Gekko Global Markets: Neuer Name, neue Schwierigkeiten

Gekko Global Markets: Die Milka-Kuh kennt jeder, auch Jacobs-Kaffee, Miracel Whip und Philadelphia-Frischkäse finden sich in vielen Küchen. Aber haben Sie auch schon einmal Produkte von Mondelez gekauft? Sehr wahrscheinlich, denn die genannten Lebensmittel sind von Mondelez. Bis Oktober 2012 hieß der amerikanische Lebensmittelriese Kraft Foods, seitdem gibt es den neuen Namen. Und Probleme. Umsatz und Wachstum stagnierten im vergangenen Jahr, nur dank einer milliardenschweren Entschädigung von Starbucks schnellte der Gewinn in die Höhe. Etwas besser sieht der Chart der Aktie auf. Ohne große Korrekturen zog der Kurs von 15 Dollar in 2009 auf aktuell 35 Dollar, fast so gut wie der DAX. Bisher erwies sich jeder Rücksetzer als gute Kaufgelegenheit. Die deutlichen Verluste nach den frischen Zahlen bieten daher eine Chance.

Aktienrückkauf in Sicht
Aktien von Nestle lieferten in den vergangenen 5 Jahren eine leicht bessere Performance ab, seit einem Jahr ist die Kauflaune aber etwas verflogen. Auch die gemeldete Bilanz weckt nicht gerade Fantasie, schließlich fällt das Wachstum in den Schwellenländern langsamer aus und für 2014 rechnet man mit herausfordernden Geschäften. Immerhin, die Schweizer bleiben ihrer Tradition seit Mitte der Neunziger Jahre treu und erhöhten die Dividende auf 2,15 Franken je Aktie. Zudem könnte bald ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt werden. Anfang der Woche hatten sich Nestle für 6,5 Mrd. Euro von ihrer Beteiligung an L'Oréal getrennt.

Freitagscheck – reichlich Daten für aktive Anleger
Ordentlich was los zum Wochenausklang: Ob der DAX über 9.600 oder gar in der Höhe des Rekordhochs aus dem Markt gehen kann, entscheidet sich heute Nachmittag. Taxiert wird er zuvor bei 9.611 Zählern. Um 11 Uhr folgen die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone. Im dritten Quartal war es um lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Für das vierte Quartal prognostizieren Volkswirte ein Plus von 0,2 Prozent. Gleichzeitig mit dem Bruttoinlandsprodukt werden auch die Daten zur Handelsbilanz publiziert. Nachdem die Euro-Zone im November einen Überschuss von 17,1 Mrd. Euro erzielt hatte, soll im Dezember ein Überschuss von elf Mrd. Euro erreicht worden sein. Um 15.15 Uhr wird die US-Industrieproduktion im Fokus der Investoren stehen. Im Dezember war sie um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat geklettert. Für Januar wird ein gleich großes Plus erwartet. Die Kapazitätsauslastung soll von 79,2 Prozent auf 79,3 Prozent gestiegen sein. Um 15.55 Uhr folgt das Verbrauchervertrauen für Februar, das die Universität Michigan veröffentlicht. Im Januar war es auf 81,2 Punkte gesunken. Der Kursrückschlag am Aktienmarkt hatte offensichtlich auf die Stimmung der Verbraucher durchgeschlagen.

Thyssen wird weniger rot
Die Zahlen sind noch immer rot, doch Thyssen kommt voran. Operativ verdient man trotz fehlendem Rückenwinds von der Konjunkturseite mehr, will 2014 sogar eine Milliarde erzielen. Obwohl das Stahlgeschäft in Europa schwach ist konnte man das Eigenkapital von 2,5 auf 3,3 Milliarden verbessern, einer Kapitalerhöhung sei Dank. Immerhin – Autosektor, Großanlagen und vor allem das Aufzuggeschäft laufen gut. Insgesamt ist die Bilanz der Westfalen ein wirres Geflecht, muss man auch den Währungsmarkt genau beachten. Denn das Werk in Brasilien lief jüngst besser, Grund war der Verfall des Real. In den USA stieg dagegen die Auslastung, der Verlust sank von 122 auf 17 Millionen Euro.

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