Infineon: Umsatz springt an!

  • Q3 GJ 2017: Umsatz 1.831 Millionen Euro, Segmentergebnis 338 Millionen Euro, Segmentergebnis-Marge 18,5 Prozent, Ergebnis je Aktie 0,22 Euro (unverwässert und verwässert), bereinigtes Ergebnis je Aktie 0,24 Euro (verwässert), Bruttomarge 38,2 Prozent, bereinigte Bruttomarge 39,4 Prozent
  • Ausblick für Q4 GJ 2017: Bei unterstelltem EUR/USD-Wechselkurs  von 1,15 wird ein Umsatz im Vergleich zu Q3 GJ2017 in etwa unveränderter Höhe mit einer Segmentergebnis-Marge von etwa 18 Prozent erwartet
  • Unveränderter Ausblick GJ 2017: Trotz deutlichem Gegenwind von einem schwächeren US-Dollar im Septemberquartal beträgt die erwartete Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr weiterhin 8 bis 11 Prozent mit einer Segmentergebnis-Marge von 17 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzspanne

 

Die Infineon Technologies AG gibt heute das Ergebnis für das am 30. Juni 2017 abgelaufene dritte Quartal des Geschäftsjahres 2017 bekannt. "Unsere Prognose hat sich voll bestätigt. Das dritte Quartal hat die erwartete Dynamik gezeigt", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon.

 

"Insbesondere gefragt sind unsere Leistungshalbleiter für unterschiedliche Anwendungen von erneuerbaren Energien bis hin zu Rechenzentren. Auch der Markt für Elektromobilität beschleunigt weiter. Wir haben in diesem Bereich in neun Monaten fast doppelt so viel Neugeschäft für die kommenden fünf bis zehn Jahre gewinnen können wie im gesamten Geschäftsjahr 2016.

 

Infineon ist führend in der auf Jahre hinaus vorherrschenden IGBT-Technologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Wir bauen unsere starke Position in diesem wichtigen Markt weiter aus. Insgesamt bestätigen wir unseren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr trotz des deutlichen Gegenwinds durch den schwächeren US-Dollar."

Konzernergebnis im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent von 1.767 Millionen Euro auf 1.831 Millionen Euro. Zum Umsatzwachstum haben die Segmente Industrial Power Control (IPC), Power Management & Multimarket (PMM) und Chip Card & Security (CCS) beigetragen, während der Umsatz im Segment Automotive (ATV) leicht zurückging.

Die Bruttomarge betrug im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 38,2 Prozent nach 36,5 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Darin enthalten waren Aufwendungen für akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige mit der Akquisition von International Rectifier in Zusammenhang stehende Aufwendungen in Höhe von 20 Millionen Euro. Die bereinigte Bruttomarge belief sich auf 39,4 Prozent nach 38,0 Prozent im Vorquartal.

Das Segmentergebnis stieg im dritten Quartal um 14 Prozent auf 338 Millionen Euro nach 296 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 18,5 Prozent nach 16,8 Prozent im Vorquartal. Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis betrug im dritten Quartal minus 40 Millionen Euro nach minus 67 Millionen Euro im Vorquartal. Davon entfielen

21 Millionen Euro auf die Umsatzkosten, 20 Millionen Euro auf die Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten und 0 Millionen Euro auf die Forschungs- und Ent-wicklungskosten. Hinzu kamen die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen in Höhe von plus 1 Million Euro. Im nicht den Segmenten zugeordneten Ergebnis des zweiten Quartals waren unter anderem signifikante Kosten im Zusammen-hang mit der Beendigung der geplanten Übernahme von Wolfspeed enthalten.

Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis enthält in Summe 35 Millionen Euro Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation sowie sonstige Aufwendungen im Rahmen der Post-Merger-Integration im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier.

 

Ergebnis je Aktie erhöht sich!
Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg das Betriebsergebnis auf 298 Millionen Euro. Im Vorquartal waren 229 Millionen Euro erzielt worden. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten erreichte im dritten Quartal 250 Millionen Euro nach 198 Millionen Euro im zweiten Quartal. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug 3 Millionen Euro nach 1 Million Euro im Vorquartal. Der Konzernüberschuss verbesserte sich auf 253 Millionen Euro nach 199 Millionen Euro im Vorquartal.

Das Ergebnis je Aktie stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 0,22 Euro. Im Vorquartal hatte es 0,18 Euro betragen (jeweils unverwässert und verwässert). Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) erreichte im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 0,24 Euro nach 0,21 Euro im zweiten Quartal.

 

Bei der Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie (verwässert) wurden insbesondere die akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen unter Abzug der darauf entfallenden Steuern sowie Wertaufholungen auf bilanzierte aktive latente Steuern eliminiert.

Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, betrugen im abgelaufenen Quartal 231 Millionen Euro nach 219 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Abschreibungen erreichten 202 Millionen Euro nach 205 Millionen Euro im zweiten Quartal.

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten stieg im dritten Quartal auf 301 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte er 82 Millionen Euro betragen. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten sprang auf 531 Millionen Euro nach 300 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017.

Die Brutto-Cash-Position betrug zum Ende des dritten Quartals 2.217 Millionen Euro nach 2.049 Millionen Euro zum 31. März 2017. Die Netto-Cash-Position stieg auf 358 Millionen Euro. Am Ende des Vorquartals hatte der Wert bei 32 Millionen Euro gelegen.

Die Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda verringerten sich zum 30. Juni 2017 leicht auf 24 Millionen Euro nach 27 Millionen Euro zum 31. März 2017. Sie wurden ursprünglich für Prozesskosten im Zusammenhang mit den Forderungen des Insolvenzverwalters und für die Nachhaftung in Bezug auf die Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG gebildet.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2017
Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Infineon entsprechend der mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 24. März 2017 erhöhten Jahresprognose weiterhin einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von 8 bis 11 Prozent und eine Segmentergebnis-Marge von etwa 17 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzspanne trotz des deutlichen Gegenwindes aus dem schwächeren US-Dollar.

 

Hierbei wird nun ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 für das vierte Quartal des Geschäftsjahres unterstellt nach einem Wert von zuvor 1,10. Für die Segmente ATV und IPC wird erwartet, dass der Umsatz stärker als der Konzerndurchschnitt wächst. In den Segmenten PMM und CCS wird das Umsatzwachstum voraussichtlich unter dem Konzerndurchschnitt liegen.

Für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten ist im Geschäftsjahr 2017 ein Betrag von circa 1.050 Millionen Euro geplant. Darin enthalten sind etwa 35 Millionen Euro für den Erweiterungsbau am Hauptsitz von Infineon in Neubiberg bei München. Die erwarteten Abschreibungen werden voraussichtlich etwa 815 Millionen Euro betragen.

Ausblick für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2017
Basierend auf dem Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2017, ergibt sich für das vierte Quartal des Geschäftsjahres ein in etwa unveränderter Umsatz. Grund für den voraussichtlich nur stabilen Umsatz ist der im Vergleich zum Vorquartal unterstellte, deutlich ungünstigere EUR/USD-Wechselkurs von 1,15. Die Segmentergebnis-Marge wird circa 18 Prozent betragen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017 verminderte sich der Umsatz im Segment ATV um 2 Prozent auf 766 Millionen Euro. Im Vorquartal waren 783 Millionen Euro erzielt worden. Die Produktnachfrage entwickelte sich stabil. Der leichte Umsatz-rückgang gegenüber dem Vorquartal war vornehmlich Folge der schwächeren Entwicklung des US-Dollar.

 

Der Umsatz im Bereich Hybrid- und Elektrofahrzeuge setzte seinen Anstieg im Quartalsvergleich weiter fort. Auch im Bereich Fahrerassistenz-systeme war die Nachfrage leicht höher als im Vorquartal. Das Segmentergebnis erreichte 120 Millionen Euro nach 131 Millionen Euro im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 15,7 Prozent nach 16,7 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment IPC stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 10 Prozent auf 321 Millionen Euro nach 293 Millionen Euro im Vorquartal. Die Nachfrage im Bereich Haushaltsgeräte entwickelte sich weiterhin sehr positiv. Auch in den Bereichen Fotovoltaik, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Züge, elektrische Antriebe sowie Windenergie wurden höhere Umsätze als im Vorquartal erzielt. Das Segmentergebnis verbesserte sich von 44 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 55 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 17,1 Prozent nach 15,0 Prozent im Vorquartal.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbesserte sich der Umsatz im Segment PMM von 520 Millionen Euro im Vorquartal um 7 Prozent auf 557 Millionen Euro. Der Anstieg war die Folge deutlich steigender Nachfrage in den Bereichen Gleichspannungs- und Wechselspannungswandlung. Auch der Bereich Mobile Endgeräte verzeichnete saisonal höhere Umsätze.

 

Das Segmentergebnis verbesserte sich von 91 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 129 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 23,2 Prozent nach 17,5 Prozent im Vorquartal.

Im Segment CCS stieg der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017 auf 185 Millionen Euro nach 169 Millionen Euro im Vorquartal. Für den 9 Prozent höheren Umsatz war vor allem die gestiegene Nachfrage in den Bereichen Bezahlkarten, hoheitliche Dokumente und eSIM verantwortlich. Das Segmentergebnis verbesserte sich von 29 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 34 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 18,4 Prozent nach 17,2 Prozent im Vorquartal.

 

 

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