DAX: Zum Jahresendspurt schwinden die Kräfte

flatex: Im Jahresendspurt fehlte es dem Deutschen Aktienindex am Donnerstag an Kraft. Der deutsche Leitindex fiel unter die 13.000-Punkte-Marke zurück und beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,69 % bei 12.979,94 Punkten.

Typisch zwischen den Jahren sank auch das Handelsvolumen auf 1,888 Mrd. Euro hinab. Ob nun der stärkere Euro gegenüber dem US-Dollar allein die Schuld trägt, soll einmal dahingestellt bleiben. Es sind wie immer mehrere Zutaten, die am Ende einen Cocktail zaubern.

Obendrein sollte es auch für die deutsche Wirtschaft trotz eines bestens verlaufenden Jahres 2017 kein Grund zur Freude sein, erst im Frühjahr frühestens von einer neuen Bundesregierung auszugehen. Die Möglichkeit von Neuwahlen sind obendrein nicht vom Tisch und könnten Deutschland in seiner Handlungsfähigkeit zumindest lähmen.

Die europäischen Leitindizes schlossen überwiegend ebenso in der Verlustzone. Nur der Londoner FTSE100 konnte sich mit einem Plus von 0,03 % bei 7.622,88 Punkten knapp in der Gewinnzone halten. Der europäische Leitindex EuroStoxx50 ging mit einem Minus von 0,73 % bei 3.524,31 Punkten au dem Handel.

Ob DAX, EuroStoxx oder auch andere Indizes. Am Ende des Tages könnten es schlichtweg steuerlich veranlasste Gewinnmitnahmen zum Jahresschluss als Hauptgrund gewesen sein.

An der Wall Street gingen die drei US-Leitindizes Dow Jones, NADAQ100 und S&P500 mit leichten Zugewinnen aus dem Handel.

Am Freitag findet an vielen wichtigen Börsenplätzen nur ein verkürzter Handel statt. In Deutschland wird nur bis 14:00 Uhr gehandelt und in Großbritannien zum Beispiel nur bis 13:30 Uhr. Anleger sollten dies bei ihrer Handelsplanung nicht vergessen.

Möglicherweise könnte es auch für den einen oder anderen Anleger noch interessant sein, Gewinne oder Verluste noch in Fiskaljahr 2017 zu tragen. Von der Unternehmensseite werden zum Wochenschluss keine Quartalsmeldungen zu erwarten sein.

Von der volkswirtschaftlichen Datenlage stehen am Morgen um 10:00 Uhr die privaten Kredite für den November und die Geldmenge M3 für den November für die Eurozone zur Veröffentlichung an. Die deutschen Verbraucherpreise werden um 14:00 Uhr publiziert.

Aus den USA wird am Abend noch die Baker-Hughes-Anzahl der aktiven Ölbohrplattformen ausgewiesen. Um 21:30 Uhr folgt schließlich noch der CoT-Bericht der US-Aufsicht CFTC.

Zum Jahresende tendierten die asiatisch-pazifischen Leitindizes gemischt. Der Nikkei225 und der ASX200 geben leicht ab, während die restlichen märkte und die US-Futures zulegen können.

Charttechnik
Dem Deutschen Aktienindex schwinden zum Jahresendspurt die Kräfte. Der DAX schloss am Donnerstag mit einem Minus von 0,69 % bei 12.979,94 Punkten. Der Blick richtet sich auf den Chartverlauf des letzten Monats.

Ausgehend vom Tief vom 01. Dezember bei 12.810,13 Punkten bis zum Zwischenhoch vom 19. Dezember bei 13.338,91 Punkten könnten die nächsten Auf- und Abwärtssequenzen näher zu bestimmen sein.

Die Widerstände wären bei 13.012/13.074/13.137/13.214/13.280/13.339 und 13.398 Punkten zu ermitteln. Die Unterstützungen lägen bei 12.935/12.863/12.810, sowie bei den Projektionen von 12.751/12.685/12.608 und 12.483 Punkten bereit.

Weitere Analysen zum DAX:

DAX: „Runde“ Zahl wieder in Bedrängnis

DAX in Winterstarre

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72,85% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge