DAX macht wieder kehrt – Nach der EZB ist vor den NFPs

CMC Markets:

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Während gestern noch die Vorfreude auf eine mögliche Ausweitung der Liquiditäts-Spritze durch die Europäische Zentralbank den Deutschen Aktienindex bis knapp an die Marke von 10.400 Punkten beförderte, folgt nun die Ernüchterung. Ob ein solches zusätzliches Geldgeschenk für die liquiditätsverwöhnten Börsen ohne größere Konfrontation mit der deutschen Seite machbar wäre, ist eher fraglich.

 

Außerdem wurde mit der gestrigen Abwertungsrede von Mario Draghi auch fast die Hälfte der jüngsten Yuan-Abwertung gegenüber dem Euro wieder rückgängig gemacht. Dabei ist ja gerade die China-Schwäche hervorgerufen unter anderem durch schwache Exporte der Umstand, der die Börsen in diesen Wochen in Turbulenzen versetzt. Sollten nun andere Länder dem europäischen Vorbild folgen, würde der Währungs-Abwertungswettlauf in eine neue Runde gehen und China Mühe haben, seine Wettbewerbsfähigkeit durch einen schwachen Yuan zu verbessern.

 

Heutige US-Daten beeinflussen Zinswende
Heute nun aber richten sich die Blicke auf die US-Arbeitsmarktdaten. Sollten diese kräftig genug ausfallen, dann wäre eine Zinswende in den USA im September die wahrscheinliche Option. Im globalen Abwertungswettlauf könnten sich die USA dann als Anker der Stabilität erweisen und die Bürde der Dollar-Aufwertung auf sich nehmen, allein schon deshalb, um sich die Möglichkeit zu schaffen, bei einer Abkühlung ihrer Wirtschaft wieder mit einer Zinssenkung reagieren zu können.

 

Technische Analyse DAX
Aus charttechnischer Sicht wirkt die Möglichkeit eines "Death Cross", also der Kreuzung der 50-und 200-Tages-Linie von oben nach unten, bedrohlich. Auf der anderen Seite sehen wir nach dem jüngsten Ausverkauf eine bullische Divergenz zum MACD und RSI. Auf der Oberseite stehen die 10.220 und 10.260 als potenzielle Widerstände im Fokus, darüber das Kassa-Gap bei 10.317 Punkten. Auf der Unterseite könnte die 10.133 eine potenzielle Unterstützung darstellen. Kann diese Marke nicht gehalten werden, dann droht ein Abrutschen auf die 10.075 und darunter in die Zone zwischen 9.960 und 9.990 Punkten. Unter 9.885 würde es wieder ziemlich kritisch mit potenziellen Verlusten in die Region von 9.500 Punkten.

Von Andreas Paciorek

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