Bitcoin: Südkorea drängt auf Regulierung

IGDer größte Broker für Bitcoin-Futures will bis Ende dieser Woche Kunden die Möglichkeit geben, gegen die Kryptowährung zu wetten.

Damit würde Thomas Peterffy, Vorsitzender von Interactive Brokers seine Entscheidung, lediglich sogenannte „Long-Trades“ zuzulassen, revidieren. Der Broker IB will dem Bitcoin-Markt ein neues Gleichgewicht verleihen, nachdem der Kurs von Höchststand zu Höchststand eilte.


„Ich denke es ist selbstmörderisch, diesen Vertrag zu verkaufen, da er dir davonlaufen kann“, so Peterffy über die Sinnhaftigkeit der Short-Positionen. „Wie viel ein Bitcoin wert ist, weiß niemand.“

Bitcoin: Südkorea drängt auf Regulierung

Chart erstellt mit IG Charts (Tageschart)


Südkorea drängt auf Regulierung

Laut Reuters will die Regierung in Seoul Minderjährigen verbieten, Konten bei Cyberbörsen zu eröffnen. Ein Regelwerk zum Schutz von Investoren sowie eine Transparenz aller Kauf- Verkaufskurse sollen ebenfalls folgen. Eine Zustimmung des Parlaments müsse jedoch noch erfolgen.


Bereits am Dienstag teilte Reuters mit, dass die südkoreanische Cyberbörse Bithumb die möglichen Vorschriften der südkoreanischen Regierung vollständig einhalten und sich zum Schutz seiner Kunden angemessen kapitalisieren werde.

BTC Korea.com Co. teilte ebenfalls mit, dass diese „aktiv zusammenarbeite werde, um ein richtiges Regelwerk aufzubauen“. „Ein richtiger Satz von Vorschriften wird den Markt eher fördern und wir würden das begrüßen“, so Bithumb zu Reuters. „Ein solcher Verhaltenskodex könnte dem Markt Legitimität verleihen“.

Südkoreanische Cyberbörsen dürften somit für drohende Regularien gewappnet sein. Vielmehr werde sich nun mit der unbequemen Thematik eines Regelbollwerkes auseinandergesetzt werden müssen.

Drohende Regularien könnten am Ende des Tages das „Schmuddelimage“ von Bitcoin und Co. aufpolieren. Dass ein Verbot von Cyberwährungen nicht der richtige Weg ist, dürfte das Beispiel, das ICO-Verbot in China aus vergangenem Spätsommer gezeigt haben. Anleger schichteten den Handel auf Nachbarländer lediglich um.

 

Von Timo Emden, Head of DailyFX Germany

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