Ein rätselhafter Rücksetzer

Bernstein Bank: Was war denn das? Die Wall Street war gestern innerhalb weniger Minuten drastisch abgetaucht. Und damit hatte sie den DAX mit nach unten gezogen. Der Index schloss am Tagestief. Die üblichen Verdächtigen – China und Corona – greifen als Erklärung zu kurz.

Broker haben eine Vermutung – und der DAX wagt am Freitag die Stabilisierung.

 

Der DAX fängt sich
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Freitagmittag robust: Zunächst setzte der DAX zurück bis auf 13.576 Punkte. Zuletzt hielt er sich aber nur noch 0,1 Prozent im Minus bei 13.658 Zählern. Und das, obwohl die US-Futures gut 0,4 Prozent im Minus notierten.

Gold war unterdessen gefragt:
Das Edelmetall verteuerte sich 0,8 Prozent auf 1.635 Dollar; gerade markierte es mit knapp 1.516 Euro ein neues Rekordhoch.

 

Immer neue Corona-Warnungen
Neben einer Infektionswelle in chinesischen Gefängnissen sorgt nun auch Südkorea für neue Skepsis in Sachen Covid-19. Tatsächlich warnen immer mehr Firmen und Institutionen vor den Folgen. So schickte Maersk, die größte Container-Shipping-Firma der Welt, wegen China eine Gewinnwarnung aus. Die paralysierten chinesischen Fabriken würden der Weltwirtschaft schaden.

Goldman Sachs warnte, der Aktienmarkt unterschätze die Folgen des Virus. Morgan Stanley konnte sich einen „Factor Crash“ vorstellen und JPMorgan raunte, „this bubble will collapse.“

Doch Corona alleine greift zu kurz für den gestrigen überraschenden Rücksetzer – es kann kaum sein, dass viele Broker alle auf einmal neue Sorgen in Trades umsetzen.

 


 

Seltsames Timing des Mini-Crashs
Einige Börsianer in den USA verwiesen auf den auffälligen Zeitpunkt des gestrigen kleinen Flash-Crashs: Genau zum Börsenschluss in Europa tauchten die Kurse ab, bevor Schnäppchenjäger an der Wall Street wieder zugriffen. Verkauft wurden vor allem Aktien, die jüngst stark haussiert hatten – Börsenstars wie Tesla, Virgin Galactic, Plug Power, Facebook, Apple oder Alphabet.

Umgehend kursierten Spekulationen, dass ein großer europäischer Fonds oder eine EU-Bank dringend frisches Geld braucht. Droht da etwa eine Schieflage eines wichtigen Institutionellen auf dem alten Kontinent?

Wir raten dringend:
Behalten Sie den direkten Marktzugang offen und die regelmäßigen Markt-Updates im Blick.

Falls es knallt, brauchen Sie außerdem einen leistungsfähigen Broker mit Bafin Lizenz.

 

Rücksetzer in den USA
So schloss der Dow Jones Industrial am Donnerstag 0,4 Prozent schwächer bei 29.220 Zählern. Zwischenzeitlich rutschte der Dow unter 29.000. Auch der S&P 500 gab zum Schluss 0,4 Prozent nach auf 3.373 stellen.

Und der Nasdaq 100 verlor um 0,9 Prozent auf 9.627 Stellen.

Starke US-Wirtschaftsdaten rückten in den Hintergrund – so überzeugte der Philly-Fed-Index.

 


 

Asienbörsen ohne klare Tendenz
Am Freitag zeigten die Aktienmärkte in Asien keine klare Tendenz.

Im Reich der Mitte schloss der CSI-300 am Morgen 0,1 Prozent fester bei 4.150 Zählern.

In Tokio verabschiedet sich der Nikkei-Index 0,4 Prozent leichter bei 23.386 Punkten.

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