Aktie im Fokus: Palantir – Das geheimnissvolle Unternehmen
In dieser Woche stehen aber immer noch Veröffentlichungen von über 1.000 US-Unternehmen an. Der Schwerpunkt verlagert sich von den Large-Cap-Werten auf kleinere Unternehmen.
Besonders interessant erscheint dabei Palantir, welches als Unternehmen neben Nvidia sinnbildlich für den KI-Hype an den Börsen steht.
Der primäre Anwendungsfall für Palantir, sowohl für seine staatlichen als auch für seine kommerziellen Kunden, ist die Fähigkeit, Daten zu nutzen, teilweise mit künstlicher Intelligenz, um Erkenntnisse zu gewinnen und die Effizienz der Abläufe einer Organisation zu steigern.
Die beiden Hauptplattformen von Palantir, Gotham und Foundry, bedienen den staatlichen bzw. kommerziellen Endmarkt.
Palantir wird zugetraut, das neue Facebook zu werden und einen bedeutenden Anteil an einem 800 Milliarden Dollar schweren Gesamtmarkt zu erreichen.
Angesichts der umfangreichen Erfahrung des Unternehmens im Umgang mit Kundendaten wird Palantirs Übergang zu einem reinen KI-Unternehmen vorantreiben und KI-Lösungen auf der Grundlage hochwertiger privater Daten zu liefern.
Genau hier liegt der Unterschied zu vielen anderen KI-Lösungen. Es können unternehmenspezifische KI-Anwendungen konzipiert werden und damit eine einmalige Erfahrung für Unternehmen kreiert werden.
Das Wort Datenkrake trifft demnach auf einer anderen Ebene nicht nur auf Google oder Facebook zu, sondern im neuen KI-Zeitalter vor allem auch auf Palantir.
Wer ist eigentlich Palantir?
Benannt nach einer magischen Kugel aus dem Film „Der Herr der Ringe“, mit der man über weite Entfernungen sehen kann, wurde Palantir 2003 von Peter Thiel mitbegründet. Thiel wurde als Gründer von PayPal und erster Investor bei Facebook bekannt. Er gilt als sehr streitbare Person und so verhält es sich auch mit Palantir.
Wie so viele Start-up-Unternehmen verdient Palantir noch kein Geld, hat aber den Break-Even vor Augen, die Quartalszahlen von gestern sprechen hier Bände. Palantir hat im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt und den Umsatz gesteigert. Weiter wurde aufgrund der hohen KI-Nachfrage die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben.
Dabei konnte der Umsatz von gut 740 Millionen Dollar im Jahr 2019 vor dem IPO auf jetzt fast 1,9 Milliarden Dollar im Jahr 2022 gesteigert werden, was die Wachstumsstory des Unternehmens unterstreichen. In diesem Jahr soll der Umsatz erneut zweistellig wachsen.
Palantir wird auch als diesem Grund als eine der größten Versprechungen im Big Data Sektor angesehen und einige Investoren sehen in der Firma eine ähnliche Erfolgsstory wie bei Facebook.
Gründer wollen Kontrolle bei Palantir behalten
Obwohl Palantir im Laufe der Jahre hochwertige kommerzielle und staatliche Kunden gewonnen hat, sind die Umsetzungsformen durch das Führungsteam bestenfalls fragwürdig und teilweise unter den Erwartungen der Marktteilnehmer.
Hier muss das Management seinen Ausführungen und Visionen mehr Zugkraft geben. Die Vertriebsstrategie des Unternehmens hat zu einer relativ schlechten Kundenakquise geführt, obwohl Palantir seit vielen Jahren im kommerziellen Bereich tätig ist, zählt das Unternehmen nur etwas mehr als 200 kommerzielle Kunden.
Die Welt bewegt sich in eine Richtung, in der Algorithmen und Unternehmenssoftware den Unterschied zwischen unterdurchschnittlichen und überdurchschnittlichen Unternehmen ausmachen werden, hierbei scheint Palantir tatsächlich gut positioniert zu sein.
Als Anleger sollte man aber auch hier die Aktionen des Managements kritisch beäugen und natürlich auch die hohen Erwartungen auf dem Weg zur Spitze und einige Schwächephasen einplanen.
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