CMC Markets: DAX dreht kurz vor 10.000-Punkte-Marke – China-Daten beflügeln, EU-Inflationszahlen und Einkaufsmanagerindizes im Fokus

CMC Markets: Nachdem die letzte Handelswoche wenig volatil auslief, startete der DAX heute mit Energie. Gleich zu Börsenbeginn stieg er auf ein neues Rekordhoch bei 9.992 Punkten, bevor Gewinnmitnahmen den DAX wieder etwas nach unten drückten. Mit gegenwärtig knapp 9.960 Punkten bleibt die 10.000-Punkte-Marke aber weiter in Griffweite. Anleger im MDAX zeigten sich am Vormittag entschlossener und hoben diesen mit knapp 17.050 Punkten auf ein neues Allzeithoch. Der TecDAX konnte ebenfalls zulegen und erreichte im Handelsverlauf den höchsten Stand seit 2002. Auch der SDAX schwang sich heute mit über 7.500 Punkten in bisher unerreichte Höhen.

Der freundliche Start wurde unter anderem durch gute Konjunkturdaten aus China und die Aussicht auf eine geldpolitische Lockerung der chinesischen Notenbank gestützt. Der am Wochenende veröffentlichte, offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für den Monat Mai zeigte einen Anstieg auf 50,8 Punkte und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die 50,6 Zähler prognostiziert hatten. Der Index befindet sich damit auf dem höchsten Stand seit 5 Monaten und signalisiert eine Belebung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Zudem erwägt die chinesische Zentralbank die Kreditvergabe im Land durch eine geringere Mindestreserveanforderung der Banken anzukurbeln. Dies hatte bereits in der Asien-Session zu Gewinnen von rund 2 Prozent im Nikkei 225 geführt.

Vor der diese Woche im Fokus stehenden EZB-Sitzung am Donnerstag, auf der eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschlossen werden könnte, blicken Investoren heute auf die europäischen Inflationszahlen und Einkaufsmanagerindizes.
Ein Indiz, wie sich die Wirtschaft im Euroraum entwickelt, liefert Markit-Einkaufsmanagerindex. Für den Monat Mai fiel der Wert der verarbeitenden Industrie für Deutschland um 1,8 Zähler auf 52,3 und damit den niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Auch der italienische Einkaufsmanagerindex der Fertigung gab im Mai leicht auf 53,2 Punkte nach 54 Punkten im Vormonat ab. Für den gesamten Euroraum fiel das Barometer im Mai nach endgültigen Daten um 1,2 auf 52,2 Punkte. Da Werte über 50 Expansion signalisieren, bleibt damit die europäische Wirtschaft auf Wachstumskurs. Anders hingegen die französischen Werte. Diese blieben mit 49,6 Punkten im Mai unter der 50-Punkte-Schwelle, fielen aber zumindest etwas besser aus als Analysten mit 49,3 Zählern erwartet hatten. Insgesamt erwarten die Markit-Volkswirte für den Euroraum im zweiten Quartal ein Wachstum von 0,5 Prozent.

Am Nachmittag folgt die Teuerungsrate für Deutschland. Volkswirte erwarten, dass die im Mai die Teuerungsrate auf Monatssicht mit 0,1 Prozent*** leicht zugelegt hat. Auf Jahressicht wird eine Teuerung von 1,1 Prozent*** erwartet.
Die europäischen Notenbanker haben durch ihre Aussagen in den letzten Wochen die Markterwartung an zusätzliche geldpolitische Maßnahmen weit nach oben geschraubt. Laut Berichten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und des Spiegel, könnte die EZB am Donnerstag beschließen, Banken bis zu 40 Milliarden Euro billige Liquidität zur Verfügung zu stellen um die Kreditvergabe in den südlichen Krisenländern anzukurbeln. Die Hoffnungen auf ein massives Wertpapierkaufprogramm nach amerikanischem Vorbild dürften damit vorerst passe sein. Weitere Maßnahmen die beschlossen werden könnten, sind eine Senkung des Leitzinses und ein negativer Einlagenzinssatz für Banken.
Die schwächeren Einkaufsmanagerindizes für Europa führten zu einem erhöhten Druck auf den EUR am Vormittag wieder auf 1,36 US-Dollar zurückfällt.

Nachdem der S&P 500 auch nach gemischten Daten am Freitag ein neues Allzeithoch erreichen konnte, könnte der ISM- Einkaufsmanagerindex zusätzliche Impulse liefern. Analysten prognostizieren, dass der ISM-Hersteller-Index von 54,9 im April auf 55,6*** zugelegt hat.

Vorbörslich handelt der Dow Jones knapp 0,1 Prozent über dem Freitagsschlusskurs, während der S&P 500 nahezu unverändert steht.

  • * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
  • ** Gegenüber der Vorperiode
  • *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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