DE30: BASF nach Gewinnwarnung unter Druck

XTB: Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich seit dem letzten US-Arbeitsmarktbericht deutlich verändert. Die Märkte scheinen eine Geisel der Zentralbanken zu sein, und das ist zweifellos in den USA der Fall. Infolgedessen sind für die Marktteilnehmer positive Konjunkturdaten schlechte Daten, da sie die Chance auf monetäre Impulse kurzfristig verringern. Deshalb konnte man in den letzten Tagen Kursrückgänge an der Wall Street, steigende US-Anleiherenditen und eine Aufwertung des US-Dollars beobachten. In Zukunft besteht weiterhin ein Risiko eines Handelskonfliktes zwischen den USA und China, auch wenn beide Seiten voraussichtlich diese Woche ein Telefonat führen werden.

In der Zwischenzeit könnten die jüngsten Informationen des US-Handelsministeriums über mögliche neue Zölle auf importierten Baustahl aus Mexiko und China von den Märkten als Warnsignal betrachtet werden, dass die bevorstehende Verhandlungsrunde möglicherweise nicht reibungslos verläuft.

Infolgedessen haben sich die europäischen Aktienmärkte weitgehend zurückgezogen und folgten damit der Entwicklungen der heutigen Asien-Sitzung. Nach der ersten Handelsstunde ist der DE30 mit einem Minus von mehr als 1% der größte Verlierer.  Die Futures des S&P 500 deuten ebenfalls auf eine tiefer Eröffnung hin (-0,4%).

 

Die technische Lage des DE30 beginnt sich zu verschlechtern, da der Kurs versucht, die untere Grenze des bullischen Trendkanals zu durchbrechen. Dieser Bereich wird auch durch den 60er SMA im 4-Stundenchart unterstützt. Ein Schlusskurs unterhalb dieses Niveaus könnte mit mehr Abwärtsdruck verbunden sein. Stärkere Unterstützung könnte man erst um die 12.200 Punkte-Marke finden. Quelle: xStation 5

 


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Die Aktien von Covestro (1COV / WKN: 606214) und BASF (BAS / WKN: BASF11) stechen aufgrund von Kursrückgängen um die 6% heraus. Bei BASF kann der Einbruch auf die veröffentlichte Gewinnwarnung zurückgeführt werden. Der weltweit größte Chemiekonzern hat seine eigene EBIT-Prognose für 2019 (inklusive Sondereinflüsse) gegenüber dem Vorjahr um 30% reduziert.

Der Hauptgrund sind die Handelskonflikte, schrieb das Unternehmen in seiner Erklärung vom Montag. Ebenfalls hinzugefügt wird, dass die globale Industrieproduktion in den ersten sechs Monaten 2019 um rund 6% zurückgegangen ist.

Die Underperformance von Covestro könnte ebenfalls mit der heutigen Enthüllung von BASF verbunden sein.  Darüber hinaus ist anzumerken, dass BASF durch JPMorgan auf „Neutral” herabgestuft wurde, sodass auch Herabstufungen für Konkurrenten wie Covestro, Bayer und andere zu erwarten wären, zumindest scheinen Anleger darauf zu setzen.

 

BASF und Covestro führen am Dienstag die DE30-Verluste an. Quelle: Bloomberg


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