Emerging Markets-Unternehmensanleihen: Fundamentaldaten und Makro-Umfeld stützen Bewertungen

Der Ausblick für Unternehmensanleihen aus Schwellenländern bleibt positiv. Diese Meinung vertritt Denise Simon, Portfoliomanagerin/Analystin im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management. Die Anlageklasse biete weiterhin attraktive laufende Erträge. Gleichzeitig bestehe noch etwas Potenzial für weitere Spreadeinengungen bei Schwellenländeranleihen relativ zu US-Unternehmensanleihen.

„Mit Ausnahme einiger Emittenten aus der Chemiebranche sind die Unternehmensfundamentaldaten insgesamt weiterhin solide und bewegen sich am oberen Ende der historischen Bandbreite“, analysiert Simon. Auch das Makro-Umfeld sei unterstützend. „Viele Entwicklungs- und Schwellenländer verzeichnen ein angemessenes Wirtschaftswachstum, eine gedämpfte Inflation und profitieren von stärkeren Währungen.“

In einigen Ländern verbessern sich die fundamentalen Trends nach einer Phase erhöhter Belastung, andere könnten von Wahlen profitieren, die in Lateinamerika zu wirtschaftsfreundlicheren Regierungen führen könnten.

 

Neuemission sorgen für Gegenwind

Auch die Erwartung stabiler bis sinkender US-Zinsen sei unterstützend für Schwellenländeranleihen. Diese dürften laut Simon aufgrund technischer Faktoren von höheren Renditen und Spreads in den Schwellenländern im Vergleich zu den USA profitieren.

Eine steigende Nachfrage nach Anlagen außerhalb der USA sei ebenfalls positiv. Simon weist jedoch darauf hin, dass Gegenwind durch eine Belebung der Neuemissionstätigkeit zeitweise möglich sei.

 

Fazit

Auch wenn das allgemeine Spreadniveau am unteren Ende der historischen Spannen liege und das durchschnittliche Kurspotenzial begrenzen könne, stützten Fundamentaldaten und das gesamtwirtschaftliche Umfeld diese Spreads. Zudem könnten Unterschiede bei den Spreads einzelner Anleihen Chancen durch gezielte Einzeltitelauswahl eröffnen.

„Darüber hinaus erwarten wir, dass sowohl Neuemissionen als auch unterjährige Volatilität potenzielle Alphaquellen bieten“, sagt Simon. Gleichzeitig gibt sie zu bedenken, dass der geringere Spreadpuffer die Fehlertoleranz reduziere und daher weiterhin eine sorgfältige Kreditauswahl sowie ein aktives Portfoliorisikomanagement erforderlich mache.

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