Globale Wachstumsängste & die nächsten Schritte der Fed lassen Aktien einbrechen

London Capital GroupDie Wall Street fiel über Nacht kräftig zurück und der S&P erreichte einen 14-Monatstiefststand, da sich die Anleger über die Gesundheit der Wirtschaft und die nächsten Schritte der Fed Sorgen machten. Die Fed wird am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung verkünden, auf die Markt fast schon besessen in dieser Woche wartet.

Die Fed wird voraussichtlich am Mittwoch die Zinsen anheben, aber die Anleger überlegen bereits, was die Fed 2019 tun wird. Die überwiegende Befürchtung des Marktes ist, dass die Fed ihre Zinserhöhungspläne weiter vorantreiben wird, was für die US-Wirtschaft zu viel sein könnte. Ein Hinweis der Fed, dass sie ihr Wachstumstempo möglicherweise verlangsamen wird, könnte diese nervösen Märkte beruhigen.

Bis die Fed jedoch eine klare Aussage dazu gemacht hat, werden die Anleger weiterhin nervös bleiben. Der als Angstindikator bekannte Volatilitätsindex stieg um 2,27 Punkte auf ein siebenwöchiges Hoch.

 

 

Der Dow schloss mit einem Verlust von 500 Punkten, der S&P ging mit einem Abschlag von 2,1% aus der Sitzung, so dass viele schon eine Baisse ausriefen, und der Nasdaq verlor 2,2%. Aufgrund der miesen Vorgaben von der Wall Street rutschten auch die asiatischen Märkte über Nacht nach Süden. Die Aufmerksamkeit der Händler verlagerte sich auf den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der in seiner Rede zur Öffnung Chinas für die Welt, keine neuen Reformen oder Impulse erwähnte, worauf die asiatischen Märkte kräftig abtauchten.

Auch in Europa wird ein schwächerer Start erwartet. Da die US-Futures jedoch wieder höher notieren, sehen die Verluste zur europäischen Eröffnung nicht so gravierend wie in den USA und in Asien aus.

Der Dollar stand am Montag auf breiter Front unter Druck, da die Anleger Zweifel an den nächsten Schritten der Fed hegten. Der Dollar schloss mit einem Minus von 0,3% gegenüber einem Währungskorb. Das Pfund kann von dem schwächeren Dollar profitieren und bewegt sich im Frühhandel am Dienstag höher.

 

 

 

Pfund notiert höher, da Datum für Brexit-Abstimmung im Parlament näherrückt
Das Pfund stieg in der vorangegangenen Sitzung, obwohl Theresa May einem feindlichen Parlament gegenübersteht. Theresa May bestätigte nochmals die bedeutsame Brexit-Abstimmung in der dritten Januarwoche und nahm damit eine weitere Unsicherheit aus dem chaotischen Brexit-Bild. Auch Jermyn Corbyn, der den Sturz der Premierministerin vorerst aufgegeben hat, konnte das Pfund stützen.

Es ist unwahrscheinlich, dass er weitermachen wird, bis er sicher ist, dass er gewinnen kann.

Damit konnte das Pfund durchatmen, nachdem es zunehmende Frustrationen von allen Seiten der britischen Politik gegeben hatte.

 

 

Vierter Rückgang in Folge für IFO-Geschäftsklima?
Der Euro bröckelt weiter ab, da die Händler auf die IFO-Geschäftsklimadaten warten, die im Dezember voraussichtlich wieder gefallen sein werden. Dies wäre der vierte monatliche Rückgang in Folge, da die Unternehmen ihre Einschätzung des aktuellen Geschäftsklimas und ihrer zukunftsgerichteten Erwartungen nach unten korrigieren. Vor der Veröffentlichung hatte Draghi in der letzten Woche gemäßigt geklungen und die Inflation war unter das Ziel von 2% der EZB gefallen.

Alles in allem gibt es im Moment wenig, was die Euro-Händler jubeln lassen könnte.

Nur ein schwächerer Dollar könnte die rettende Gnade sein, sollte die Fed den Fuß vom Gas nehmen.

 

 

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