Einkaufsmanagerindizes stützen Eurozone – DAX verliert trotzdem zum Handelsstart
Nun, bezieht man sich beispielsweise auf die Experten der DZ Bank, zeigt sich eine recht klare, negative Tendenz. Seit dem Börsenjahr 2000 beispielsweise weist der Börsenmonat September im Durchschnitt ein Minus von 1,9 Prozent auf. Den Jackpot erwischten die „Shorties“ mit einer „September-Bear-Strategy“ im Jahr 2002 – in diesem Jahr rutschte der DAX um 25,4 Prozent in den Abgrund. Fakt ist, dass die Schwankungsbreite im September höher ausfällt. Dies dürfte auch in diesem dem großen Verfallstag am 18. September 2025 eine zusätzliche Bedeutung zuschreiben.
Die Zinserhöhungen der EZB und der Fed hellen das Bild für Aktien derzeit nicht unbedingt auf, da dürfte auch das Mega-Börsenthema „KI“ nicht viel dran rütteln. Beim DAX ist der Marsch auf die neue Rekordmarke und der Kursgewinn der letzten beiden Börsenwochen bereits verpufft. Zurück zu positiven Meldungen: Am Dienstag stand eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat August zur Veröffentlichung an.
Die Daten wurden am Vormittag unter anderem für Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland und die Eurozone und am Nachmittag für die USA ausgewiesen. Betrachten wir uns hier die Daten für die Eurozone und für Deutschland. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone für das Verarbeitende Gewerbe im August stieg auf 52,7 anstatt der erwarteten 52,8 Punkte nach 51,9 Punkten im Juli – folglich leicht schwächer als prognostiziert, aber souverän oberhalb der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten. Die Punktzahl ist sofern nicht nur stark, sondern auch im Hinblick auf die jüngste Energiepreisentwicklung mehr als beruhigend. Die gilt auch für Deutschland. Deutschlands Pendant landete bei sogar 54,3 Punkten oberhalb der Schätzung von 54,1 Punkten nach 52,2 Punkten im Juli.
Die europäischen Leitindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand und Paris korrigierten am Dienstag, während sich der Züricher SMI mit einem Plus von 0,34 Prozent und 14.334,79 Punkten in der Gewinnzone hielt. Der EuroStoxx50 verlor einen weiteren Handelstag – das Minus betrug 0,80 Prozent, der Schlussstand 6.368,98 Punkte.
EuroStoxx50 – Chart
An der Wall Street fielen die führenden US-Indizes Dow Jones, Nasdaq100 und S&P500 durchweg zurück – der Nasdaq100 musste mit einem Minus von 1,29 Prozent den höchsten Abschlag hinnehmen und schloss mit 29.077,22 Punkten.
Nasdaq 100 – Chart
Ausblick
Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures wiesen am Mittwoch mehrheitlich Abgaben auf.

DAX: Kursziele und Marken
Der Xetra-DAX beendete den Dienstag, den 01. September 2026 mit einem Kursverlust von 1,10 Prozent und 25.970,11 Punkten. Der Xetra-DAX bildete am Dienstag im Vergleich zum Vortag ein tieferes Hoch und tieferes Tief aus. Aus diesem Grund wäre an der Analyse vom Verlaufstief des 20. August 2026 von 25.914,11 Punkten bis zum Rekordhoch des 28. August 2026 von 26.618,74 Punkten unverändert festzuhalten, um die Widerstände bei den Marken von 26.080/26.183/26.266/26.350/26.452 und 26.574 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 26.722/26.785/26.888 und 27.054 Punkten ableiten zu können.
Die Unterstützungen wären nach wie vor bei der Marke von 25.914 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 25.811/25.748/25.645 und 25.479 Punkten in Betracht zu ziehen.
Zuletzt handelte der DAX im Bereich um die 25.970,11 Punkte.
DAX – Chart
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