Telefonieren an Bord nur bei Bedarf
Wer schon öfter eine Kreuzfahrt gemacht hat, weiß, dass man an Bord nur im Notfall telefonieren sollte, da es sonst schnell teuer wird. Ihr persönlicher Mobilfunkvertrag gilt nämlich nur an Land. Die Meeresgebiete sind nicht von Mobilfunknetzen abgedeckt. Damit Sie aber dennoch telefonieren können, gibt es ein Schiffs-Netz, das über die Satellitentechnik ermöglicht wird. Informieren Sie sich schon vor Ihrer Reise über die Kosten, um Überraschungen zu vermeiden.
Wählen Sie das Mobilfunknetz manuell in Häfen aus
Wenn es nicht dringend ist, warten Sie mit dem Anruf bis zum nächsten Hafen. Achten Sie aber darauf, dass Sie in den Einstellungen Ihres Telefons manuell das Mobilfunknetz des betreffenden Landes manuell auszuwählen. Bei einer „automatischen Netzwahl“ kann es sein, dass sich Ihr Handy auch im Hafen noch im teuren Schiffsnetz befindet.
Schalten Sie Hintergrundaktualisierungen von Apps aus
Das ist wichtig, weil Ihre Apps sich oft unbemerkt über das teure Bord-Netz aktualisieren. Schalten Sie daher in den Einstellungen Ihres Handys das „Daten-Roaming“ aus.
Machen Sie sich mit den Trinkgeldregeln vertraut
Auch auf Schiffsreisen können Sie für den guten Service – nicht nur im gastronomischen Bereich –Trinkgeld geben. Wenn es nicht bereits im Reisepreis inbegriffen ist, können Sie das Trinkgeld in der Regel über Ihr Bordkonto abbuchen lassen. Alternativ können Sie auch Bargeld in einem Umschlag an der Rezeption des Schiffs hinterlassen.
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