Gold stagniert nach US Arbeitsmarktbericht

Der Goldpreis  reagiert auf den starken US Arbeitsmarktbericht verschnupft. Der US-Dollar Index stabilisiert sich weiter und notiert wieder oberhalb der 96 Punkte Zone. Der Goldpreis hingegen peilt die Preiszone um 1.330 US-Dollar je Feinunze an. Vor dem Bericht notierte der Preis für eine Feinunze etwa 30 US-Dollar höher. Wird hier eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für den nächsten Zinsschritt der FED eingepreist?

Nächster US-Zinsschritt wird wahrscheinlicher
Gemäß den Fed Fund Futures hat sich die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Zinsschritt der FED kaum verändert. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Zinsschritt im September erfolgt, beträgt weiterhin nur 15 %. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember liegt bei 38,4 %. Dennoch reagiert der Goldpreis so als würde ein baldiger Zinsschritt erfolgen. Zumindest dürfte jedoch die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Impuls nach oben, ebenfalls geringer werden.

Der US Arbeitsmarktbericht hat die Erwartungen im Großen und Ganzen übertroffen und das bereits den zweiten Monat in Folge. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest die Aussagen der Geldpolitiker in den USA etwas genauer auf den nächsten Zinsschritt eingehen. Die nächste relevante Rede findet am 26. August statt und wird von der FED-Präsidentin Janet Yellen gehalten.

Technisch gesehen ein Doppel-Top?
Damit zeichnet sich, technisch betrachtet, ein Doppel-Top ab. Ein tieferes Hoch deutet in der Regel darauf hin, dass eine größere Korrektur bevorsteht. Das primäre, relevante Ziel nach unten hin befindet sich im Bereich bei 1.300 US-Dollar je Feinunze. Sollte das unterschritten werden, dann geht es in Richtung 1.280 US-Dollar je Feinunze.

US-Dollar Index stabilisiert sich
Im Zuge Zinssenkung der Bank of England sowie der starken US-Arbeitsmarktdaten stabilisiert sich der US-Dollar Index nach dem abrupten Verfall im Rahmen der Bank of Japan Enttäuschung. Damit wird der Goldpreis ebenso belastet. Dass sich das Niedrigzinsumfeld nun auch auf Großbritannien ausweitet, hatte bisher keinen nachhaltigen Effekt auf den Goldpreis gehabt. Lediglich kurzfristig schien der Goldpreis von der Entscheidung der Bank of England zu profitieren.

Prognose
Aktuell sieht es für den Goldpreis nicht so gut aus. Zum einen spricht das tiefere Hoch dafür, dass hier eine größere Korrektur bevorsteht. Zum anderen scheinen die allgemeinen Risiken kurz- bis mittelfristig geringer zu werden, was sich unter anderem in steigenden Aktienmärkten zeigt. Der US-Aktienmarkt in Form des breit gefassten S&P 500 Index (Future) notiert am Montagmorgen wieder nahe seines Allzeithochs. Der DAX-Index versucht sich am Ausbruch aus der 10.500 Punkte-Zone. Auch der US-Dollar scheint sich wieder zu Fangen. Für die laufende Woche sollten daher die beiden oben genannten Preisunterstützungen ins Visier genommen werden.

 

Chart: Goldpreis (US-Dollar, täglich)

 

 

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