DAX dümpelt weiter vor sich hin

flatex: Der Deutsche Aktienindex kam auch am Tag des EZB-Leitzinsentscheids abschließend nicht richtig von der Stelle. Zum Ende der Xetra-Session notierte der DAX mit einem Minus von 0,44 % bei 13.068,08 Punkten.

Das Handelsvolumen lag einem Tag vor dem großen Verfallstag an der Terminbörse EUREX mit 4,560 Mrd. eigentlich nicht außerordentlich hoch. Da hat man in den letzten Jahren schon andere Umsätze registrieren können. Am Freitag um 13:00 Uhr verfallen die DAX-Futures des Kontraktmonats Dezember und DAX-Optionen.

Die restlichen europäischen Leitindizes hatten überwiegend ebenfalls Kursverluste zu verbuchen. Wieder war es der Mailänder FTSE MIB, der mit einem Minus von 0,93 % und 22.194,74 Punkten die rote Laterne bekam. Der EuroStoxx50 schloss mit einem Minus von 0,71 % bei 3.556,22 Punkten.

Der Handelstag war zum größten Teil von zaghaftem Abwarten auf den EZB-Zinsentscheid und die EZB-Pressekonferenz geprägt. Die zunächst eingetretenen Zugewinne wurden aber schrittweise wieder abverkauft. Die Leitzinsen in der Eurozone bleiben bis auf absehbare Zeit bei 0,00 %.

Der negative Einlagensatz mit dem Minus von 0,40 % und der Ausleihesatz in Höhe von 0,25 % wurden obendrein unverändert belassen. Auch das Anleihekaufprogramm der EZB wird mit den 30,0 Mrd. Euro pro Monat weiter betrieben und so wie sich EZB-Präsident Draghi äußerte auch bis mindestens September 2018.

Die EZB lässt sich sogar das Hintertürchen von Überraschungen offen, im Falle des Falles die monatlichen Ankaufvolumina wieder zu weiten. Die EZB hob die Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone von 2,2 % auf 2,4 % in 2017 an und sieht die Eurozone in 2018 anstatt mit 1,8 % nun mit 2,3 Prozent %. Für 2019 geht man von einem Plus von 1,9 % im Vergleich von 1,7 % zuvor aus.

Unterdessen hoben Barclays und die Atlanta Fed die Prognose für das US-Wachstum im vierten Quartal an. So geht Barclays von einem Plus von 2,5 % aus, die Atlanta Fed von einem Plus von 3,3 %.

An der Wall Street befinden sich die 3 US-Leitindizes Dow Jones, NADAQ100 und S&P500 in unmittelbarer Schlagdistanz zu ihren Rekordhochs. Sie legten am Donnerstag jedoch gemeinsam eine Pause ein und beendeten den Handelstag mit leichten Abgaben.

Am Freitag überwiegen in Asien-Pazifik die Verluste. Besonders beim Hang Seng Index aus Hongkong ging es stärker abwärts. Die Ausnahme bildete der südkoreanische Kospi-Index, der sich in der Gewinnzone hielt. Die US-Futures tendieren durchweg freundlich. Der DAX schwächelt noch rund um die Marke von 13.050 Punkten, bleibt durch den Hexensabbat aber volatil.

Charttechnik
Der Deutsche Aktienindex schloss am Donnerstag mit einem Minus von 0,44 % bei 13.068,08 Punkten. Ausgehend von seinem Hoch vom 08. Dezember bei 13.240,92 Punkten bis zu seinem jüngsten Verlaufstief vom 14. Dezember bei 13.011,96 Punkten könnten sich die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite identifizieren lassen.

Die Widerstände wären bei den Marken von 13.099/13.126/13.153/13:187 und 13.241 Punkten zu ermitteln. Die Unterstützungen wären bei 13.066/13.037/13.012, sowie bei 12.987/12.958/12.924 und 12.870 Punkten in Betracht zu ziehen.

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