DAX-Jahreshoch und Bitcoin-Explosion – Chinesischer Monster-Move bei Bitcoin

Bernstein Bank: Die Bullen am Frankfurter Aktienmarkt lassen nicht locker: Unterstützt von der Rekordjagd an der Wall Street lauert der DAX zum Wochenstart knapp unter 13.000 Zählern. Einmal mehr stützt die Hoffnung auf einen Zolldeal zwischen China und den USA.

Doch die Story des Tages kommt von Bitcoin.

 

Gipfellauf in Frankfurt
Der DAX will weiter nach oben: Im frühen Handel markierte der deutsche Leitindex schon wieder ein neues Jahreshoch bei 12.944 Zählern. Das war schon am Freitag bei 12.914 Punkten so gewesen, als nach mauem Start die Kurse anzogen. Die Aktivität auf der Handelsplattform war jedoch zunächst noch überschaubar.

Zuletzt notierte der DAX noch 0,3 Prozent fester bei 12.933 Punkten.

 

Gute Laune bei Exporteuren
Für Kauflaune sorgten am Montag die deutschen Exporteure. Im Oktober hat sich ihre Stimmung deutlich aufgehellt: Der Index für die Ausfuhrerwartungen stieg von minus 5,3 Punkten im September auf einen Wert von nun minus 1,2, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Befragt worden waren 2300 Unternehmen.

 


 

Chinesischer Monster-Move bei Bitcoin
Für Furore sorgte Bitcoin: Die Krypto-Währung bröckelte zwar zuletzt leicht unter Gewinnmitnahmen und notierte bei 8.468 Euro. Sie hatte am späten Freitag ein Zwischenhoch bei 8.897 Euro erreicht – nachdem sie noch am Donnerstag im Tief bei 6.627 Zählern notiert hatte.

Und das war geschehen:
Kurz nach Eröffnung der Wall Street schossen am Freitag die kostenlosen Realtimekurse nach oben. Im Hoch stand bei Bitcoin innerhalb von 24 Stunden ein Plus von 40 Prozent zu Buche.

Der Markt reagierte auf eine Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhuanet: Demnach hat Präsident Xi Jinping darauf gedrängt, alle Vorteile zu nutzen, welche die Blockchain-Technologie biete.

So geschehen Freitag Ortszeit vor dem Politbüro der Kommunistischen Partei. Die Crypto-Community verbreitete das Thema via Twitter natürlich umgehend weiter. Interessanterweise besteht in China laut „USA Today“ seit dem Herbst 2017 ein Krypto-Bann. Ferner wolle Peking Krypto-Mining im Land verbieten.

Zugleich will aber die chinesische Notenbank der Zeitung zufolge eine eigene Digital-Münze anbieten, die an den Yuan gepeggt ist.

China wird also offenbar gelenktes Krypto-Land.

 

Immer wieder neue Zoll-Hoffnung
Derweil hielt sich USDCNY zuletzt weitgehend unverändert bei 7,0063. Was sich bald ändern könnte. In den Medien häuften sich die Spekulationen darüber, dass die USA und China vor dem Abschluss eines Zoll-Deals stehen, zumindest für Phase 1. So twitterte Edward Laurence von Fox News, er habe von einem positiven Telefonat zwischen den Verhandlungsführern, Robert Lighthizer und Steven Mnuchin sowie Vizepremier Liu He erfahren. Demnach stünden beide Teams kurz vor Finalisierung wichtiger Bestandteile.

Und ZeroHedge meldete, Peter Navarro, Berater im Weißen Haus, habe die Unterzeichnung eines Deals für November angedeutet.

Zudem betonte US-Vizepräsident Mike Pence, Amerika wolle Peking nicht aus dem globalen Wirtschaftssystem ausschließen.

Wobei er Peking auch den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen in großem Stil und weitere unfaire Handelspraktiken vorwarf.

 


 

Gewinne in Asien
Dennoch griffen die Börsianer in Asien zu. Der CSI-300 mit den wichtigsten chinesischen Aktien gewann am Morgen 0,8 Prozent auf 3.927 Zähler. Und der Nikkei-Index kletterte auf ein Zwölfmonats-Hoch von 22.896 Punkte. Letztlich schloss der japanische Leitindex mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 22.867 Zählern.

Das war der sechste positive Handelstag in Folge.

 

Rekordjagd in New York
Auch die Börsianer an der Wall Street deckten sich mit Aktien ein. Der Dow Jones war am Freitag mit einem Gewinn von 0,6 Prozent bei 26.958 Punkten aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq 100 stieg um 0,8 Prozent auf einen Schlussrekord von 8029 Punkten – hier stützten vor allem Intel und Tesla. Der S&P 500 egalisierte im Verlauf sein altes Hoch bei 3.026 Zählern und schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 3.022 Stellen.

 

Das Ende ist nahe
Bleibt bei all der Euphorie noch die Warnung eines Experten. Der fast schon legendäre Investor Marc Faber verwies auf die gerade noch abgewendete „Repocalypse“ vom 24. September, als der Interbankenmarkt in den USA einfror und die Federal Reserve den Lender of last Resort spielen musste. Wir hatten in einem Special Report über das rätselhafte Ereignis berichtet.

Faber urteilte:
Das Datum habe wahrscheinlich den Anfang vom Ende der „Unicorn-Bubble“ und auch des Trends eingeleitet, Pensionsgelder in die Hände von privaten Investmentverwaltern zu geben – denn es gebe wohl Liquiditätsprobleme bei einigen Equity Managern.

Und weiter: WeWork sei wohl nur das erste Unicorn gewesen, das umkippte, bevor es an die Börse ging.

Als Einhorn werden Firmen bezeichnet, die vor ihrem Börsengang auf mehr als 1 Milliarde Dollar taxiert werden.

Alles in allem erwartet Faber Turbulenzen im Markt. Ein Liquidity Crunch werde alle Asset-Preise negativ treffen, die einen mehr, die anderen weniger.

 

Das bringt der Tag
Devisen-Trader sollten weiter in ihren regelmäßigen Markt-Updates das Pfund im Auge behalten. Die EU hat einer Verlängerung des Brexit-Datums bis zum 31. Januar 2020 zugestimmt. Bleibt die Frage, ob Premier Boris Johnson Neuwahlen im Parlament durchsetzen kann.

  • Um 13.30 Uhr wird die US-Handelsbilanz veröffentlicht.
  • Und ab 15.00 Uhr wird EZB-Chef Mario Draghi verabschiedet. Genau wie seine Nachfolgerin Christine Lagarde tritt er ans Rednerpult – was Euro, Anleihen und Aktien bewegen könnte.

 


 

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