Handelskrieg 2.0 – Alle Spuren führen ins Labor von Wuhan

Bernstein Bank: Jetzt wird es ungemütlich: Der australische „Saturday Telegraph“ hat ein brisantes Corona-Dossier veröffentlicht. Zugespielt von den „Five Eyes“ – den Geheimdiensten der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas und Neuseelands. Darin steht China am Pranger – Peking habe die Länder der Welt gefährdet und zehntausende Menschenleben auf dem Gewissen. Damit erhöht sich die Gefahr eines neuen Handelskrieges. Nicht nur Amerika könnte Reparationen vom Reich der Mitte fordern oder neue Sanktionen erheben.

Anleger sollten sich im Worst Case auf einen wilden Ritt an der Börse gefasst machen.

 

Die Welt war China egal
Die wichtigsten Vorwürfe des Berichts: Die kommunistische Führung habe wissentlich Indizien zum Corona-Ausbruch vernichtet, sie habe wesentlich früher von der Seuche gewusst, als sie öffentlich zugab und sie habe kritische Wissenschaftler zum Schweigen gebracht. Das Virus sei sehr wohl aus einem chinesischen Labor in Wuhan entkommen. Und letztlich bestehe die Möglichkeit, dass das Virus vom Menschen verändert wurde.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte ABC, es gebe „überwältigende Beweise“ dafür, dass der neuartige Erreger aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme. Und die Nachrichtenagentur Associated Press meldete, China habe das frühe Ausmaß des Virus vertuscht, um Schutzausrüstung zu horten.

 


 

Alle Spuren führen ins Labor von Wuhan
Schon vorige Woche wurden analoge Thesen an die „Washington Times“ durchgestochen. Demnach geht die US-Regierung davon aus, dass entweder das Wuhan Institute of Virology (WIV) oder das Center for Disease Control (CDC) in Wuhan das Epizentrum des Ausbruchs ist. Keinesfalls aber der Tiermarkt Huanan, von dem aus laut offizieller chinesischer Version das Virus von Tier zu Mensch gesprungen sein soll. Das CDC liegt übrigens nur einen Steinwurf entfernt von diesem „Wet Market“ entfernt. Zwar gebe es keinen eindeutigen Beweis, aber einige stichhaltige Indizien – machen Sie sich selbst ein Bild.

 

„Bat Woman“ und „Patient Zero“

Zum einen forschte Peng Zhou, der Leiter der Abteilung für Fledermaus-Infektionen und Infizierung im WIV, an Ebola und SARS. Seine Kollegin Shi Zhengli arbeitete am Bio-Engineering von Corona-Viren und wurde als „Bat Woman“ bekannt, weil sie zu Fledermäusen in Höhlen aufbrach. Das „Wall Street Journal“ ergänzte, Forscher des WIV hätten 2013 infizierte Fledermäuse eingefangen. Deren Proben hätten bis Anfang dieses Jahres vergessen im Labor gelegen. Schon 2015 warnte „Nature“ vor dieser Forschung an den Fledertieren, im gleichen Jahr stellten die USA die Förderung des Labors ein. US-Diplomaten hatten in mehreren Depeschen vor den schlechten Sicherheitsstandards im WIV gewarnt, berichtete die „Washington Post“.

Am 01. Januar 2020 verhängten beide Labore eine absolute Kommunikationssperre für alle Mitarbeiter. Vor einigen Wochen wurde die Vita einer Labormitarbeiterin namens Huang Yanling von der Website des WIV entfernt – vielleicht war sie „Patient Zero“.

Übrigens vermutete der Wissenschaftler Luc Montagnier in einer Fernsehdiskussion, das Corona-Virus sei im Labor zur Erforschung von AIDS verändert worden und entkommen. Indische Experten hätten ebenfalls solche Schlüsse gezogen, deren Research-Paper sei aber auf Druck von China zurückgezogen worden. Bei ihm funktioniere das nicht.

Denn der Mann ist nicht irgendwer – sondern Nobelpreis-Träger und Entdecker des HIV-Virus.

 

Zorn in Washington
Vorige Woche hatte US-Präsident Donald Trump schon mit dem Säbel gerasselt. Zum einen meldete Bloomberg, dass Trump überlege, staatlichen Pensionsfonds das Investment in chinesische Unternehmen zu verbieten, die ein Risiko für die nationale Sicherheit seien. Konkret plane die Trump-Administration eine Exekutiv-Order gegen The Thrift Savings Plan. Dieser Pensionsfonds darf 50 Milliarden Dollar in einen Fonds investieren, der den MSCI All-Country World Index nachbildet. Damit würde eine Menge Geld nicht mehr an die chinesische Börse fließen.

