Gold: Jetzt zugreifen?

Mit dem Goldpreis  ist es so eine Sache. Mittel- bis langfristig zeigt der Trend nach oben. Kurzfristig zeigt der Trend ebenfalls nach oben, allerdings wird einem immer wieder vor Augen geführt, dass die Entwicklung zu sehr von Impulsen seitens der Geldpolitik abhängt. Der Goldpreis ist zu einer Währung mutiert und verhält sich auch so, könnte man meinen. Die geringe Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem baldigen Zinsanstieg in den USA kommt, ist dabei der hauptsächliche Treiber. Sollte die Herabsetzung der Zinsen in Großbritannien einen ähnlichen Effekt haben?

US-Dollar Index Absturz aufgehalten?
Der US-Dollar Index, ist der Ausdruck geldpolitischer Entscheidungen. Zumindest was die wichtigsten Währungsmärkte anbetrifft. Nachdem die Bank of Japan kaum relevante Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft angekündigt hat, verliert der US-Dollar an Wert. Der Goldpreis steigt seitdem ebenfalls an. Erwartungen an die Bank of England und das stagnierende britische Pfund, konnten den Index ab Mitte der Woche stabilisieren.

Die Entscheidung der Bank of England, den Zins um -0,25 % auf das niedrigste Level zu senken, das es je in Großbritannien gab, bewirkte allerdings nur eine leichte Abwertung des Pfundes. Der US-Dollar Index stieg daher nicht übermäßig an und blieb weiterhin im kurzfristigen Abwärtstrend. Der Goldpreis allerdings steigt dennoch kurzzeitig an, was die oben aufgestellte These womöglich unterstützt. Nämlich das niedrige Zinsen auch in Großbritannien den Goldpreis stabil halten könnten.

US-Arbeitsmarktdaten stützen US-Dollar
Zu dem hauptsächlichen Faktor allerdings gehören US-Konjunkturdaten. Fallen diese über den Erwartungen aus, so macht das einen Zinsanstieg wahrscheinlicher und damit den US-Dollar Index stabiler. Die Daten für den Monat Juli übertrafen die Erwartungen, weshalb der US-Dollar Index gegen Ende der Woche zur Stabilität neigt und der Goldpreis nachgibt.

Prognose
Wie so immer hängt der Goldpreis stark am Kurs des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen. Der US-Dollar ist wiederum hauptsächlich von geldpolitischen Entscheidungen in Japan, der EU sowie Großbritannien und natürlich USA abhängig. In Großbritannien werden die Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fallen, in der EU sind sie schon auf Rekordtief und in Japan ebenfalls. Die robusten Konjunkturdaten in den USA, sprechen allerdings dafür, dass die Zinsen bald steigen könnten. Der Goldpreis ist daher aktuell, hauptsächlich auch von den Konjunkturdaten in den USA abhängig.

Sollte sich der US-Dollar Index aufgrund der Daten weiter stabilisieren, könnte der Goldpreis eine Korrektur erfahren. Aus der markttechnischen Perspektive ist die Lage nicht so klar. Es könnte immer noch ein tieferes Hoch ausgebildet werden, das wiederum ein Schwächesignal darstellen würde. Bricht der Goldpreis allerdings über das Jahreshoch bei 1.375 US-Dollar je Feinunze hinaus, so wäre es positiv für den weiteren Verlauf.

 

Chart: Goldpreis (US-Dollar, täglich)

 

 

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