Aktie im Fokus: Vonovia ? Nächstes Ziel 40 Euro?

Die Immobiliengesellschaft Vonovia, die aus der Fusion zwischen der Deutschen Annington und der Gagfah hervorgegangen ist, wächst unaufhaltbar. Zugegeben, die Konkurrenz von Vonovia ist gemessen am Wohnungsgesamtbestand verhältnismäßig klein. Im September 2015 hält Vonovia als erste Immobiliengesellschaft Einzug in den deutschen Leitindex DAX. Mit der Übernahme von Gagfah mausert sich das Unternehmen zur größten Immo-Gesellschaft Deutschlands und verwaltet aktuell 400.000 Wohnungen. Interessant ist derweil, dass die Papiere von Vonovia sich als äußerst krisenresistent gezeigt haben und im Zuge des Brexits deutlich an Wert gewannen.

Starkes 2015 und stärkeres 2016 erwartet
Neben Gagfah hatte Vonovia auch die Süddeutsche Wohnen übernommen. Zudem gab es im vergangenen Jahr den Versuch einer feindlichen Übernahme von Deutsche Wohnen. Diese wurde dann leider von den Deutsche-Wohnen-Aktionären mit nur 30 % erreichten (Voraussetzung 50%) Zustimmungen deutlich abgeschmettert. Da das alles mit horrenden Kosten einhergeht, wundert es nicht, dass der Aktienkurs in 2015 stark eingebrochen ist. Trotz solider Zahlen. Für das Gesamtjahr verzeichnete Vonovia einen Nettogewinn von 995 Mio. Euro nach 410 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (FFO) betrug 608 Mio. Euro nach 287 Mio. im Vorjahr. Die Mieteinnahmen stiegen um ganze 80 %.

Die zahlenmäßige Erfolgsstory geht im ersten Quartal 2016 steil weiter. Die Mieteinnahmen können um 49 % steigen, das operative Ergebnis um 58 % auf 180 Mio. Euro. Die Prognosen für das laufende Jahr stehen bei 720?740 Mio. Euro. Für 2015 gibt es eine Dividende von 0,95 Euro je Aktie, für 2016 sind 1,05 Euro geplant. Zudem bekommt Vonovia von Morgan Stanley die Bewertung "overweight". Dass Anleger beherzt zugreifen, liegt nun aber womöglich nicht nur an den Zahlen.

Krisenfeste Werte
Gegenüber dem DAX hat die Vonovia-Aktie in 2016 deutlich überperformt. Das ist nicht verwunderlich. In Krisenzeiten, in denen Gold steigt, stellen auch Immobilien eine gute Alternative dar. Zumindest aus Sicht der risikoaversen Anleger hierzulande. Die Mieten steigen, der Leerstand sinkt. Zumal Vonovia nicht nur vermietet, sondern auch Wohnungen zum Verkauf gerne anbietet. Die Zukäufe im vergangenen Jahr zahlen sich weiter aus, weshalb Vonovia im Vergleich zu Wettbewerbern mehr gefragt ist.

So schafft die Aktie, trotz Brexit, den Sprung über den wichtigen technischen Preiswiderstand bei 33,50 Euro je Aktie, der gleichzeitig das ehemalige Allzeithoch darstellte. Der Kurs schießt infolgedessen um mehr als 5 % nach oben.

Prognose
Sowohl fundamental als auch technisch gesehen sieht die Aktie von Vonovia vielversprechend aus. Mieteinahmen sollten weiterhin wachsen und der Leerstand fallen. Zudem ist Deutschland ein guter Markt. Die Mieten sind im Verhältnis zum Zustand der Immobilien niedrig, zumindest im internationalen Vergleich, was die Nachfrage nach Mietwohnungen zusätzlich stützt. Technisch betrachtet ist bis 40 Euro je Aktie zwar noch ein weiter Weg, allerdings dürfte der dynamische Ausbruch nun neues Potenzial und Interesse entfacht haben.

 

Chart: Vonovia SE (täglich, Euro)

 

Hinweis der Redaktion: Letzter Vonovia Insider Verkauf in Höhe von 1.216.699 EUR

 

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