 


 

Reparationen oder Strafzölle
Angesprochen auf Reparationen und einen Kommentar in der „Bild“ Zeitung, sagte Trump, Amerika könne weit mehr Geld fordern als die umgerechnet 160 Milliarden Dollar. Gefragt, ob es um Strafzölle gehe oder einfach den Default bei der Rückzahlung von Schulden an China, sagte Trump vor Journalisten, “there are many things I can do.” Wir sind gespannt, ob bald US-Staatsanleihen zur Waffe im Handelskrieg werden.

Im Gespräch mit Reuters sagte Trump, China wolle ihn im November verlieren sehen. China dementierte. Was wir uns aber sehr wohl vorstellen können. So hat Hunter Biden, Sohn von Herausforderer Joe Biden, die 2013 gegründete Investment-Firma BHR Partners als Co-Chef geleitet. Mit dem Segen der Kommunisten und finanzieller Förderung der Bank of China und der China Development Bank brachte BHR chinesische Unternehmen an Börsen im Westen – eine hübsche Lizenz zum Gelddrucken. Zu jener Zeit war Dad Biden der Vizepräsident der USA. Das sieht doch sehr danach aus, dass der Biden-Clan gekauft wurde, damit China ungestört mit billigen Exporten Amerika fluten durfte, wobei leider, leider viele US-Jobs vernichtet wurden.

 

Was wusste Peking wann?
Ob die chinesische Führung tatsächlich den Corona-Ausbruch verheimlichte, um ihr Gesicht zu wahren, oder ob die Kommunisten sogar wollten, dass das Virus um die Welt reist, um auch andere Länder zu schwächen, ist unklar. Fakt ist, dass die Hardliner schon zum verbalen Gegenschlag übergegangen sind. Laut der staatlichen „Global Times“ hat ein amerikanischer Soldat das Virus nach Wuhan geschleppt.

Bei „Patient Zero“ soll es sich demnach um einen Chauffeur handeln, der als Radfahrer im Oktober 2019 bei den Military World Games in Wuhan teilnahm. Der eigentliche Ursprung sei demnach das im Juli 2019 geschlossene US-Labor in Fort Detrick in Maryland. Damit stellt sich die Frage, warum das Virus dann nicht schon vor Oktober an der US-Ostküste aufgetaucht ist.

 

Weg mit dem Dollar
Auch ein anderer chinesischer Kader rüstete verbal auf. Der Chef der Shanghai Gold Exchange (SGE), Wang Zhenying rief laut Reuters nach einer internationalen Super-Währung um den Dollar abzusetzen. Die Federal Reserve werde in ihrer Reaktion auf Covid-19 früher oder später den Dollar versenken.

Einige Auguren halten inzwischen die Rückkehr zum Goldstandard für möglich.

 


 

So wird die Börse reagieren
Unser Fazit: Die oben genannten Geheimdienst-Berichte sind nicht ohne Grund an die Presse gegeben worden – hier braut sich etwas zusammen. Falls sich die Sache tatsächlich zu einem offenen Handelskrieg zuspitzt, dürften sich der Yuan, China-Aktien, die Wall Street, DAX und Co. auf der Short-Seite wiederfinden. Dito Erdöl – die Weltkonjunktur wird dann weiter gebremst, was sich in einem sinkenden Verbrauch auswirkt. Erinnern Sie sich nur daran, wie der Markt immer dann zitterte, als die Handelsgespräche zu scheitern drohten.

 

Auch die australische Börse und der Austral-Dollar könnten in Turbulenzen laufen. Die chinesische Botschafterin Cheng Jingye drohte auf Sky News wegen der Ermittlungen der „Five Eyes“ schon einmal Australien mit Konsequenzen für Tourismus und Exporte. Übrigens haben die oben genannten Wissenschaftler Peng Zhou und Shi Zhengli in australischen Laboren gearbeitet, was nun genauer untersucht wird.

Long dürften Rüstungsaktien reagieren – der Kalte Krieg könnte bald heiß werden. Was in diesem Fall dann auch den Ölpreis anschieben dürfte.

Zudem dürfte der Goldpreis zulegen, wie immer der sichere Hafen in Krisenzeiten.

 

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