Aktie im Fokus: Beiersdorf – Mögliche Bodenbildung?

Die Beiersdorf Aktie hat sich seit August 2015 deutlich erholen können und bestätigte damit den langfristigen Aufwärtstrend. Zuvor (2014) hatte das Unternehmen mit Problemen auf dem chinesischen Markt zu kämpfen. Dort gestaltete sich der Markteintritt als äußerst schwierig. Schwellenländer haben in 2014 allerdings generell gelitten, was größtenteils daran lag, dass die US-Amerikanische Notenbank FED so langsam Kehrt machte von ihrer ultralockeren Geldpolitik.

Turn-Around mit leichter Schwäche
Nachdem sich der Markt mit dieser Kehrtwende abgefunden hat und der schwache Euro die Erlöse von Beiersdorf zu Beginn des Jahres 2015 wieder anheizte, kamen leider einige externe Risiken wie die beinahe Pleite Griechenlands und der Aktienmarkt-Crash in China hinzu. Der Gesamtmarkt drückte die Beiersdorf Aktie wieder in den Bereich der unteren Trendlinie bei 68 Euro je Aktie.

Als die FED den Zins noch etwas länger auf dem niedrigen Niveau belässt und Risiken ausgehend von China schwanden, konnte sich auch die Beiersdorf Aktie gemäß ihrer fundamentalen Lage entwickeln. Das schwächelnde aber wichtigste Europa-Geschäft konnte sich mit gesunkenen Rohstoffpreisen im Rückenwind deutlich erholen.

Gegen Ende des Jahres zieht auch die Nachfrage in anderen Ländern wie Lateinamerika an. Die Sparte Tesa (Klebstoffe) war einer der Gründe warum man bei den Umsätzen dennoch etwas pessimistischer dem Ende des Jahres 2015 entgegensah. Daher wurde die Prognose im November gesenkt.

Dividenden Aktie Beiersdorf

Dennoch konnte Beiersdorf sich in 2015 gut entwickeln. Den Gewinn steigerte man deutlich. Der Überschuss stieg um 15 %. Die anziehende Nachfrage nach Hautpflegeprodukten in Lateinamerika war auch für das Gesamtjahr eine stützende Komponente gewesen. Der Umsatz stieg 6,4 % an, das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 12 %. Weiter schwach blieb die Sparte Klebstoffe.

Die Dividende habe man bei 0,70 Euro je Aktie belassen. Analysten hatten auf eine Erhöhung um 2 Cent gehofft. Bereits in 2015 hatte man diese Hoffnungen gehegt. Damals hatte man sogar eine Erhöhung auf 0,78 Euro je Titel prognostiziert. Aufgrund der Probleme in China, blieb die Erhöhung aber aus.

Fazit: Weiter abhängig vom Euro
Für das erste Quartal 2016 hatte das Unternehmen bisher nur Umsatzzahlen veröffentlicht und damit die gelockerten Anforderungen an die Berichterstattung genutzt. Allerdings sind die Umsatzzahlen weniger positiv ausgefallenen und haben damit die Analysteneinschätzungen verfehlt. Begründet wurde es damit, dass die im letzten Jahr geltenden Währungseffekte in diesem Jahr nicht mehr zum Tragen kamen.

Aus dieser Perspektive macht es auch Sinn, warum die Aktie in den vergangenen Wochen weiter angestiegen ist und so etwas wie eine Bodenbildung um das Tief vom April bei 76 Euro je Aktie vollzogen hat. Sollte der Euro aufgrund des baldigen Zinsanstieges in den USA weiter abwerten, könnte ein Ausbruch aus der wichtigen Preiszone zwischen 83-85 Euro je Aktie bald erfolgen. Fragt sich nur wie nachhaltig das Ganze sein wird.

 

Hinweis der Redaktion:

Letzter Beiersdorf Insider Kauf im August 2015. Sollten die Insider im Sommer 2016 wieder reagieren, könnte das ein starkes Signal sein. Daher am Besten die Aktie weiter verfolgen.

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