DAX30-Index – Bei Kursrücksetzern zugreifen?

ETX Capital: Die Beendigung des QE3-Programms durch die US-Notenbank war von der Mehrheit der Finanzmarktakteure und -analysten erwartet worden und konnte die Märkte bis dato nicht beeindrucken oder nervös machen. Der Kurs des DAX30-Index könnte deshalb an einem Ausbruch über die charttechnische Widerstandszone zwischen den Marken von 9200 Punkten bis 9180 Punkten arbeiten. Die erwähnte Kurszone könnte einen neuralgischen Punkt in dem kurzfristigen Aufwärtstrend des DAX30 darstellen.
 

Aus Sicht der Shorties könnte die erwähnte Widerstandszone eine letzte Bastion vor einem Durchbruch in Richtung Allzeithochs sein. Sollte diese Barriere fallen, dann könnte so mancher Shortie kalte Füße bekommen und sich von seinen Positionen vorerst verabschieden. Das könnte dem DAX30-Index einen extra Schub verleihen, der den Kurs des deutschen Börsenbarometers schnell in den Bereich um 9500 Punkte tragen könnte. Gegen einen schnellen Ausbruch nach oben könnte die aus technischer Sicht überkaufte Situation im DAX30-Index sprechen.
 

Nach unten könnte der DAX30-Index, neben dem EZB-Put, auch von charttechnischer Seite relativ gut abgesichert sein. Die erste charttechnische Unterstützung für den deutschen Leitindex verläuft in der Kursregion um 9000 Punkte. Sollte diese Marke nach einer Korrektur nicht halten, dann könnte die nächste charttechnische Unterstützung bei ca. 8900 Punkten greifen und dem Aktienindex Halt bieten.
 

Für einen weiter steigenden DAX30-Index könnten neben der nach wie vor schlechten Stimmung unter den Anlegern, auch der signifikante Rückgang des Nervositätsbarometers VDAX sprechen. Der VDAX notiert mit 17,55 Prozent zwar immer noch auf einem relativ hohen Niveau, doch  der Index befindet sich in einer intakten Abwärtsbewegung, welche indizieren könnte, dass sich die Lage weitergehend beruhigt.
 

Von Oliver Bossmann

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