Gold: RBA und BoE Zinsentscheidungen im Fokus

Nachdem das FOMC-Statement sowie die Bank of Japan in der vergangenen Woche den Währungsmarkt und damit den US-Dollar mächtig durchgeschüttelt haben, stellt sich die Frage, ob dieser Trend in dieser Woche durch die anstehenden Entscheidungen der RBA (Australien) und der BoE (England) angeheizt werden könnte, ergo der US-Dollar weiter stagniert und den Goldpreis  etwas mehr Stabilität verleiht. Dieser bewegt sich wieder nahe seines Allzeithochs, könnte allerdings auch ein tieferes Hoch ausbilden, was dann kein gutes Signal wäre.

RBA im Fokus
Die Reserve Bank of Australia entscheidet am Dienstag über den nächsten Zinsschritt. Viele Analysten gehen davon aus, dass der Leitzins von 1,50 auf 1,25 % gesenkt wird. Der schwächere US-Dollar und damit stärkerer australischer Dollar, haben diese Erwartungen womöglich zusätzlich angeheizt. Die RBA will damit zunehmend einer niedrigen Inflation begegnen. Auch das Kreditwachstum stagniert. Werden die Erwartungen jedoch enttäuscht, weil die RBA sich abwartend positioniert, könnte der Trend im US-Dollar damit angeheizt werden.

BoE Zinsschritt wahrscheinlich
Auch die Bank of England entscheidet über den nächsten Zinsschritt am Donnerstag. Auch hier sind Erwartungen in Richtung Zinssenkung und weitere mögliche Stimulationen sehr hoch, da Konjunkturdaten zuletzt Brexit-Schwäche angedeutet haben. Doch auch hier gilt, werden diese Erwartungen enttäuscht, so dürfte sich die Abwärtsbewegung im US-Dollar Index weiter fortsetzen und damit schließlich auch den Goldpreis stützen.

US-Dollar Index weiterhin schwach auf der Brust
Der US-Dollar Index bleibt die hauptsächliche Stütze beim Goldpreis. Dieser notiert aktuell deutlich unterhalb der 96 Punkte-Zone und damit von seinem Viermonatshoch bei 97,60 genau zwei Punkte entfernt. Aus der technischen Perspektive ist Potential bis mindestens 94,50 vorhanden. Die aktuelle Preisdynamik sieht, bezüglich einer Wende, nicht vielversprechend aus. Eher ist mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung zu rechnen.

Prognose
Der Goldpreis könnte also durchaus Potential nach oben haben, sofern der US-Dollar weiter abwertet. Dafür ist es aber notwendig, dass die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen zu Gunsten eines schwächeren US-Dollars ausfallen. Erwartungen an die RBS und die BoE sind hier jedoch eher mäßig. Sollten sie erfüllt werden, könnte der US-Dollar etwas mehr Stabilität bekommen und damit der Goldpreis schwächer werden. Andererseits ist das Überraschungspotential sehr hoch, wenn die besagten Notenbanken enttäuschen. Dann könnte der US-Dollar sehr schnell die 94,50 Punkte-Zone erreichen und der Goldpreis einen erneuten Impuls bekommen.

Technisch gesehen und passend zu den Entwicklungen, sollte man beim Goldpreis, der Ausbildung eines tieferen Hochs besondere Beachtung schenken. Vor allem, wenn die Notenbanken wie erwartet liefern und den US-Dollar damit etwas stabiler halten können als zuvor.

 

Chart: Gold (US-Dollar, täglich)

 

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