DAX erobert neues Jahreshoch

Bernstein Bank: Einmal mehr schieben News aus China die Kurse an: Der DAX hat am Mittwochvormittag ein neues Jahreshoch markiert. Ein Schubfaktor war die gute Laune im chinesischen Dienstleistungssektor. Zum anderen soll laut einem Pressebericht ein Abkommen im Zollstreit zwischen China und den USA unmittelbar bevor stehen.

Kräftiges Plus in Frankfurt
Der deutsche Börsenindikator verbuchte im frühen Handel ein Plus von über 1 Prozent und erreichte im Hoch die Marke von 11.925 Punkten. Applaus spendeten die Broker vor allem einem Artikel aus der „Financial Times“: Demnach sind im amerikanisch-chinesischen Zollstreit die meisten Punkte geklärt.

Offen sei derzeit vor allem noch die Frage, wie schon eingeführte Zölle der USA auf chinesische Produkte wieder aufgehoben werden. Insgesamt sei aber eine Einigung in Sicht. Beide Seiten stünden kurz davor, ein Abkommen zu schließen. Die FT bezog sich auf mit dem Verhandlungsstand vertraute Personen.

 

 

 

 

Service-Sektor in China optimistisch
Außerdem liefen gute Konjunkturnachrichten aus China über die Bildschirme. Nachdem am Montag schon frohe Kunde aus der Industrie die Hoffnung auf eine Wende in der Volksrepublik angefeuert hatte, legte nun der Dienstleistungssektor nach. So kletterte der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für die Service-Branche auf 54,4 Punkte. Das ist der höchste Stand seit 14 Monaten. Im Februar hatte der Index noch 51,1 Punkte markiert.

Über 50 Punkten zeigt der Index Wachstum an.

Die Manager signalisierten sowohl eine höhere Nachfrage aus China als auch aus dem Ausland.

Broker in Asien in Kauflaune
Kein Wunder, dass angesichts der guten News die Anleger in Asien zugriffen. Wegen der Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung der gesamten Region und der ganzen Welt waren vor allem zyklische Werte wie Reeder oder Maschinenbauer gefragt.

 

 

 

 

Der Nikkei schloss am Mittwoch mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 21.676 Zähler, der chinesische CSI 300 gewann 0,4 Prozent auf 3.986 Stellen.

Gemischte Signale aus New York
Vor dem Eintreffen der China-Nachrichten hatte sich die Wall Street ohne eindeutige Tendenz präsentiert. Schwache Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter dämpften die Stimmung. Der Dow Jones verlor am Dienstag zur Schlussglocke 0,3 Prozent auf 26.179 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verabschiedete sich prozentual unverändert bei 2867 Zählern.

Allerdings eroberte der Nasdaq 100 seinen höchsten Stand seit fast sechs Monaten.

Knapp unter dem Verlaufshoch ging er mit plus 0,3 Prozent bei rund 7500 Zählern aus dem Tag.

 

 

 

Das bringt der Tag
Bleibt die Frage, ob die Börsianer in New York bei einem Eintreffen der finalen, offiziellen Nachricht zum Zollabkommen zwischen China und den USA erst einmal Kasse machen. Da der Deal derartige Vorschusslorbeeren erhalten hat, wäre ein Sell the News nichts Ungewöhnliches.

Allerdings werden auch Konjunkturnachrichten die Kurse von Aktien und Anleihen bewegen. So steht um 14.15 Uhr der ADP-Arbeitsmarktbericht für März in den USA auf dem Terminplan; Prognose: 221.000

Um 16.00 Uhr folgt der ISM-Einkaufsmanager-Index für Dienstleistungen in den USA. Prognose: 58,7.

Und letztlich laufen um 16.30 Uhr die US-Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration (EIA) über die Bildschirme. Prognose: Ein Minus von rund 3,4 Millionen Barrel.

 


 

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