Fresenius Medical Care passt Ziele für 2018 an

Fresenius Medical Care: „Die Trends und Treiber unseres Wachstums bleiben intakt. In Nordamerika etwa haben wir unsere Profitabilität weiter steigern können, auch wenn wir in der Region nicht so schnell gewachsen sind wie ursprünglich erwartet. Außerdem dämpfte ein schwieriges volkswirtschaftliches Umfeld in einigen Schwellenländern das Geschäft. Weil wir davon ausgehen müssen, dass diese Bedingungen, zumindest teilweise, auch im vierten Quartal gelten, passen wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2018 an”, sagte Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, und ergänzt: “In den USA haben wir uns im Rahmen von Informationskampagnen für den auch künftigen Zugang für Patienten zur Dialyse engagiert. Die damit verbundenen Aufwendungen haben unser Ergebnis im dritten Quartal zusätzlich belastet.“

 

Umsatz
Der Umsatz wird im dritten Quartal 2018 voraussichtlich um rund 6 % auf 4.058 Mio. € zurückgehen (währungsbereinigt um rund 6 %), was vor allem auf die höhere Vergleichsbasis zurückzuführen ist, die den Umsatzbeitrag von Sound Inpatient Physicians („Sound“) im dritten Quartal 2017 von 253 Mio. € sowie den Effekt aus der Einführung von IFRS 15 enthielt.

Ohne diese beiden Effekte wird der Umsatz auf vergleichbarer Basis voraussichtlich um rund 2 % (~3 % währungsbereinigt) steigen, was hauptsächlich auf einen Anstieg der Behandlungszahlen in Nordamerika zurückzuführen ist.

Der Umsatzanstieg liegt aufgrund eines insgesamt schwächer als erwartet verlaufenen Geschäfts in Nordamerika und des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in einigen Schwellenländern, einschließlich Währungsschwankungen, unter den Erwartungen. Das schwächere Wachstum in Nordamerika ist hauptsächlich auf eine sich auf die Erlöse ungünstig auswirkende Veränderung der Kundenstruktur sowie auf ein unter den Erwartungen liegendes Wachstum im Dialysedienstleistungsgeschäft und im Versorgungsmanagement zurückzuführen.

 

Operatives Ergebnis (EBIT)
Das operative Ergebnis (EBIT) wird im dritten Quartal 2018 voraussichtlich bei 527 Mio. € liegen. Das entspricht einem Rückgang von ca. 13 % (währungsbereinigt ~20 %). Dies ist vor allem auf die höhere Vergleichsbasis zurückzuführen, die den EBIT-Beitrag von Sound in Höhe von 20 Mio. € im dritten Quartal 2017 enthielt.

Darüber hinaus wirkten sich Aufwendungen für Informationskampagnen zu Referenden zur Dialyse in den USA in Höhe von 23 Mio. € (steuerlich nicht abzugsfähig) im dritten Quartal auf die Entwicklung des operativen Ergebnisses aus. Außerdem hat das Unternehmen die Rückstellungen für laufende FCPA-Vergleichsverhandlungen um 75 Mio. € erhöht (steuerlich nicht abzugsfähig).

Diese Erhöhung berücksichtigt eine mit der U.S.-amerikanischen Regierung erzielte Verständigung über die finanziellen Aspekte einer möglichen Einigung und eine Aktualisierung der laufenden Rechtskosten bis zu einem Abschluss der Verhandlungen. Wesentliche nicht-finanzielle Punkte sind noch in der Diskussion und bedürfen einer Klärung zur Zufriedenheit des Unternehmens, bevor eine Einigung erfolgen kann.

Bereinigt um die Effekte von Sound, die Aufwendungen für Informationskampagnen zu Referenden sowie die FCPA-Vergleichsverhandlungen wird das operative Ergebnis auf vergleichbarer Basis um etwa 5 % (währungsbereinigt ca. 4 %) steigen. Der unter den Erwartungen liegende Anstieg des EBIT auf vergleichbarer Basis beruht hauptsächlich auf einem schwächeren Dialysedienstleistungsgeschäft in Nordamerika aufgrund höherer Kosten für Patientenversorgung und Logistik, insbesondere im Bereich der Heimdialyse.

Negativ beeinflusst wurde die Entwicklung auch durch Belastungen in Höhe von rund 17 Mio. € (währungsbereinigt, steuerlich nicht abzugsfähig), durch die Hyperinflation in Argentinien, negative transaktionsbedingte Wechselkurseffekte und höhere Wertberichtigungen auf Forderungen im Zusammenhang mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in einigen Schwellenländern. Diese Entwicklungen konnten im Verlauf des Quartals nicht vollständig ausgeglichen werden.


 

Konzernergebnis
Das Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt, wird im dritten Quartal 2018 voraussichtlich um 8 % auf 285 Mio. € sinken (währungsbereinigt ca. -17 %). Auf vergleichbarer Basis wird das Konzernergebnis voraussichtlich um 20 % auf 364 Mio. € steigen (währungsbereinigt ca. +19 %).

Die Aufwendungen für Informationskampagnen zu Referenden in den USA, die Anpassungen wegen der Hyperinflation in Argentinien und die Erhöhung der Rückstellungen für die laufenden FCPA-Vergleichsverhandlungen sind steuerlich nicht abzugsfähig.

Ausblick 2018
Fresenius Medical Care passt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 wegen der unter den Erwartungen des Unternehmens liegenden Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2018 an. Das Unternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum von währungsbereinigt 2 bis 3 % (bisher: 5 bis 7 %). Der währungsbereinigte Anstieg des Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis wird bei 11 bis 12 % erwartet (bisher: 13 bis 15 %) und bereinigt bei 2 bis 3 % (bisher: 7 bis 9 %).

Der Ausblick für 2018 schließt Effekte aus dem geplanten Erwerb von NxStage Medical aus.

 

Finale Ergebnisse für das dritte Quartal 2018 und Telefonkonferenz
Alle Zahlen in dieser Presseinformation sind noch vorläufig. Das Unternehmen wird seine Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2018 wie geplant am 30. Oktober 2018 veröffentlichen.

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2018 findet am selben Tag um 15.30 Uhr MEZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz können Sie live auf der Website von Fresenius Medical Care verfolgen. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.

Weitere Meldungen:
Fresenius konkretisiert Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2018
Wirecard: Die längst überfällige Korrektur
Aktie im Fokus: Adidas – Aktie hat noch mehr Potential

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge