DAX: Jetzt auf den Ausbruch setzen?

ETX Capital: Der Kurs des DAX30-Index wagt sich mal wieder an die charttechnisch wichtige 10.500-Punkte-Marke heran. Doch diesmal könnte sich die Situation anders darstellen, denn sollte der DAX30-Index die „charttechnische Mauer“ zwischen den Marken von 10.700 Punkten bis 10.500 Punkten in diesem Sommer überwinden können, dann wäre nicht nur endlich der beinharte Widerstandsbereich geknackt, sondern auch der intakte langfristige Abwärtstrend nachhaltig überwunden.

 

Momentan notiert der DAX30 mit Kursen um die Marke von 10.500 Punkten für beide Seiten, also Bullen und Bären, an einem neuralgischen Punkt. Sollten die Bären in den nächsten Tagen Schwäche zeigen, dann könnte der Kurs des deutschen Börsenbarometers schnell bis in den Bereich um die Marke von 10.700 Punkten laufen. Von hier aus könnte dann eine Konsolidierung oder Korrektur bis 10.500 Punkte ohne größeren charttechnischen Schaden von den Bullen zugelassen werden.

 

Auf der anderen Seite sollte der Kurs nicht unter die charttechnische Unterstützungslinie bei 10.100 Punkten fallen. An dieser Marke befindet sich das letzte Swing-Tief. Sollte der Kurs unter diese Marke fallen, dann könnte der laufende Bullenangriff auf die wichtige 10.500-Punkte-Marke kurzfristig als gescheitert und der langfristige Abwärtstrend als bestätigt angesehen werden.

 

Ein mögliches Fazit der charttechnischen Analyse könnte sein, dass sich die Großwetterlage weiter verbessert und sich somit in den nächsten Wochen Kurspotential bis in den Bereich um 11.500 Punkte ergeben kann. Ein Blick auf den bisherigen Kursverlauf des DAX30-Index im Jahr 2016 könnte den Betrachter zu dem Schluss kommen lassen, dass sich unterhalb der 9.500-Punkte-Marke verstärktes Käuferinteresse findet. Dieses Muster könnte man auch als „Notenbank-Put“ bezeichnen und es könnte solange gelten, bis die EZB eine Wende im laufenden geldpolitischen Zyklus ankündigt oder einläutet.

 

Autor: Oliver Bossmann

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