Draghi zieht den DAX nach oben

Bernstein Bank: Gottgleich greift Mario Draghi in den Aktienhandel ein: Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, falls es nötig sein sollte. Die Börse applaudiert. Derweil verdichten sich die Anzeichen dafür, dass China in Kürze einen Gegenschlag im Zollstreit mit den USA vorbereitet.

Lockere Geldpolitik voraus
Wenn der Herr des Geldes spricht, dann wird die Chartanalyse sinnlos. Gerade noch wollte der DAX unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt bei 12.086 Zählern abrutschen, auf dem der Index jüngst so schön voran gehangelt war. Da sorgte Draghi für ein moderates Plus von 0,8 Prozent.

Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern, sei eine zusätzliche Lockerung notwendig, kündigte Draghi auf der EZB-Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra an. Und weiter: Zusätzliche Zinssenkungen und weitere Anleihekäufe seien denkbar, sie gehörten zum Instrumentenkasten der EZB.

Als Reaktion rutschte in Deutschland die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein neues Rekordtief. Wir sagen es doch immer: Behalten Sie unbedingt Ihre regelmäßigen Markt-Updates im Blick. Das Geschehen auf dem Parkett verändert sich ständig. Die negativ ausgefallenen ZEW-Konjunkturerwartungen rückten angesichts der EZB in den Hintergrund, vielmehr stützten sie die Zinsfantasie noch.

 


 

Asien ohne klare Tendenz
Auch in Asien war zuvor die Geldpolitik das dominierende Thema gewesen. Viele Broker warteten auf die US-Notenbanksitzung am Mittwoch. Zwar erwarten die wenigsten Akteure aktuell eine Zinssenkung; doch hoffen viele Anleger, dass Fed-Chef Jerome Powell Andeutungen in diese Richtung macht. Der chinesische CSI-300 kletterte um 0,4 Prozent auf 3.668 Stellen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss dagegen 0,7 Prozent schwächer bei 20.973 Zählern.

 

Wall Street lustlos
Auch in New York hatten sich die meisten Anleger vor der Fed-Sitzung im Seitenaus gehalten. Der Dow-Jones-Index zog um minimale 0,1 Prozent an auf 26.112 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stieg ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2.889 Zähler. Und der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,6 Prozent auf 7.845 Punkte.

 

Öl und Seltene Erden im Fokus
Derweil meldete das „Wall Street Journal“ eine interessante Entwicklung vom Ölmarkt. Saudi-Arabien setze sich innerhalb der OPEC für eine Förderkürzung im zweiten Halbjahr ein, berichtete das Blatt unter Berufung auf Insider. Und China macht derzeit die Waffen scharf im drohenden Handelskrieg mit den USA. Die Nationale Entwicklungs – und Reformkommission (NDRC) bereitet Einschnitte im Export von Seltenen Erden vor. Dies sei das Ergebnis von Gesprächen mit Verantwortlichen in der chinesischen Rare-Earth-Industrie, hieß es gestern vor der Presse.

 


 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender ist am heutigen Dienstag ansonsten dünn gefüllt. Für Aufsehen dürften allenfalls die US-Baubeginne und -Genehmigungen um 14.30 Uhr sorgen.
Die Bernstein-Bank wünscht erfolgreiche Trades!

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