FXCM: Rallye im Australischen Dollar kann weiter gehen

Würde die Australische Notenbank (RBA) am morgigen Dienstag auf ihrer turnusmäßigen Sitzung den Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr senken, wäre dies wohl eine Überraschung und könnte den Aufwärtstrend des Aussie, wie der Australische Dollar genannt wird, zumindest kurzfristig stören. Während laut dem Overnight Index Swap der Credit Suisse, aus dem man die Erwartungen der Anleger in Bezug auf die Notenbankpolitik der RBA ablesen kann, Anfang Juli noch die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei 71 Prozent lag, rechnen damit zum jetzigen Zeitpunkt nur noch 16 Prozent. Ein solcher Schritt würde ein Großteil der Marktteilnehmer also auf dem kalten Fuß erwischen. Denn wer in den vergangenen zehn Wochen long im Aussie sowohl gegenüber dem US-Dollar, als auch dem Euro positioniert war, konnte Kursgewinne von rund 10 Prozent verbuchen.

Erstens gehe ich nicht von einer Zinssenkung morgen aus und zweitens würde ein solcher Schritt auch den Trend nicht umkehren können. Vieles spricht für eine Fortsetzung der Rallye der australischen Währung. Neben den einheimischen Argumenten spielt vor allem die aktuell wieder angestiegene allgemeine Risikoneigung der Investoren für die Entwicklung des Aussie eine entscheidende Rolle. Mit jedem Schritt, den die Eurozone in Richtung Entschärfung der Krise geht, steigt auch die Kauflaune der Anleger in solchen Währungen. Die Korrelation des Australischen Dollar zu steigenden Aktien, zum Beispiel des Dow Jones, liegt bei einem hohen positiven Wert von 0,9. Nimmt also die Risikoneigung der Anleger zu und kaufen diese vermehrt wieder Aktien, greifen sie auch beim Aussie verstärkt zu.

Aber auch die Wirtschaftsdaten, die uns in der vergangenen Woche aus Down Under erreichten, sind vielversprechend. So konnte Australien im Juni in der Handelsbilanz überraschend ein Plus von 9 Millionen Australischen Dollar (AUD) verbuchen, die Erwartungen lagen bei einem Minus von 375 Millionen AUD. Die Einzelhandelsumsätze sind im Juni um 1 Prozent gestiegen (hier lagen die Erwartungen bei lediglich plus 0,7 Prozent), das Plus im Mai wurde auf 0,8 Prozent nach oben revidiert.

Für eine Verschuldung von gerade einmal sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts gibt es Bestnoten von den Ratingagenturen. Die Wirtschaft Australiens soll in diesem Jahr Prognosen zufolge rund drei Prozent wachsen. Gut sieht auch der australische Arbeitsmarkt aus, die Arbeitslosenrate liegt mit 5,2 Prozent weit unter den 8,2 Prozent in den USA und den 11,2 Prozent in der Eurozone. Aktuelle Zahlen vom Arbeitsmarkt kommen am Donnerstag, die könnten auch noch einmal für Bewegung in den Wechselkursen sorgen. 10.000 Stellen sollen laut einer Bloomberg-Umfrage im Juli neu geschaffen worden sein. Eine positive Überraschung in diesem Bericht ist nicht ausgeschlossen, haben sich doch die Experten besonders in 2012 sehr oft nach unten verschätzt, was diese Zahlen angeht.

Ein entscheidender Faktor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Australien ist und bleibt die Nachfrage aus Asien und speziell aus China nach Rohstoffen wie Eisen, Eisenerz, Kohle und Gas. Kommt also die chinesische Wirtschaft um eine harte Landung herum, wonach es im Moment aussieht und kann der Verfall der Rohstoffpreise der vergangenen Monate gestoppt werden, bestehen gute Chancen, dass sich in Australien der größte Boom seit dem Goldrausch um 1850 weiter fortsetzt.

Interessant an dieser Stelle ist auch ein Blick auf den FXCM Speculative Sentiment Index (SSI). Dieser zeigt an, wie die Kunden weltweit in den wichtigsten Währungspaaren positioniert sind. Ein Wert von -2,74 im AUS/USD bedeutet, dass 73 Prozent der FXCM-Kunden auf einen fallenden Aussie setzen. Dieser Wert ist besonders in den vergangenen Wochen immer weiter angestiegen und bedeutet, dass die Anleger zunehmend eine Korrektur im AUD/USD erwarten. Ein Großteil hat also den Aussie schon verkauft und muss im Falle einer Fortsetzung der Rallye seine Position glattstellen. Der SSI ist ein sehr guter Kontraindikator, welcher in diesem Fall demnach weiter steigende Kurse im AUD/USD signalisiert. Ein erstes Ziel sollten hier die Höchstkurse aus dem Juli vergangenen Jahres bei knapp unter 1,11 AUD/USD sein.

von Thorsten Gellert

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