CMC Markets: DAX bringt sich in Stellung – EU-Konjunkturdaten und US-ADP-Arbeitsmarktbericht mit letzten Impulsen vor EZB-Zinsentscheid morgen

CMC MarketsKurz vor der EZB-Sitzung um die sich die Spekulationen der Marktteilnehmer nun schon seit Wochen drehen, herrscht an den Märkten in den letzten Tagen die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Zwar sahen wir in den letzten Tage eine Serie von neuen Rekordhochs, diese waren allerdings durch außergewöhnlich geringe Umsätze geprägt. Und so haben die Akteure ihre Positionen eingenommen und warten mit Spannung, ob sie sich auf der richtigen Seite befinden.

Mit etwas schwächeren* US-Börsen und größtenteils Abgaben* in Asien, fällt der DAX am Vormittag unter die 9.900 Punkte-Schwelle. Der Nikkei 225 konnte sich mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent zwar gegen den Trend stemmen, dies wurde aber vor allem durch den weiter schwächelnden JPY ermöglicht. Der MDAX, der am Dienstag noch zum ersten Mal in seiner Geschichte die 17.000-Punkte-Marke geknackt hat fällt bis zum Mittag auf knapp 16.800 Punkte zurück.

Hinweise darauf, wie stark die geldpolitischen Stimuli der Europäischen Zentralbank ausfallen könnten, erhofften sich Investoren heute noch von den europäischen Einkaufsmanagerindex-Werten der Dienstleistungsbranche. Hier waren die Erwartungen der Analysten*** hoch und wurden nur geringfügig enttäuscht. Zwar fiel der Index für den gesamten Euroraum für den Monat Mai mit 53,2 Punkten schwächer aus als die prognostizierten 53,5***. Damit wuchs der Dienstleistungssektor aber mit der größten Rate seit fast drei Jahren. Der entsprechende Index für Deutschland erreichte 56 Zähler, verglichen mit prognostizierten 56,4***. Frankreich allerdings bietet wieder einmal ein tristes Bild: Mit 49,1 Punkten fiel der der Wert nicht nur schwächer aus als die bereits pessimistische Prognose von 49,2*** Zählern, sondern auch die Expansions-Schwelle von 50 Punkten.

Die zweite Schätzung des BIP (Bruttoinlandsprodukt) für den Euroraum bestätigte wie von Analysten*** erwartet ein Wachstum von 0,9 Prozent auf Jahressicht im Mai.

Der schon in Vergessenheit geratene Ukraine-Konflikt drängt sich in den letzten Tagen wieder in die Aufmerksamkeit der Anleger. Denn die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee werden immer heftiger ausgetragen und ähneln inzwischen einem „normalen“ Krieg, in welchem zahlreiche Opfer zu beklagen sind, Hubschrauber abgeschossen werden und sogar Artillerie eingesetzt wird. In Warschau sagte der neu gewählte Präsident Poroschenko zudem, dass er zuversichtlich sei, dass die von Russland annektierte Krim wieder mit der Ukraine vereint wird, wodurch konstruktive Gespräche mit Russland vermutlich nicht gerade gefördert werden.

Am Nachmittag folgt aus den USA der ADP-Jobreport, der als Indikator für den viel beachteten Nonfarm-Payrolls-Bericht am Freitag dient. Analysten erwarten, dass der ADP-Arbeitsmarktbericht heute einen Anstieg der Beschäftigten im Mai in Höhe von 210.000 Stellen*** ausweisen wird. Zudem wird der aktuelle Markit-Einkaufsmanagerindex der Dienstleistungen für den Mai erwartet.

Im Vorfeld der Zahlen tendiert der EUR/USD-wieder nahe der 1,36 US-Dollar-Marke, nachdem sich die Gemeinschaftswährung gestern bis auf seinen 200-Tage-Durchschnitt bei knapp 1,3645 erholen konnte. Bei 1,36 US-Dollar finden mehrere Unterstützungen zusammen, wie beispielsweise eine bullische Fib-Fächerlinie sowie ein Fib-Retracement. Die Aussicht auf eine weitere Lockerung der europäischen Geldpolitik, bei gleichzeitiger Reduzierung des US-Anleihekaufprogrammes und Spekulationen um eine Zinswende in den USA schon im nächsten Jahr, hatte den EUR zuletzt unter Druck gebracht. Sollten die erwähnten Unterstützungen fallen, könnten Verluste bis auf 1,35 US-Dollar folgen. Von Indikatoren-Seite stützen der RSI und MACD den EUR indem sie Signale eines überverkauften Marktes liefern.

Charttechnisch bietet der EuroBund ein interessantes Bild. So vollendete dieser gestern eine Doppelspitze, in der der Wert bis auf die Basis bei 146,00 zurückfiel*. Sollte der Kurs darunter fallen könnte eine erste Unterstützung eine bullische Fib-Fächerlinie bei aktuell etwa 145,80 darstellen. Darunter ein vormaliger Widerstand bei 145,75.

Vorbörslich handelt der Dow Jones gegenwärtig knapp 0,1 Prozent und der S&P 500 0,15 Prozent unter den jeweiligen Schlusskursen.
* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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