DAX: Kampf um die 10.000er-Marke

Admiral Markets:

Nachdem es in den Kalenderwochen 34 und 35 zu einer größeren Volatilität und Unsicherheit gekommen ist, hat sich die Lage in der vergangenen Handelswoche beruhigt. Die Range pendelte sich wieder auf ein normales Niveau ein. Der DAX ging am Montag der letzten Woche mehr oder weniger unverändert in den Handel. Er eröffnete bei 10.306 Punkten, rutschte dann aber zunächst bis knapp an die 10.200 Punkte, wo er sich stabilisieren und leicht erholen konnte. Am Dienstag bewegte sich der Index in einer engen Range seitwärts, ohne nach unten (10.150 Punkte) oder nach oben (10.300 Punkte) auszubrechen. Am Mittwoch eröffnete der Index mit einem mächtigen Abwärts- Gap und konnte sich nicht überzeugend von der 10.000-Punkte-Marke wegbewegen. Dies gelang dann aber am Donnerstag mit Unterstützung der EZB. Nachdem der DAX mit einem Aufwärts-Gap in den Handel gestartet war, spikte er am Nachmittag bis an die 10.380 Punkte. Dieser Anstieg wurde jedoch im Anschluss wieder abverkauft. Der Abverkauf setzte sich auch am Freitag fort und wurde durch die US-Arbeitsmarktdaten gefördert.

 

Erneut eine negative Woche für den DAX

Das Hoch der vergangenen Handelswoche lag nur zwei Punkte unter dem der KW 35/2015. Dem DAX gelang es nicht, dieses Hoch zu bestätigen, was tendenziell ein bearishes Zeichen ist. Somit ist nicht unwahrscheinlich, dass das Hoch der kommenden Woche unter dem der KW 37/2015 liegen wird. Das Wochentief lag unter 10.000 Punkten, jedoch deutlich über dem Tief der Vorwoche. Somit hat sich die Range wie bereits angedeutet deutlich reduziert und lag im Normalbereich um 500 Punkte. Das Wochenergebnis ist allerdings wieder negativ. Die Gewinne der Vorwoche wurden praktisch egalisiert. Der DAX ging auf dem Niveau der KW 34/2015 aus dem Handel.

Wir hatten in unserem Setup vermutet, dass der DAX auf der Oberseite zunächst die 10.370 und im Nachgang auch die 10.400 Punkte erreichen würde. Das erste Anlaufziel hat er erreicht, das zweite Anlaufziel wurde verfehlt. Wir waren in unserem Setup skeptisch, was das Potenzial auf der Oberseite anging, und hatten die Vermutung geäußert, dass die Aufwärtsbewegung bereits in dem Bereich bei 10.380/400 ausläuft. Genau das ist geschehen. Die Rücksetzer reichten bis 9.885 Punkte und haben damit unser Anlaufziel auf der Unterseite um 35 Punkte verfehlt.

 

KW 36 / 2015 35 / 2015 34 / 2015 33 / 2015 32 / 2015

Wochenhoch 10.381 10.383 11.113 11.625 11.672

Wochentief 9.885 9.321 9.978 10.892 11.246

Wochenschluss 10.009 10.289 10.008 11.043 11.512

Wochenergebnis -280 281 -1.035 -469 197

Wochen-Range 496 1.062 1.135 733 426

 

Wie könnte es weitergehen?

DAX-WS: 10.038…10.103/35/778…10.212/40/83…10.317/75…10.442/72…10.511/36…10.620/67

DAX-US: 10.001…9.953/22…9.885/51/18…9.701…9.673/39…9.598/71/30…9.436…9.321

 

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

Chart

 

Einschätzung für die laufende DAX-Handelswoche: (Stand: Sonntagnachmittag)

Am Donnerstag und Freitag der letzten Woche wurde in China nicht gehandelt: Die Partei hat einen nationalen Feiertag mit Truppenparaden veranstaltet. Aktuell werden die Aktivitäten in China weltweit sehr genau wahrgenommen und intensiv seziert. Jeder Ausschlag der Börsen nach unten, jede Stabilisierung und Erholung hat im Moment einen überdurchschnittlichen Einfluss auf das Investitionsverhalten der Anleger. Festzuhalten ist, dass die Maßnahmen und die Eingriffe der staatlichen Institutionen in China auf die aktuellen Entwicklungen nur begrenzte Auswirkungen hatten. Die Liste der Risiken ist lang und wird in unseren Augen mittelfristig einen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Kraft des Landes haben.

 

Börsenbeben, faule Kredite, Schattenbanken, Immobilienblase, nachlassende wirtschaftliche Dynamik und natürlich die Umweltprobleme, angefangen von der Luftverschmutzung bis hin zur massiven Wasserknappheit in einigen Provinzen – all das sind Probleme, die den Staat mittelfristig überfordern könnten. In der neuen Woche werden zunächst einige wichtige Daten ausgegeben, die den aktuellen Stand der Wirtschaft reflektieren. Zunächst wird der Einkaufsmanagerindex für das nicht verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Wichtiger ist aber die Handelsbilanz, deren Daten am Dienstagmorgen publiziert werden. Fallen diese erneut schlecht aus (unter den Werten des Vormonats), dürfte dies die Kurse bestimmen.

 

Zur Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche:

Der deutsche Leitindex konnte sich am Freitag zum Handelsschluss gerade so über die 10.000 Punkte retten. Er hat damit genau auf der Unterkante seines Abwärtskanals aufgesetzt. Er könnte auf der Oberseite versuchen, sich zunächst von der 10.000-Punkte-Marke zu entfernen und die 10.100/25 Punkte anzulaufen. Schafft er es, sich über diese Marke zu setzten, so könnte er anschließend auch die 10.200/20 Punkte anlaufen. Hier könnte es Rücksetzer geben. Im Rahmen von dynamischen Bewegungen könnte es der Index auch schaffen, sich über die 10.220 Punkte zu schieben und die 10.300 Punkte anzulaufen. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass der DAX es schafft, sich innerhalb der nächsten fünf Handelstage, nachhaltig über 10.350 Punkte zu schieben und das Tief der Vorwoche bei 10.381 Punkten zu erreichen. Das Potenzial auf der Oberseite könnte in den nächsten fünf Handelstagen begrenzt sein.

 

Die Rücksetzer könnten in der nächsten Handelswoche das Tief der Vorwoche anlaufen. Ein Unterschreiten der 9.900 Punkte ist nicht unbedingt auszuschließen. Kommt es im Bereich der 9.880/70 Punkte nicht zu einer Stabilisierung, so wäre im Nachgang auch mit einem Anlaufen der 9.760/40 beziehungsweise der 9.690/80 Punkte zu rechnen. Bei dynamischen Abwärtsbewegungen wäre sogar nicht auszuschließen, dass die 9.600 Punkte erreicht und unterschritten werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist in unseren Augen, dass die aktuellen Erholungsbewegungen nach wie vor eine technische Reaktion sind und nicht bedeuten, dass jetzt das Jahreshoch in Angriff genommen würde. Erst über 11.600 Punkten wären derartige Überlegungen realistisch und angebracht. Es ist nach wie vor möglich, dass das Jahrestief erneut angefahren und auch unterschritten wird. Die Positionen sollten deshalb immer eng abgesichert werden. 
 

Box-Bereich: 10.381 bis 9.885 Punkte

Tagesschlusskurs-Marken: 10.532 und 9.544 Punkte

Intraday-Marken: 10.532 und 9.420 Punkte

Range: 10.653 bis 9.420 Punkte

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 37/2015: seitwärts/ abwärts

Von Jens Chrzanowski

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 76 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID”) zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge