Die Anleger in Frankfurt zögern

Bernstein Bank: Leichter Rücksetzer an der deutschen Börse. Trotz positiven News in Zeiten von Corona: Die Geldflut bleibt den Anlegern erhalten – und zwar sowohl in den USA als auch in China. Ein perfektes Umfeld für Aktien. Und auch für Edelmetall.

Gerade meldete sich ein Investor mit einem Kursziel von 10.000 Dollar je Unze zu Wort.

 

Broker in Frankfurt warten ab
Kaum Bewegung auf der Handelsplattform: Der DAX hat leicht zurückgesetzt. Am Vormittag hielt sich der Kursindikator 0,3 Prozent im Minus bei 13.751 Zählern. Auch die US-Futures bröckelten mit 0,1 Prozent moderat ab. Die Anleger konzentrierten sich zunächst auf widersprüchliche Infos aus China.

 

Gewinne an den asiatischen Börsen
Für hochgezogene Augenbrauchen sorgte zunächst eine erneut geänderte Zählweise in Sachen Corona. Dementsprechend herrschten Zweifel an der Zahl der gesunkenen Neuinfektionen in China. Außerdem meldete Südkorea einen deutlichen Anstieg bei Covid-19. Dennoch kletterte der Nikkei in Tokio um 0,3 Prozent auf 23.479 Zähler – der schwache Yen stützte die Exportwerte.

Aus einem ganz anderen Grund zog der Red-Chips-Index CSI-300 in China kräftig an – er verbuchte in Plus von 2,3 Prozent auf 4.147 Zähler.

 

Chinas Notenbank senkt die Zinsen
Peking stützt die von der Epidemie getroffene heimische Wirtschaft durch eine weitere Zinssenkung. So reduzierte die Notenbank den einjährigen Referenz-Zinssatz Loan Prime Rate (LPR) von 4,15 auf 4,05 Prozent. Der fünfjährige Zins wurde von 4,8 auf 4,75 Prozent gesenkt.

Gerade erst hatte die People’s Bank of China den Zins für mittelfristige Darlehen (MLP) um zehn Basispunkte auf 3,15 Prozent nach unten gesetzt.

 


 

Federal Reserve stützt den Markt
Billiges Geld bleibt auch den Anlegern in den USA erhalten. So wird die Federal Reserve an ihrer Geldpolitik festhalten. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) haben sich konkret für die Beibehaltung der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung für eine „gewisse Zeit“ ausgesprochen, heißt es den gestern Abend veröffentlichen Protokollen der Zinssitzung vom 28. und 29. Januar.

Gleichzeitig verwiesen die Herren des Geldes auf globale Entwicklungen wie den Corona-Virus – die Fed steht also bereit, notfalls einzugreifen.

Zudem wird sich das US-Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Fed mit moderatem Tempo fortsetzen.

 

Schon wieder neue Rekorde in den USA

Ergo zogen die US-Aktien gestern weiter nach oben. Sowohl die Hightech-Indizes an der Nasdaq und auch der S&P 500 kletterten auf Allzeithochs. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,5 Prozent auf 3.386

Stellen. Und der Nasdaq Composite verbuchte ein Plus von 0,9 Prozent auf 9.817 Zähler. Der Dow Jones Industrial stand zur Schlussglocke 0,4 Prozent höher bei 29.348 Punkten.

 

Super-Bulle sieht Gold bei 10.000 Dollar

Interessanterweise spült die Geldflut der Notenbanken zurzeit vor allem die Aktien nach oben. Gold ziert sich jedoch noch. Das könnte sich ändern, wie das grandiose Blog „Valuewalk“ anmerkte. Demnach hält Investor Daniel Oliver von Myrmikan Capital einen Goldpreis von 10.000 Dollar je Feinunze für möglich. Zwar nannte der Anleger keinen konkreten Zeitpunkt; doch werde es in der nächsten oder übernächsten Finanzkrise so weit sein. Schon jetzt habe die Fed all das Papiergeld gedruckt, welches das Edelmetall auf diese Marke hieven könnte.

Oliver verwies auf die Siebziger Jahre: Seitdem hätten sich die Goldreserven in den USA relativ konstant gehalten. Zugleich habe die Fed mit dem Kauf enormer Mengen an Staatsanleihen begonnen.

In der Finanzkrise 2008 habe die Fed neue Dollars ausgegeben, um zur Rettung des Marktes Treasuries und mit Immobilien unterlegte Anleihen zu kaufen.

In der nächsten Panik werde es nicht reichen, Banken zu retten, sondern dann müssten auch die Zinsen kräftig gesenkt werden.

Wir sind gespannt.

 


 

Das bringt der Tag

Um 14.30 Uhr steht in den USA der Philly-Fed-Index für Februar an.

Und um 16.00 Uhr folgt das Verbrauchervertrauen.

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