Gold: Fokus auf Notenbanken

Wer den Goldpreis  nicht nur in den Medien verfolgt, sondern auch die Preisfluktuationen, dem wird wohl aufgefallen sein, dass die hauptsächlichen Impulse, zumindest in dem vergangenen halben Jahr und ausgenommen der Brexit-Risikoaversion, seitens der Geldpolitik kamen. Wer sich fragt, warum das so ist, sollte Gold womöglich mehr als eine Währung betrachten, als ein Edelmetall. Und genau wie andere Währungen an den Entscheidungen der Geldpolitiker hängen, genauso ist es auch teilweise beim Goldpreis.


Notenbanken stehen im Fokus
Und genau aus diesem Grund, werden auch die anstehenden Notenbankentreffen stark beobachtet werden. Zum einen ist da das FOMC-Treffen, dessen Statement am Mittwochabend veröffentlicht wird. Sollte dabei herauskommen, dass die FED aufgrund starker US-Konjunkturdaten in der näheren Zeit einen Zinsschritt erwägt, so dürfte das den Goldpreis weiter schwächen.

Überraschungspotential besteht allerdings im Rahmen des Treffens der Bank of Japan. Hier werden definitiv Maßnahmen erwartet. Jedoch ist man sich nicht sicher in welchem Umfang. Sollte die Bank of Japan weniger liefern und teilweise enttäuschen, könnte das den Goldpreis eher stützen. Ob eine weitere Zinssenkung erfolgt, ist noch nicht wirklich klar, denn die letzte hatte einen negativen Effekt auf das Währungspaar USDJPY. Das würde die Bank of Japan womöglich vermeiden wollen.

Rohstoffwährungen fallen
In Erwartung des baldigen Zinsschrittes in den USA sowie möglichen Zinssenkungen in Neuseeland und Australien, wertet der US-Dollar auch gegen diese Rohstoffwährungen auf. Ein stagnierender Goldpreis ist vor allem für den australischen Dollar belastend. Zudem stagniert auch der Ölpreis wieder. Das drückt den kanadischen Dollar gegen den US-Dollar. Im Allgemeinen kann man sagen, dass wenn Rohstoffwährungen beginnen gegen den US-Dollar zu fallen, dann auch Rohstoffe sich zumindest in einer Korrekturphase befinden. So auch Gold. Der US-Dollar bleibt allerdings auch gegen das britische Pfund  weitestgehend stabil.

Technische Sicht auf den Goldpreis
Der Goldpreis setzt aus technischer Sicht seine Abwärtsbewegung fort, nachdem er unter 1.330 US-Dollar je Feinunze geschlossen hat. Das nächste relevante Ziel liegt bei 1.300 US-Dollar je Feinunze. Darunter kann derselbe Weg angenommen werden. Ein Schlusskurs unterhalb der genannten Preiszone, dürfte die Bewegung anheizen. Das nächste relevante Ziel, läge dann womöglich bei 1.260 US-Dollar je Feinunze.

Prognose
Es ist also mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Goldpreis in dieser Woche weiter stagniert. Das FOMC-Statement könnte diesen Trend zusätzlich unterstützen, sofern ein baldiger Zinsanstieg bekräftigt wird. Im umgekehrten Fall, könnte der Goldpreis etwas stabiler werden. Im Falle der Bank of Japan und deren Entscheidung gilt in etwa das selbe. Jedoch gilt es hier zu beobachten wie das Währungspaar USDJPY auf die Maßnahmen reagiert. Das ist nicht wirklich eindeutig, nachdem die letzte Zinssenkung den gegenteiligen Effekt mit sich brachte.

 

Chart: Goldpreis (US-Dollar, täglich)

 

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