Fragile Stimmung; Verhaftung von Huawei CFO verunsichert

London Capital GroupDie asiatischen Märkte und die US-Futures brachen über Nacht ein, als bekannt wurde, dass die CFO von Huawei in Kanada verhaftet worden war und an die USA zurückgeschickt werden soll.  Die CFO Wanzhou Meng wurde wegen angeblicher Verletzung der iranischen Sanktionen verhaftet. China kritisierte die USA und Kanada für die Verhaftung und forderte ihre sofortige Freilassung.

Die Händler sind umgehend wieder aus den risikoreicheren Anlagen ausgestiegen, da die Nerven blank liegen, dass die Verhaftung die Spannungen zwischen den USA und China wieder verschärfen könnte.

Der Zeitpunkt der Verhaftung ist dabei bemerkenswert. Die Märkte sind aufgrund der umgekehrten US-Zinskurve bereits super nervös, da sie das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Die Beziehungen zwischen den USA und China sollten nach dem produktiven G20-Gipfel eigentlich auf dem Weg der Besserung sein. Die Verhaftung hat jedoch das Potenzial, die sehr fragilen Beziehungen zwischen den USA und China zu zerrütten, was die globalen Handels- und Wachstumssorgen weiter belasten wird.

Es sieht so aus, als ob trotz der jüngsten starken Ausverkäufe die Talsohle nicht in Sicht ist und die Märkte weiter fallen müssen.

Die großen Ausschläge der letzten Zeit sind repräsentativ für einen sehr nervösen Markt.

 


 

OPEC beschneidet Trumps Wünsche
Das Öl bewegte sich im frühen Handel rückläufig und baute die Verluste aus der vorangegangenen Sitzung aus, da die Anleger auf das OPEC-Treffen warten. Dies ist das am meisten mit Spannung erwartete OPEC-Treffen seit einiger Zeit und hat das Potenzial, ein hochpolitisches Treffen zu werden.

Es wird allgemein erwartet, dass die OPEC, genauer gesagt Saudi-Arabien und Russland, die Produktion kürzen werden, aber der Markt ist nicht überzeugt, dass die Kürzungen groß genug sein werden. Schließlich gibt es die Sorge, dass Trump hinter den Kulissen die Fäden ziehen könnte.

Nachdem er Saudi-Arabien im Mordfall Khashoggi unterstützt hatte und er bereits seinen Wunsch nach niedrigeren Ölpreisen geäußert hat, gerät Saudi-Arabien nun in die Zwickmühle. Das ist nicht ideal, insbesondere angesichts der zunehmenden Besorgnis über die schleppende Nachfrage aufgrund der Verlangsamung des globalen Wachstums.

Die OPEC wird eine Schippe drauflegen müssen, wenn die Ölbullen wieder die Kontrolle übernehmen sollen.

Das WTI hat eine starke Unterstützung bei 50 USD, die es vor dem Wochenende erneut testen könnte.

 


 

Unsicherheit über Brexit dominiert
Das Sterling handelte am Donnerstagmorgen im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen niedriger. Bei der Unsicherheit, wie sich der Brexit entwickeln wird, sind nur noch sehr mutige Händler übrig, die das Pfund halten. Die Entwicklung ist nach wie vor rasant, wobei das Pfund den Stimmungsschwankungen folgt.

Da Theresa May verzweifelt Zugeständnisse macht, um zu versuchen, das Abkommen durch das Parlament zu bringen, ist niemand in der Lage, mit Sicherheit vorherzusagen, was als nächstes kommt.

Obwohl die Aussichten für einen No Brexit Deal durch die Intervention des Parlaments gesunken sind, ist das Pfund von jeder Begeisterung weit entfernt.

 

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