Aktie der Woche: Metro AG – “Made to trade”

LYNX Broker: Als Aktie der Woche stellen die Analysten Ihnen heute den deutschen Großhandelskonzern Metro AG vor, zu dessen Portfolio die Technikgiganten Saturn, MediaMarkt und Redcoon zählt und besonders im Vertrieb von Lebens- und Konsumgütern mit seinen Marken Real und Metro in über 30 Ländern präsent ist.

 

Metro AG – „made to trade“

Die Metro AG (ISIN: DE0007257503 – Symbol: MEO – Währung: EUR), auch als Metro Group bekannt, ist mit ihren eigenständigen Vertriebsmarken Metro/Makro Cash & Carry, Media Markt, Saturn, Redcoon und Real SB-Warenhäusern ein international führendes Unternehmen im Handel. Media-Saturn ist zum Beispiel Europas Nummer eins unter den Elektrofachmärkten und Real gehört zu den führenden SB-Warenhausbetreibern in Deutschland. Die Metro Group ist in über 30 Ländern präsent. Sie wird von CEO Olaf Koch (Vorstandsvorsitzender) geleitet und durch Franz Markus Haniel (Aufsichtsratsvorsitzender) kontrolliert.

 

Analysten sehen deutliches Potenzial!

Morgan Stanley, Hauck & Aufhäuser, Warburg Research, DZ Bank, Société Générale, Baader Bank, Independent Research, Commerzbank, Kepler Cheuvreux, Bernstein, Deutsche Bank, JPMorgan, Jefferies, HSBC, Bankhaus Lampe, Berenberg, Nord LB, UBS, Citigroup, Nomura, Macquarie, Barclays und Exane BNP haben seit Mai 2015 Analysen zur Aktie der Metro AG angefertigt. Von den 23 Analysten rieten zwölf zum Kauf des Wertpapiers, acht votierten mit „halten“ und drei Analysten (Société Générale, UBS und JPMorgan) empfahlen den Verkauf der Aktie. Die Kurszielspanne reicht von 23,00 Euro (JPMorgan vom 28.01.16) bis 39,00 Euro (Nomura vom 26.11.15). Kumuliert man die Kursziele der 23 Analysen (drei Analysen verweisen auf kein Kursziel), so ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 31,42 Euro. Die Aktie ging am Freitag, den 05.02.2016 mit 25,665 Euro aus dem Xetra-Handel. Potenzial wäre also vorhanden!

 

Die vorliegende Analyse bezieht sich auf die Stammaktie der Metro AG, neben der auch eine Vorzugsaktie (DE0007257537) existiert. Insgesamt sind 324.109.563 Stammaktien (2.677.966 Vorzugsaktien) ausstehend. Die Stammaktie der Metro AG ist Mitglied im MDAX und gehörte lange Jahre auch zum DAX. Der Hauptanteilseigner der Gesellschaft ist mit 24,996 Prozent Haniel, 15,772 Prozent sind der Familie Schmidt-Ruthenbeck zuzuordnen und 9,10 Prozent der Erbengemeinschaft Beisheim. Der restlichen 50,132 Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz. Die Ratingagenturen beurteilen die Fähigkeiten der Metro AG, den Verpflichtungen nachzukommen, mit einem „stabil“ und verteilen Noten im Langfristrating mit „BBB-“ und für den kurzfristigen Bereich mit „A-3“. Im Bereich der Emission von Anleihen wird für die Metro AG am 02. März 2016 eine Anleihe mit einem Volumen von 225,0 Mio. Euro fällig. Die nächste Verpflichtung käme am 22.02.2017 mit einem Volumen von 750 Mio. Euro zum Tragen. Insgesamt sind Anleihen mit einem Volumen von 3,35 Mrd. Euro durch das „Debt Issuance Programm“ – kurz „DIP“ – ausstehend. Als weitere Finanzierungsmöglichkeit stehen dem Konzern zudem noch das „Commercial Paper Programme“ sowie das TCN-Programm (Billet de Trésorie) mit einem Volumen von je 2,0 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Metro AG ist damit gut durchfinanziert. Ferner stehen „Syndicated Loans“ und „bilaterale Kreditlinien“ bereit.

 

Metro – Expansion ins Ausland

Der Börsengang der Metro AG erfolgte 1996 und am 25.07.1996 wurde die Aktie erstmals im DAX gelistet. Die Firma expandierte Jahr für Jahr, außerdem startete sie noch im Jahr des Börsendebüts Auslandsaktivitäten in Rumänien und China. 1997 expandierte man nach Tschechien und Polen, der Auslandsanteil am Gesamtumsatz lag damit bei 7,1 Prozent. Nur ein Jahr später trug das Auslandsgeschäft schon 35,2 Prozent zum Umsatz bei, 1999 schon 39,2 Prozent und im Jahr 2000 42,2 Prozent – letzten Endes findet der Handel überwiegend im Ausland statt. Dadurch ist die Metro AG anfällig für Rückfälle in Protektionismus, Grenzschließungen, globale politische Spannungen und regionale Auseinandersetzungen, da diese meist zu Lasten des Handels, allein schon, weil sie den Transport von Gütern verteuern. Der Markt bewertet die Metro AG derzeit mit 8,32 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 34,81 Euro im Hoch, 23,045 Euro im Tief und liegt auf Sicht von fünf Jahren mit rund 53 Prozent im Minus. Damit hat sich die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt (Benchmark: DAX Performance Index) wesentlich schlechter entwickelt. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 28,90 Euro.

