DAX30-Index – Bis wohin geht´s?

ETX Capital: Der DAX30-Index konnte in den letzten zwei Tagen gute 300 Punkte oder ca. 3,2 Prozent zurücklegen. Die Gründe für den schnellen Kursanstieg könnten vor allem in den saisonalen Verhaltensmustern von Investoren und Anlegern zu suchen sein. So gesehen könnte momentan die Spekulation auf eine kräftige Jahresendrallye und das sogenannte Window-Dressing im vollen Gange sein.

Mit den weltweiten Notenbank-Puts im Rücken könnte sich so mancher Aktieninvestor, trotz hoher Kursstände des DAX30-Index, relativ sicher fühlen und sich schon mit Blick auf das Jahr 2015 positionieren. Die 30 größten deutschen Unternehmen könnten aus Sicht so mancher Investoren, sollte der EUR/USD-Kurs weiter fallen, noch Potential haben.

Das nächste Ziel des Kursausbruchs aus der etablierten Konsolidierungsspanne könnte also aus charttechnischer Sicht nun die 10.000-Punkte-Marke sein. Aufgrund des saisonalen Effektes könnte der Ausbruch auf der Oberseite gut verteidigt werden. Auch der VDAX New ist auf dem Weg nach unten und signalisiert zunehmend, dass die Nervosität langsam aus dem Markt schwindet.

Aus Sicht eines Traders könnte in der momentanen Situation jedoch Vorsicht geboten sein. Der DAX30-Ausbruch auf der Oberseite des Konsolidierungskanals, der in den letzten Wochen ausgebildet wurde und zwischen den Marken von 9500 Punkten und 9150 Punkten verläuft, hat sich noch nicht etabliert.

Wenn man von einem Kursziel von 10.000 Punkten ausgeht und den Stopp auf die untere Seite des Konsolidierungskanals legen wollte, dann ergäbe sich ein Kurs-Chance-Verhältnis (CRV) von ca. 1. Der gleiche Trade hätte vor zwei Tagen noch ein CRV von ca. 4 gehabt. Sollte der DAX30-Index in den nächsten Handelstagen nochmals in den alten Konsolidierungskanal eintauchen, dann könnten sich jedoch neue Chancen auf der Long Seite eröffnen.

 

Von Oliver Bossmann

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