Deutschland bleibt Bargeldland – mobiles Bezahlen auf dem Vormarsch

Bankenverband: Deutschland hängt weiter am Bargeld: Mehr als die Hälfte der Bundesbürger kann sich einer Umfrage zufolge nicht vorstellen, auf Münzen und Scheine zu verzichten.

Zugleich aber wächst der Anteil derjenigen, die ausschließlich mit Karte und mobil mit dem Handy bezahlen wollen: 44 Prozent der Bundesbürger würden nach eigener Aussage inzwischen auch komplett auf Bargeld verzichten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Digitalverbandes Bitkom, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

“Schon bald werden sich auch bei uns digitale Bezahlformen durchsetzen”, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Umfrage zufolge hat fast jeder Dritte bereits mindestens einmal mit dem Handy oder einer Smartwatch bezahlt – vor allem im Supermarkt. Wer noch nicht mobil bezahlt, hat der Umfrage zufolge häufig Sicherheitsbedenken.

 

 

Verbraucherministerin Katarina Barley forderte Anbieter von mobilen Bezahldiensten auf, Datensicherheit von Anfang  an zu berücksichtigen. “Verbraucherinnen und Verbraucher werden neue Bezahlmethoden erst akzeptieren, wenn sie ihnen vertrauen und das Bezahlen damit gleichzeitig unkompliziert möglich ist”, sagte sie.

Mehr als jeder vierte Verbraucher hat der Studie zufolge Bedenken, was mit seinen Daten passiert, wenn er mobil bezahlt. Fast die Hälfte der Bundesbürger geht davon aus, dass Bargeld in 5 bis 10 Jahren nicht mehr das dominierende Zahlungsmittel in Deutschland sein wird.

Laut einer unlängst von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Studie nutzten 2017 erst 5 Prozent der Befragten Apps zum Bezahlen. Im Sommer 2018 wurde Google Pay in Deutschland eingeführt, im Dezember das Konkurrenzprodukt Apple Pay. Experten zufolge dürfte der Markt damit deutlich in Fahrt kommen.

 

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