Gold profitiert vom FOMC-Statement und der Bank of Japan

Der Goldpreis  hat wieder einmal bewiesen, dass er den Währungsstatus verdient hat. Ein Asset, dass dermaßen auf Entscheidungen und Aussagen der Notenbanken reagiert, ist und bleibt eine Währung und kein Rohstoff. Das FOMC-Statement fiel weniger hawkish (pro-Zinsanstieg) aus, als viele sich das gewünscht hätten. Alleine das hat den US-Dollar geschwächt. Darüber hinaus, hatte die Bank of Japan nicht in dem erhofften Umfang Stimulationen beschlossen. Der japanische Yen gewinnt im Zuge dessen gegen den US-Dollar an Wert. Der Profiteur: Gold.

FOMC-Statement uneindeutig
Man liest in den Medien viel darüber, dass das FOMC-Statement den Markt auf den nächsten Zinsschritt vorbereitet hat. Doch wer zwischen den Zeilen liest, und das tut der Markt ganz gewiss, für den scheint die FED ziemlich im Unklaren zu sein, wie sie weiter verfährt. Nach den überaus robusten Konjunkturdaten, scheint die FED weiterhin vorsichtig bleiben zu wollen, auch wenn das Statement auf den ersten Blick Zuversicht hervorhebt.

Genaugenommen haben sich laut der FOMC, die kurzfristigen ökonomischen Risiken verringert. Das Brexit wurde gar nicht mehr erwähnt. Jedoch scheint sich die FED bei den Inflationsdaten unsicher zu sein. Man erwartet nur noch ein sehr geringes Wachstum bei den Verbraucherpreisen. Solange diese aber nicht anziehen, und in Anbetracht des aktuell wieder fallenden Ölpreises ist das schwer vorstellbar, würden auch die Zinsen kaum steigen.

Die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Zinsschritt wird jedoch auch aufgrund der anstehenden US-Wahlen für recht gering erachtet. Zwar kann immer noch im September darüber entschieden werden, doch danach würde wohl nur noch der Dezember in Frage kommen. So oder so, signalisierte das FOMC-Statement zunächst einmal ein Spiel auf Zeit. Der Rest hängt von den Daten ab. Und hier traf an diesem Freitag die erste Hiobsbotschaft ein. Die Erstveröffentlichung des US-BIP-Wachstums für das zweite Quartal, fiel deutlich unter den Erwartungen aus.

Bank of Japan enttäuscht
Der US-Dollar fällt also wieder und als ob das nicht genug wäre, liefert die Bank of Japan zu wenig an Stimulationen. Die BoJ erweitert zwar ihre Käufe von ETFs, belässt das Volumen der Anleihekäufe jedoch unverändert. Auch an dem Zins wurde nichts verändert. Der Einlagezins liegt aktuell bei -0,1 %. Zuvor hatte Premier Shinzo Abe ein schweres Konjunkturpaket angekündigt. Das schürte Erwartungen an geldpolitische Maßnahmen, um die fiskalischen zu kompensieren. Doch diese sind nun teilweise ausgeblieben, weshalb das Währungspaar USDJPY wieder deutlich zurückfällt. Das aber, ist jedoch grundsätzlich positiv für den Goldpreis.

Prognose
In Anbetracht der Lage spricht zunächst einiges dafür, dass der Goldpreis zumindest stabil bleiben sollte. Der US-Dollar fällt, der japanische Yen steigt und die FED schiebt den nächsten Zinsschritt gemächlich vor sich her. Sollten sich nun Konjunkturdaten weiter abschwächen, wie das US-BIP Wachstum nun andeutet, so würde das die Wahrscheinlichkeit für den Zinsschritt nur noch verringern.

Technisch betrachtet, sollte der Goldpreis nun denselben Weg zurück einschlagen, denn er nach unten gegangen ist. Schlusskurse oberhalb 1.330 und 1.360 US-Dollar je Feinunze, wären Signale für weitere Stärke. Das nächste Ziel liegt in etwa bei 1.388 US-Dollar je Feinunze. Ein Ausbruch darüber, könnte den Preis sehr schnell auf über 1.400 US-Dollar je Feinunze katapultieren.

 

Chart: Goldpreis (US-Dollar, täglich)

 

 

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