Gekko Global Markets: Nächste Gefahr lauert

Gekko: In Asien und den USA trotzen die Aktienmärkte der US-Haushaltssperre und können bis auf Japan leicht zulegen. Der Dollar ist der große Verlierer und das führte in Japan zu Verlusten, weil ein steigender Yen die Exportwirtschaft des Landes belastet. Insgesamt rechnen Händler allerdings nicht mit einem lang andauernden Ausgabenstopp. Schwerer wiegen könnte die noch zu verhandelnde Schuldenanhebung der USA sein. Das US-Schuldenmoratorium läuft noch im Oktober aus.

Goldpreis stabilisiert sich etwas

Gestern brach der Goldpreis um rund 50 US-Dollar ein und war auf ein Zwei-Monatstief gefallen. Noch am Montag hatte der Goldpreis das erste Quartalsplus seit drei Quartalen erzielt. Die Parteien in den USA sind heillos zerstritten wie die aktuelle Haushaltssperre zeigt und daher könnte es auch bei der Einigung um die Anhebung der Schuldengrenze zu Problemen kommen. Tendenziell dürfte der Goldpreis als „sicherer Hafen“ von einer solchen Entwicklung profitieren. Auch der Silberpreis gewinnt heute früh, dagegen kann der Ölpreis seinen zuletzt begonnenen Rückzug aktuell nicht aufhalten.

Boomzeit vor dem Ende?

An steigende Autoverkäufe in den USA hatten sich Investoren in den vergangenen Monaten bereits gewöhnt. Gerade die heimischen Hersteller profitierten von der hohen Nachfrage. Nun könnte sich das Blatt wenden. Denn im September lieferten die deutschen Branchengrößen ein durchwachsenes Bild ab. BMW setzte gut acht Prozent mehr Fahrzeuge ab, Mercedes-Benz steigerte die Verkäufe um rund sechs Prozent, Porsche um 13, während VW einen Rückgang von zwölf Prozent verkraften muss. Branchenexperten sind auch wegen möglicher Auswirkungen des Haushaltsstreits skeptischer und erwarten nur noch einen Jahresabsatz von 15,3 bis 15,7 Millionen Autos. Zuvor lag die Zielmarke bei 16 Millionen.

EZB und privater US-Arbeitsmarkt im Fokus heute

Ab 13.45 Uhr die Entscheidungen der EZB-Sitzung im Vordergrund stehen. EZB-Chef Mario Draghi und etliche andere Notenbanker hatten zuletzt angedeutet, dass sie erneut ein langfristiges Refinanzierungsgeschäft auflegen könnten, um die kurzfristigen Zinsen zu drücken. Die EZB hatte die Märkte im Dezember 2011 und im Februar 2012 mit Geld aus langfristigen Refinanzierungsgeschäften geflutet, um eine Kreditklemme zu verhindern. Der Konsens der Analysten rechnet allerdings heute nicht mit einer Entscheidung. Um 14.15 Uhr stehen die US-Arbeitsmarktdaten, die die Researchfirma ADP ermittelt, im Vordergrund. Analysten rechnen mit einem Zuwachs von rund 180.000 Arbeitsplätzen.
 

Von Sarah Brylewski

 

Disclaimer – Die oben erwähnten Markteinschätzungen und Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung des Autors wider und nicht die von Gekko Global Markets. Dieser Service ist ausschliesslich zu Informationszwecken bestimmt und stellt keine Beratung oder Investmentempfehlung dar.

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