flatex-markets: Vola auf dem Rückzug

Der DAX tritt derzeit auf der Stelle – genau wie die deutsche Fußballnationalmannschaft, die gestern gegen Argentinien enttäuschend 1:3 verloren hat. Kein Fortschritt zum enttäuschenden Halbfinalaus bei der Europameisterschaft im Juni. So ähnlich verläuft der Börsenmonat August, der allerdings für seinen lauen Sommerhandel bekannt ist. Der ruhige Handel hat den Volatilitätsindex VDAX-New wieder auf die Marke von rund 20 Prozent fallen lassen.

Auf diese Marke sollten Anleger achten. In diesem Jahr ist das Barometer für die Schwankungsintensität des Aktienmarktes zwei Mal unter die 20 Prozentmarke gefallen: Mitte März und Mitte Juli. In beiden Fällen verlor der DAX anschließend. Nun wiederholt sich die Vergangenheit nicht zwangsläufig, aber sollte der VDAX-New weiter unter 20 Prozent fallen, könnte das zumindest ein erstes Warnsignal sein. Aber noch sind die Anzeichen widersprüchlich.

Die jüngsten globalen Konjunkturdaten fallen zwar negativ aus, sind aber häufig nicht so miserabel wie die Erwartungen. Gleichzeitig sinkt damit die Hoffnung, dass die Notenbanken – vor allem US-Fed – weitere geldpolitische Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Und auch die Unternehmensmeldungen haben zuletzt wieder Freude bereitet. Gestern nach Börsenschluss hat Technologiegigant Cisco ein besser als erwartetes Ergebnis erzielt sowie eine Dividendenerhöhung um 75 Prozent angekündigt. Die Aktie klettert nachbörslich um mehr als vier Prozent nach oben, gab zuletzt aber etwas nach. In Asien sind die Märkte heute früh freundlich.

Insbesondere in Japan, wo ein schwacher Yen die Exportfirmen unterstützt hat. Der chinesische Aktienmarkt konnte dagegen nur moderat profitieren, da die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in das Reich der Mitte im Juli kräftig nachgelassen haben (minus 8,7 Prozent im Jahresvergleich). Für den DAX bedeutet dies vorbörslich dennoch eine freundliche Tendenz zum gestrigen Schlusskurs.

Von Bedeutung dürften heute die Wirtschaftsdaten aus den USA sein. Nachdem gestern der Empire State Index im August zum ersten Mal seit Oktober 2011 im Minus landete, richten sich die Blicke heute auf den Philly Fed-Frühindikator, der um 16 Uhr veröffentlicht wird. Vorher sind die Baubeginne und Baugenehmigungen sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dran (14.30 Uhr). In Europa werden die Verbraucherpreise im Juli bekannt gegeben (11 Uhr), die im Jahresvergleich unverändert erwartet werden.

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