EZB-Vorschau: Könnte der Euro in Gefahr sein?

XTB:

  • EZB-Sitzung (Donnerstag, Zinsentscheid 13:45 CET, Konferenz 14:30 CET) ist das wichtigste Ereignis im Oktober
  • Es wird erwartet, dass die Zentralbank das QE-Programm um weitere 9 Monate verlängert, der Umfang der Käufe soll jedoch reduziert werden
  • Ein Abbau des Anleihekaufprogramms könnte starke Marktbewegungen im EURUSD und DE30 auslösen

Die kommende EZB-Sitzung ist bei Weitem das wichtigste Ereignis im Oktober. In dieser Analyse werden wir auf die Bedeutung der Entscheidung eingehen und mögliche Marktszenarien aufzeigen.

Des Weiteren werden wir einen Blick auf den EUR/USD  und den DE30 werfen, bei denen es womöglich zu größeren Marktbewegungen kommen könnte.

Warum ist die EZB-Sitzung so bedeutend?
Die EZB wird über die zukünftige Geldpolitik entscheiden. Der Zinssatz spielt für Währungen als auch für Aktienentwicklungen eine wichtige Rolle. Märkte reagieren meist sehr sensibel auf geldpolitische Kursänderungen von Zentralbanken.

Die Konjunktur im Euroraum hat sich jedoch in diesem Jahr wieder sehr gut erholen können. Zurückzuführen ist dies auf die lockere Geldpolitik der EZB, in Form von niedrigen Zinsen und eines Anleihekaufprogramm mit einem monatlichen Umfang von 60 Milliarden Euro.

Dies soll sich im nächsten Jahr ändern. Allerdings verfügen Investoren bislang nicht über genauere Informationen, daher wird der EZB-Sitzung eine so große Bedeutung zugesprochen. Üblicherweise wirken sich Erwartungen an höhere Zinsen positiv auf die Währung aus, jedoch nicht so sehr auf die Aktienmärkte.

Was erwarten die Märkte?
Es ist zu erwarten, dass die EZB ihr QE-Programm um weitere 9 Monate verlängert (bis Ende September 2018). Allerdings soll der monatliche Umfang der Anleihekäufe auf 20 bis 40 Milliarden Euro reduziert werden.

Offensichtlich ist dies eine sehr breite Spanne, daher wird die Entscheidung die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen (40 Milliarden wäre eine dovishe Entscheidung, 20 Milliarden eine hawkishe und 30 Milliarden eine neutrale).

Außerdem wird erwartet, dass die EZB den Investoren versichert, dass es nach Ende des QE-Programms länger keine weitere Zinserhöhung geben wird. Außerdem hat sich die Zentralbank nicht festgelegt, dass QE-Programm nach den weiteren 9 Monaten endgültig zu beenden.

Ein mögliches dovishes Überraschungsszenario
Es sieht so aus als wären die Markterwartungen an die Geldpolitik der EZB relativ dovish. Könnte die Zentralbank dies bestätigen? Es gibt zwei Möglichkeiten. Die EZB könnte eine Erweiterung des QE-Programms bis Ende 2018 ankündigen.

Auch wenn die Anleihekäufe deutlich kleiner ausfallen, könnten sich die Märkte nahezu sichern sein, dass eine Zinserhöhung ins Jahr 2019 verschoben werden würde. Die EZB könnte ebenfalls eine Erweiterung ankündigen, den Investoren allerdings weitere Details vorenthalten.
Ein mögliches hawkishes Überraschungsszenario
Anzumerken ist, dass die Fed bei der Ankündigung des Programmabbaus klar gemacht hat, dass alle Anleihekäufe gleichzeitig gestoppt werden.

Von der EZB wird dies jedoch nicht erwartet, da diese sich vermutlich eine mögliche Erweiterung offen lassen möchte. Würde die EZB sich für das Ende des QE-Programms aussprechen, könnte sie ein klares hawkishes Signal aussenden.

EUR/USD
Im Tages-Chart befindet sich der EUR/USD nicht mehr in einem Aufwärtstrend. Die Trendlinie wurde bereits im September durchbrochen und es könnte sich möglicherweise eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation bilden.

Allerdings war die Unterstützung (Nacken der Formation) bei 1,1670 relativ stark. Sollte die EZB-Sitzung diese Formation auslösen, wäre eine Bewegung in Richtung der 1,14-Marke nicht auszuschließen.


Die Entscheidung der EZB könnte für massive Bewegungen im EURUSD sorgen, da eine Kopf-Schulter-Formation sich bilden könnte. Quelle: xStation 5

DAX:
Nach einem Anstieg in Richtung der 13.000 Punkte am Anfang Oktober, blieb der DE30 in einer engen Konsolidierung. Manche Trader könnte dies als Zeichen der Schwäche interpretieren.

Bei der vergangene Konsolidierung um die 12.600 Punkte-Marke gab es jedoch einen Durchbruch nach oben. Wir können ebenfalls eine starke Unterstützung bei der 12.900-Marke erkennen. Verkäufer sollte daher vorsichtig sein, sollte diese durchbrochen werden.


Der DE30 steckt in einer Konsolidierung fest. Sollte der Euro nach der EZB-Sitzung an Wert gewinnen, könnte diese jedoch gebrochen werden. Quelle: xStation 5

Weitere Analysen zum EUR/USD und DAX:

25.10. – EUR/USD: Goldmonat für den Dollar

24.10. – EUR/USD: Gleich mehrere Faktoren belasten

25.10. – DAX: Nicht allzu viel Bewegung

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