DAX vor Trendausbruch

Das könnte er nun sein. Der heiß ersehnte Ausbruch im DAX-Index, aus dem seit nun anderthalb Jahren bestehenden Abwärtstrend. Die kritische Zone für den Ausbruch verläuft zwischen 10.450-10.500 Punkten. Die über den Erwartungen ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten, könnten dabei helfen den Ausbruch zu vollziehen. Zumal der DAX-Index in den vergangenen Wochen überwiegend dem US-Markt gefolgt ist. Konjunkturdaten sind in dieser Woche, bis auf die chinesischen, rar gesät.

Wird das der Ausbruch?

Im Verlauf des letzten Jahres wurde so gut wie jeder Versuch eines nachhaltigen Ausbruchs abgewürgt. Seit dem Brexit-Referendum scheinen sich die Anleger allerdings resistent gegenüber Risiken zu zeigen. Fast zwei Jahre in Folge mit vielen Unsicherheiten, scheint so langsam genug zu sein und zumindest für einige Monate, dürfte man sich erholen, so die Annahme.

Unterstützt wird das Ganze durch besser als erwartet ausgefallene Quartalsberichte bei US-Unternehmen sowie positiven Konjunkturdaten, allen voran beim Arbeitsmarkt. Mit dieser Unterstützung fluktuiert der DAX-Index am Montagmorgen sehr nahe der potentiellen Ausbruchszone und ein Tagesschlusskurs oberhalb der 10.500 Punkte im DAX-Future, sollte in dieser Hinsicht ein positives Signal aussenden.

TecDAX bestätigt den möglichen Ausbruch
Während der DAX-Index immer noch mit seinem Ausbruch hadert, hat der technologielastige TecDAX den Ausbruch bereits vor zwei Wochen vollzogen. Mit der Marktschwäche in der vergangenen Woche, erfolgte ein Retest des Ausbruchsniveaus, der des Öfteren als Einstiegslevel genutzt wird. Die Stärke im Technologiesektor wird besonders auch im US-Markt sichtbar. Der Sektor hat bei den Quartalszahlen die meisten übertroffenen Analysteneinschätzungen zu verzeichnen. Mit dem starken TecDAX im Rücken, könnte schließlich auch der DAX-Index möglicherweise in den nächsten Tagen nachziehen.

Prognose
Damit steht der DAX-Index vor dem Niveau, das in den vergangenen Wochen als vorderstes Ziel anvisiert wurde. Sowohl technisch als auch fundamental, könnte sich zumindest mittelfristig nun eine Chance ergeben. Der technische Trendausbruch könnte dazu beitragen, dass die Preisdynamik steigt. Die guten Vorgaben aus den USA scheinen hingegen auf der fundamentalen Seite unterstützend zu wirken. Die Abhängigkeiten vom stagnierenden Ölpreis und chinesischen Daten, scheinen sich in den vergangenen Monaten verringert zu haben. Gegenwind kann zwar immer noch von Seiten der Bankenkrise kommen. Doch auf mittelfristige Sicht, sollte auch das mittlerweile eingepreist worden sein.

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