Aktie im Fokus: Deutsche Bank zurück in die europäische Spitze – Aktionäre sollen durch höhere Ausschüttungen profitieren!
Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, hat sich auf der am Donnerstag in Frankfurt abgehaltenen Hauptversammlung zuversichtlich gezeigt und den Anspruch bekräftigt, das Institut langfristig wieder an die europäische Spitze zu führen. Bis zum Jahr 2028 strebt er eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent und Erträge von rund 37 Milliarden Euro an.
„Eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent ist für uns die Untergrenze – wir trauen uns deutlich mehr zu“, sagte der Bankchef. Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts sieht das Geldhaus ebenfalls auf dem Weg an die europäische Spitze. Es gebe viel Potenzial, noch weiter voranzukommen, ergänzte Wynaendts. „Wir haben bildlich gesprochen das Basislager erreicht. Von hier aus können wir nun den Aufstieg an die Spitze der europäischen Bankenindustrie in Angriff nehmen“, betonte der Niederländer. „Genau das spiegelt sich in unserem Anspruch wider, zum European Champion zu werden.“
Die Aktionäre sollen von der positiven Entwicklung durch höhere Ausschüttungen profitieren.
Für das abgelaufene Jahr schlägt der Vorstand eine Dividende von 1 Euro je Aktie vor, zudem läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1 Milliarde Euro.
„Wachstum ist wichtig, aber Profitabilität ist noch wichtiger“
Während die Bank diese als „nicht mehr wettbewerbsfähig“ einstuft, fordern Investoren angesichts geopolitischer Risiken und schwacher Konjunktur mehr Kostendisziplin. Zwar seien die Zeiten vorbei, in denen die Deutsche Bank ein „Koloss auf tönernen Füßen“ gewesen sei, sagte Fondsmanagerin Alexandra Annecke von Union Investment. Dennoch müsse die Bank vorsichtig bleiben.
Andreas Thomae von Deka Investment bezeichnete die Ziele für das Jahr 2028 als ambitioniert, diese könnten mittelfristig jedoch nur ein Zwischenschritt sein. „Wachstum ist wichtig, aber Profitabilität ist noch wichtiger.“
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