BoE, EZB & US CPI im Blickpunkt

London Capital Group: Heute ist ein ereignisreicher Tag für die Händler; es stehen zwei Leitzinsentscheidungen und die US-Inflationsdaten an, die alle innerhalb weniger Stunden veröffentlicht werden. Zuerst wird die BoE ihre geldpolitische Entscheidung verkünden, danach folgt die Zinsentscheidung der EZB und dann die US-Verbraucherzahlen.

Die Mitteilungen der Zentralbanken in Europa werden ein Hinweis darauf sein, wie sehr die Zentralbanken diesseits des Atlantiks darauf bedacht sind, die Zinsen in Zukunft zu erhöhen, während die US-Daten einen Hinweis darauf geben werden, wie stark der Druck auf die Fed ist, die Zinsen weiter zu erhöhen.

BoE
Es wird nicht erwartet, dass die BoE ihre Geldpolitik ändert, da sie die Zinsen erst vor sechs Wochen während der Augustsitzung angehoben hat. Daher werden der Ton des Protokolls und die Erklärung der Bank für die Händler von besonderem Interesse sein. Es wird erwartet, dass die Zentralbank an ihrem Mantra der begrenzten und schrittweisen Zinserhöhungen festhält.

Doch angesichts des jüngsten Konjunkturdaten, die gut, wenn nicht sogar besser als erwartet ausgefallen waren, dazu der Brexit-Optimismus nach den sich abzeichnenden Anzeichen und Kommentaren der EU, dass im November ein Abkommen zustande kommen könnte, und der besonders gemäßigten Markterwartungen, bei denen bis Ende 2019 keine vollständige Anhebung eingepreist ist, könnte es jedoch Raum für einen etwas restriktiveren Ton seitens der BoE geben.

Eine etwas positivere BoE könnte das Pfund wieder auf das Augusthoch bei 1,3145 USD bringen.

EZB
Ebenso wird nicht erwartet, dass die EZB die Geldpolitik ändert. Es besteht jedoch die große Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die Wachstumsprognosen senken wird, nachdem die Daten aus der Region im Allgemeinen nach unten überrascht haben. Jüngstes Beispiel dafür waren die Zahlen der Industrieproduktion in der vorangegangenen Sitzung, die einen Rückgang um -0,8% zeigten, was schlechter war als die Prognose von -0,5%.

Der EZB-Vorsitzende Draghi wies in der vorangegangenen Sitzung auf die Besorgnis einer niedrigen Inflation hin und dass sich der Inflationsdruck seither nicht erhöht hat.

Daher werden die Anleger gespannt sein, ob die Sorge der Zentralbank über die niedrige Inflation zugenommen hat. Die anschließende Fragerunde könnte zu starken Ausschlägen für den Euro führen, da Draghi wahrscheinlich zu Themen wie Italien und den Handelsspannungen befragt werden wird. Sollten die Wachstumsprognosen gesenkt werden, könnten wir erwarten, dass der Euro abtaucht.

 

 


 

 

CPI
Während die US-Lohndaten im August endlich eine mäßige Erholung anzeigten und auf einen Anstieg des Inflationsdrucks hindeuteten, haben die jüngsten US-PPI-Zahlen, die die Inflation auf Großhandelsniveau messen, enttäuscht. Die PPI-Zahlen im August verzeichneten ihren ersten Rückgang seit anderthalb Jahren, bedingt durch die Stabilisierung der Ölpreise im vergangenen Monat und einen stärkeren Dollar.

Die Preise an den Tankstellen und der stärkere Dollar könnten auch die Inflation auf Verbraucherebene belasten.

Der Verbraucherpreisindex wird voraussichtlich im August auf 2,8% sinken, nach 2,9% im Vormonat. Eine Schwäche der CPI-Zahlen könnte dazu führen, dass der Dollar unter Druck gerät.

Ein Wort zum Thema Öl
Das Öl hat sich heute Morgen wieder entspannt, nachdem es sich in der vorangegangenen Sitzung auf ein Vierjahreshoch zubewegt hatte. Da der Hurrikan Florenz auf die Ostküste zusteuert, könnte dies die Ölproduktion in den USA stören, während der Kraftstoffbedarf bei einer riesigen Evakuierung die Nachfrage ankurbeln sollte.

Der Beginn der Hurrikansaison in den USA sowie die Auswirkungen auf die Sanktionen für die iranische Produktion, die im November beginnen sollen, könnten in den kommenden Wochen eine gute Unterstützung für das Öl sein.

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