DAX beendet Handel bei 23.837 Punkten – Starke Wochenbilanz mit Zinshoffnungen

Der deutsche Leitindex schloss am Freitag bei 23.837 Punkten und verzeichnete ein Plus von +69 Punkten (+0,29%).

Damit beendete der DAX eine erfolgreiche Handelswoche mit einem Wochengewinn von +2,37%.

Die Wall Street lieferte am Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag im verkürzten Handel positive Impulse: Der Dow Jones stieg um +0,61% auf 47.716 Punkte, der S&P 500 gewann +0,54% auf 6.849 Punkte.

Die Erholungsbewegung wurde primär von gestiegenen Zinssenkungserwartungen getragen – die Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinssenkung am 10. Dezember liegt mittlerweile bei rund 85%.

Zu den Wochengewinnern zählte Deutsche Börse mit +3,02% nach der angekündigten Übernahme von Allfunds für 5,3 Milliarden Euro.

Unter Druck blieben Rüstungsaktien wie Rheinmetall (-2,2%) aufgrund der Ukraine-Friedensgespräche.

 

Rheinmetall Chart

Ausblick auf die kommende Woche

Fed-Zinsentscheidung als Schlüsselereignis: Am Mittwoch, den 10. Dezember, steht die wichtigste Entscheidung der (übernächsten) Woche an – die jedoch auch diese Woche maßgeblich bestimmen wird. Die Federal Reserve wird voraussichtlich die Zinsen um 25 Basispunkte auf 4,25% bis 4,50% senken. Entscheidend wird jedoch nicht die Zinssenkung selbst sein – diese ist bereits eingepreist – sondern die Kommunikation von Fed-Chef Jerome Powell zum künftigen Zinspfad.

Analysten erwarten klare Signale, ob im ersten Quartal 2026 weitere Zinssenkungen folgen werden.

 

Konjunkturdaten im Fokus: Zum Wochenstart stehen am Montag die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, Europa und den USA auf der Agenda. Diese könnten erste Hinweise auf die konjunkturelle Verfassung liefern. Da der nächste US-Arbeitsmarktbericht erst nach der Fed-Entscheidung veröffentlicht wird, dürften die ADP-Jobdaten am Mittwoch sowie der PCE-Preisindex am Freitag besondere Beachtung finden – beide gelten als wichtige Indikatoren für die künftige Geldpolitik.

 

Ukraine-Friedensgespräche: Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine über einen überarbeiteten Friedensplan könnten weiterhin für Volatilität sorgen. Während Rüstungswerte unter Druck bleiben dürften, könnten Infrastruktur- und Energietitel von Wiederaufbau-Erwartungen profitieren.

Analyst Emmanuel Cau von Barclays sieht darin ein „großes Extremrisiko für Europa“, dessen Beseitigung Anleger zwingen würde, „über die positiven Aspekte einer Deeskalation nachzudenken“.

 

Marktrisiken: Sollte Fed-Chef Powell die Erwartungen für eine weitere Zinssenkung im Dezember abschwächen oder einen restriktiveren Zinspfad signalisieren, könnte dies die Jahresendrally gefährden.

Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners warnt:

 

„An den Börsen könnte eine enttäuschte Reaktion folgen, wenn Powell die Dezember-Erwartungen dämpft.“

 

DAX Chart

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