Handelsspannungen, EM-Stress & Brexit

London Capital Group: Die Handelsspannungen und die Aussicht auf höhere Fremdkapitalkosten in den USA verhinderten signifikante Gewinne an den US-Börsen und führten über Nacht zu einem gemischten Handelsschluss an der Wall Street. Während der S&P eine viertägige Verlustserie beenden konnte und 0,2% höher schloss, und der Nasdaq sich nach dem beendeten Ausverkauf der Technologieaktien nach Norden bewegte, schloss der Dow an diesem Tag mit einem Verlust von 0,2%.

Der Dollar, der oftmals von den eskalierenden Handelskriegsängsten profitiert hat, hatte es infolge fehlender neuer Entwicklungen ebenfalls schwer.

Die Schwäche der Schwellenländer verfolgt die Händler weiterhin, da die EM-Währungen noch immer Anzeichen von Schwäche zeigen, wohingegen sich der US-Dollar mit den Aussichten auf höhere Zinsen weiter stark zeigt. Ein breiter Index der EM-Währungen sank auf ein 16-Monatstief, und die indische Rupie fiel auf den tiefsten Stand aller Zeiten.

Pfund weitet Brexit-Gewinne über Nacht aus
Das Pfund konnte sich über Nacht verbessern, nachdem das BIP besser als erwartet ausgefallen war und es eine optimistische Brexit-Stimmung gab, nachdem Michel Barnier signalisiert hatte, dass in 6-8 Wochen eine Brexit-Vereinbarung getroffen werden könne. Dies ist zwar eindeutig ein großer Vertrauensbeweis dafür, dass ein Brexit-Abkommen mit Brüssel zustande kommt, aber die Pfund-Händler haben sich nicht allzu sehr engagiert, weil im Inland doch noch ein langer Weg zu gehen ist.

Selbst wenn Theresa May und Brüssel sich auf einen Brexit-Vertrag einigen würden, müsste dieser noch dem Parlament vorgelegt werden, was angesichts der derzeitigen großen Kluft eine sehr anspruchsvolle, wenn nicht gar unmögliche Aufgabe sein könnte.

Die Entwicklung des Brexit wird im Rampenlicht bleiben, auch nachdem Michel Barnier ein Ende in Sichtweite gebracht hat, aber die Händler werden auch auf die Daten zum durchschnittlichen Lohnanstieg im Vereinigten Königreich achten. Während der Lohnanstieg im Juni bestenfalls enttäuschend ausgefallen war, hoffen die Händler, dass die Dynamik von einer Reihe starker Daten dazu beitragen könnte, den durchschnittlichen Lohnanstieg für Juli zu erhöhen.

 

 


 

 

UK Durchschnittslöhne im Fokus
Es wird erwartet, dass der durchschnittliche Wochenverdienst in den drei Monaten bis Juli auf 2,5% gestiegen ist, nach 2,4% im Juni. Und auch die Löhne ohne Boni sollten in den drei Monaten bis Juli auf 2,8% gestiegen sein, gegenüber 2,7% im Juni. Doch bei einer Inflation im Juli von 2,5% ist klar, dass der Druck auf den Verbraucher nach wie vor hoch ist.

Investoren werden hoffen, dass die Daten der durchschnittlichen Wochenverdienste über der Inflation liegen, doch das könnte immer noch eine große Frage sein.

Angesichts einer besser als erwarteten BIP-Veröffentlichung in der vorangegangenen Sitzung und einer Rekordproduktion im Baugewerbe, könnte eine Erhöhung der Löhne eine gute Vorlage für die BoE vor ihrem Treffen am Donnerstag sein. Obwohl von dem Treffen keine Änderung der Politik erwartet wird – nachdem die Zentralbank die Zinsen im August angehoben hat – könnten starke Daten und der Optimismus zum Brexit wieder mehr Falken mobilisieren.

Das stärkere Pfund sorgte dafür, dass der FTSE in der vorangegangenen Sitzung hinter seinen Vergleichsindizes zurückgeblieben ist, ein Muster, das sich zur Eröffnung wiederholen wird. Der FTSE sollte freundlich eröffnen, doch wiederum etwas schwächer als die übrigen Indizes.

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