 

Für das Geschäftsjahr 2015 (bilanziert wird bei der Metro AG zum 30.09. gemäß IFRS in Euro) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 59,2 Mrd. Euro aus (2014: 63,0 Mrd. Euro, 2013: 46,3 Mrd. Euro, 2012: 66,7 Mrd. Euro und 2011: 66,7 Mrd. Euro). Eine nachhaltige und überzeugende Umsatzhistorie sieht anders aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag für 2015 bei 259,0 Mio. Euro und das Zinsergebnis lag bei -282,0 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug 672,0 Mio. Euro, das Nettoergebnis je Aktie 2,06 Euro. Die Metro AG schüttete für 2015 327,0 Mio. Euro als Dividende aus – je Stammaktie wurden 1,00 Euro gezahlt (je Vorzugsaktie 1,06 Euro).

 

Zur Dividendenhistorie des Metro-Konzern

Für das Geschäftsjahr 2013 fiel die Dividende aus, 2014 wurden 0,90 Euro, 2012 1,00 Euro und 2011 sogar noch 1,35 Euro gezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 233.962 Mitarbeiter (die Zahl hatte 2011 noch bei 280.856 gelegen). An liquiden Mittel wurden für 2015 4,4 Mrd. Euro erklärt, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 5,2 Mrd. Euro angesetzt, das gezeichnete Kapital mit 835,0 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten werden mit 22,5 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Bilanzsumme liegt bei 27,7 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt für 2015 18,67 Prozent. In der Bilanzprognose für 2016 und 2017 werden Umsätze in Höhe von 59,67 Mrd. Euro beziehungsweise 61,02 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT könnte 2016 bei 1,51 Mrd. Euro liegen und 2017 auf 1,64 Mrd. Euro ansteigen. Demnach könnte der Gewinn je Aktie 2016 1,84 Euro und 2017 bereits 2,11 Euro betragen. Die Dividende für 2016 könnte bei 1,00 Euro verbleiben und für 2017 auf 1,10 Euro je Stammaktie steigen. Der Cashflow je Aktie könnte sich 2016 auf 5,21 Euro belaufen und 2017 auf 5,48 anwachsen. Das Nettovermögen je Aktie sollte 2016 bei rund 17,08 Euro liegen und sich 2017 auf 18,18 erhöhen. Die Nettoverschuldung des Konzerns wird für 2016 auf 3,00 und für 2017 auf 3,11 Mrd. Euro beziffert.

 

Die Metro AG kalkuliert mit einem konservativ geschätzten globalen BIP-Wachstum von rund 2,5 Prozent. Für Deutschland, West- und Osteuropa (besonders Russland ist jedoch ein Sorgenkind) wird jeweils mit einem BIP-Wachstum von etwa 1,5 Prozent gerechnet. Für die Region Asien rechnet man hingegen mit Wachstumsraten von rund 4 Prozent und für China mit 6,5 Prozent. Die Metro AG legt am 11.02.2016 um 07:30 Uhr ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal (Geschäftsjahr 2015/2016) vor. Am 19.02.2016 findet die Hauptversammlung statt.

 

Charttechnik der Aktie: Metro AG (EUR)

Die Metro-Aktie zeigte sich in den vergangenen Jahren weniger interessant für längerfristig angelegte Trades, da der Wert sich tendenziell in einer etwas größeren Seitwärtsphase befindet. Relativ schnelle Gegenbewegungen nach oben wie auch unten verhinderten einen Trendhandel über mehrere Monate. Etwas kurzfristiger – mit dem zeitlichen Horizont von nur wenigen Wochen – entstanden jedoch sehr interessante Möglichkeiten auf der Auf- wie Abwärtsseite. Aktuell befindet sich der Wert etwa am unteren Ende seiner Seitwärts-Range – der Freitagsschlusskurs lag nur knapp über der Marke von 25,50 Euro.

 

Auch in Zukunft sollte von Überlegungen mit einem längeren zeitlichen Anlagehorizont eher Abstand genommen werden, da es aus aktueller Sicht unwahrscheinlich ist, dass der Wert einen langen und gleichzeitig ausnutzbaren Trend entwickelt. Auf Sicht der nächsten Wochen und gegebenenfalls der nächsten ein bis zwei Monate könnten sich jedoch Handelsmöglichkeiten ergeben. Der Kauf im aktuellen Kursbereich beziehungsweise idealerweise im Bereich 24,50 Euro bietet ein mögliches Szenario mit Anstiegspotenzial in Richtung 29,00/30,00 Euro. Ein nachhaltiges Unterschreiten des Unterstützungsniveaus von 24,50 Euro würde diesen Gedanken jedoch vorerst relativieren.

 

Chart

 

Hinweis der Redaktion: Metro AG Insidertrades

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