Der DAX will wieder nach oben – Gespanntes Warten in Asien

Bernstein Bank: Gewinne am Frankfurter Aktienmarkt: Der DAX hat das gestrige kleine Abwärtsgap umgehend wieder geschlossen. An einem nachrichtenarmen Tag sorgte vor allem die Kehrtwende an der Wall Street für gute Laune.

Frankfurt zieht an
Erholung an der deutschen Börse: Der deutsche Leitindex hat bis Freitagmittag wieder einiges an Boden gut gemacht. Der DAX verbuchte ein Plus von 1,3 Prozent auf 13.561 Zähler. Somit wurde die kleine Kurslücke zwischen 13.498 und 13.486 Punkten umgehend wieder geschlossen.

Ein durchaus bullishes Signal.

Doch wird die Erholung tragen?

Vor dem Wochenende erscheint das recht optimistisch.

 

Wenig News am Freitag
Nachrichten waren eher Mangelware. Nach dem Nasenstüber aus den USA in Sachen drohender Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf europäische Autos verbreitete Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erst einmal Optimismus. Im Gespräch mit den US-Sender CNBC sagte er, er sei keinesfalls pessimistisch wegen der Aussichten auf einen Handelsdeal zwischen Europa und den USA.

Die gestrige EZB-Sitzung wurde auf dem Parkett positiv aufgenommen, da der Leitzins wie erwartet auf Null bleibt. Für Grübeln sorgte die Vergrünung der Europäischen Zentralbank: EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, in Zukunft werde in der Geldpolitk wesentlich stärker der Klimawandel als Einflussfaktor einbezogen werden.

Was soll das konkret heißen und wie soll das gehen?

Will die Notenbank die Zinsen senken, sobald die Regierungen Milliarden in die Umweltpolitik pumpen?

Das sieht doch nach einem Freibrief für die Regierungen aus, die Steuern zu erhöhen – die EZB wird mit Niedrigzinsen schon gegensteuern.

 


 

Gespanntes Warten in Asien
Die Anleger in Asien hielten sich vor dem Wochenende zurück. Der Hang Seng in Hong Kong schloss mit einem minimalen Gewinn von 0,2 Prozent bei 27.950 Zählern. Und der Nikkei ging 0,1 Prozent fester bei 23.827 Stellen ins Weekend.

Die Börsen auf dem chinesischen Festland blieben wegen des bevorstehenden Neujahrsfests am Samstag geschlossen – und die Anleger hatten gestern schon mit heftigen Verkäufen erst einmal ihr Geld in Sicherheit gebracht.

In den kommenden Tagen dürften die Börsianer den weiteren Verlauf des Corona-Virus im Auge behalten. Die Analysten der National Australia Bank glauben, dass die Lungenkrankheit die Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte im ersten Quartal um 1 Prozent drosseln könnte.

Und Guan Yi, Direktor des State Key Laboratory of Emerging Infectious Diseases an der Hong Kong University sagte dem Finanzmagazin „Caixin“, dass die aktuelle Seuche zehnmal schlimmer sein könnte als der Ausbruch von SARS im Jahr 2003, als 800 Menschen starben.

 

Resident Evil in Wuhan
Kleines gruseliges Factlet am Rande: Offenbar imitiert aktuell die Realität die Fiktion. Denn laut dem Finanzblog ZeroHedge dürfte Wuhan das echte Racoon City aus dem Horror-Streifen „Resident Evil“ sein. Möglicherweise entkam das Virus aus dem auf hochgradig gefährliche Viren spezialisierten National Bio-Safety Laboratory; das Labor war vor drei Jahren schon einmal von „Nature“ portraitiert worden.

Derweil hat China die 11-Millionen-Metropole Wuhan und weitere Städte abgeriegelt – eine historisch beispiellose Quarantäne. Inzwischen sind rund 40 Millionen Menschen in China von Reiserestriktionen betroffen.

Bei über 830 Menschen wurde der Erreger nachgewiesen, die Zahl der Todesopfer stieg nach offiziellen Angaben auf 26.

Dennoch hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie noch nicht als internationalen Gesundheitsnotstand eingestuft.

 


 

Intraday Reversal in New York
Die Wall Street hatte am Donnerstag auf hohem Niveau konsolidiert – die Kurse legten im späten Handel eine nette Aufholjagd hin. So schloss der Dow Jones Industrial nur noch bei minus 0,1 Prozent und 29.160 Zählern. Der Nasdaq Composite drehte sogar in die Gewinnzone und legte 0,2 Prozent auf 9.402 Stellen zu. Der S&P 500 machte ebenfalls seine frühen Verluste wett und gewann 0,1 Prozent auf 3.326 Punkte.

 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender ist zum Ende der Woche recht übersichtlich.

So läuft um 15.45 Uhr in den USA der Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe und Service Markit im Januar über die Ticker.

In Davos endet das Weltwirtschaftsforum.

 

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