CMC Markets: DAX schwächelt weiter – Ifo-Geschäftsklima-Index enttäuscht, US-Verbrauchervertrauen im Fokus

CMC Markets: Nachdem die letzte Woche unter dem Schatten der Entscheidung der amerikanischen Notenbank stand, sowie dem großen Verfallstag am Freitag, sind die Anleger nun wieder fokussiert auf Konjunkturdaten. Und hier scheint sich die Suche nach positiven Impulsen, die den Kurs des DAX weiter nach oben treiben, gegenwärtig etwas schwieriger zu gestalten. Zum Wochenauftakt lieferte China zwar einen besser als erwartet*** ausgefallenen Einkaufsmanagerindex, dieser wurde aber zugleich von den schwächeren Werten des entsprechenden Index für Europa wieder neutralisiert. So lieferte der Datensatz Hinweise darauf, dass Frankreich nach wie vor große Probleme hat auf einen gesunden Wachstumskurs einzuschwenken und sich für das zweite Quartal möglicherweise eine Rezession abzeichnet. Dass auch für Deutschland die Zahlen etwas schwächer ausfielen als erwartet***, schürt Befürchtungen eines abnehmenden Momentums der wirtschaftlichen Erholung in Europa und zog damit den DAX gestern nach unten*.
In den USA wurden gestern Zahlen zu Immobilienverkäufen und einem Einkaufsmanagerindex veröffentlicht, die wiederum die Analysten-Erwartungen übertreffen*** konnten. Die US-Indizes schafften damit gestern den Freitagsschlusskurs zu verteidigen und fast unverändert aus dem Handel zu gehen.

Ohnehin scheinen die Börsen in Europa und den USA gegenwärtig eine leicht unterschiedliche Entwicklung an den Tag zu legen. Während der DAX weiterhin innerhalb seiner Konsolidierungsformation in Form des umgekehrten Dreiecks gefangen scheint, schafften die US-Indizes sich zuletzt näher an den Rekordhochs zu halten. Zudem wurde im DAX die psychologische Marke von 10.000 Punkten bereits geknackt, während erst jetzt die runden Marken von 17.000 und 2.000 Punkten im Dow Jones beziehungsweise S&P 500 in greifbare Nähe gerückt sind und eine große Anziehungskraft ausüben.

Stärkere Impulse könnte am Nachmittag der US-Verbrauchervertrauens-Index des Conference Board liefern. Analysten erwarten für den Juni ein Anziehen des Sentiments auf 83,5 Zähler*** nach 83 im Vormonat. Zudem werden nach den gestrigen Zahlen zu Verkäufen vorhandener Immobilien, Daten zu Verkäufen neuer Immobilien im Monat Mai erwartet.
Der heute veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima-Index der Erwartung für die nächsten 6 Monate fiel gegenüber dem Mai-Wert um 1,4 Zähler von 106,2 auf 104,8 und lag damit auch unter den Analysten-Prognosen von 105,8 Punkten***. Nach den schwachen Konjunkturdaten von gestern verdichtet sich damit das Bild einer schwächeren konjunkturellen Dynamik in Deutschland.

Unter den Einzelwerten profitieren heute die Aktien des Autobauers BMW von einer Kaufempfehlung der UBS mit einem Plus von gegenwärtig über 2 Prozent*. Die Analyse sieht beim Münchner Unternehmen für die nächsten zwölf Monate das größte Kurspotenzial unter den deutschen Premium-Autoherstellern. Die Daimler-Aktie gibt dagegen aktuell knapp 0,8 Prozent* ab.

Am Rohölmarkt sorgt eine Meldung über anhaltend hohe Öl-Exporte der Krisenregion Irak für etwas Entspannung. Die ersten drei Juni-Wochen wurden im Durchschnitt täglich 2,53 Millionen Barrel exportiert, was einem Rückgang von im Schnitt täglich 50.000 Barrel gegenüber dem 11-Jahres-Hoch entspricht. Charttechnisch stieß der Rohölpreis der Referenzsorte WTI zuletzt am März-Hoch bei rund 105,50 US-Dollar auf Unterstützung und zeigte damit auch einen Rücksetzer zum Dreieck, aus dem er am 12. Juni ausgebrochen ist.

Gold zeigt sich weiterhin fest. Charttechnisch scheint der Kurs des Edelmetalls gegenwärtig aus einem Wimpel im tertiären Trend nach oben hin auszubrechen.

Vor Eröffnung des Präsenzhandels geben der Dow Jones und S&P 500 gegenwärtig etwas ab*.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge