Interview mit Salah-Eddine Bouhmidi von IG Europe über Trading Chancen mit der Chart Analyse (inkl. Video) in stürmischen Börsenzeiten

David Ernsting, Broker-Test Chefredakteur, im Interview mit Salah-Eddine Bouhmidi von IG Europe über Handelsmöglichkeiten in der aktuellen Marktlage die geprägt ist von hoher Volatilität, starker Inflation und globalen Rezessionsängsten. Und Salah-Eddine Bouhmidi Bouhmidi zeigt (weiter unten) live im Video, wie man in diesen stürmischen Börsenzeiten die Technische Analyse konkret anwendet.

IG Markets

 

Derzeit erleben wir nicht nur sehr volatile Märkte, sondern auch Brandherde Unsicherheit in fast allen Anlageklassen. Die Inflation ist immer noch nicht gebändigt, es droht eine heftige Rezession – und in der Ukraine dauert der Krieg weiter an. Kein optimales Umfeld für die Geldanlage. Doch Chancen, bei allen Risiken, gibt es zu jeder Zeit!

 

Momentan gibt in fast allen Märkten ein große Unruhe; heute hoch und morgen wieder runter! Trotz mittlerweile starker Interventionen der Notenbanken bleiben die Inflationszahlen hoch – die Angst vor der Rezession geht um. Haben die großen Notenbanken das Inflationspotential unterschätzt und dann nicht herzhaft genug reagiert?

Die großen Notenbanken der Welt haben m.E. die Lage definitiv unterschätzt und verdrängt. Zudem sind außerordentliche Ereignisse hinzugekommen wie z.B. der Ukrainekrieg, der insbesondere die Inflation angefacht hat. Die Zentralbanken diesseits und jenseits des Atlantiks haben noch vor einem Jahr mit einer transitorischen Inflation, also einer kurzfristig hohen Inflation, gerechnet, die nach einer raschen Erholung von der Coronakrise wieder schnell fällt.

Dies ist allerdings bisher nicht eingetreten, das Gegenteil ist passiert. Gestörte Wertschöpfungsketten, steigende Rohstoff- und Energiepreise und die Lohn-Preis-Spirale treiben die Inflation von allen Ecken an.

Die Interventionen der FED und EZB sind noch zu zaghaft. Bisher konnte die vorsichtig eingeleitete restriktive Geldpolitik noch keine Früchte ernten. Insbesondere die EZB befindet sich in einer Sackgasse und muss einen klugen Mittelweg finden.

Zum einen bleibt der EZB nur die Möglichkeit die Zinsen zu erhöhen um gegen die Inflation anzukämpfen, und zum anderen darf das Tempo nicht zu schnell sein, um nicht die Refinanzierung der südeuropäischen Mitgliedsstaaten zu gefährden und eine neue Eurokrise zu erschaffen.

Andere Zentralbanken in der Welt haben jedoch eine aggressivere Gangart eingelegt und setzen auf eine eher aggressive restriktive Geldpolitik.

Hier sind z.B. die RBA in Australien, die BOE in England, BOB in Brasilien aber auch eine SNB in der Schweiz zu nennen.

Die SNB hat noch in ihrer Sitzung im Juni die Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung überrascht, obwohl die Schweizer Zentralbank nur mit einer Inflation von 2,4 Prozent zu kämpfen hat.

Die Zaghaftigkeit ist nicht unbegründet. Die Angst vor einer tiefgreifenden Rezession ist groß. Bereits im Juni können wir erste Anzeichen einer Rezession beobachten.

Das BIP in den USA könnte das zweite Quartal in Folge eine negative Wachstumsrate vorweisen und der US-Arbeitsmarkt scheint sein Hoch erreicht zu haben.

An den Aktienmärkten ist aufgrund des gegenwärtigen Marktumfelds auch bereits seit Beginn des Jahres eine Sektor-Rotation zu beobachten.

 

Wie und wo sollen Privatanleger eigentlich unter solch schwierigen Marktbedingungen ihr Geld anlegen?

Anleger sollten sich stets bei ihrer Investment- bzw. Anlageentscheidung die Frage stellen, wohin das Geld aktuell fließt.

Seit Beginn des Jahres können wir sehr eindeutig eine Rotation an den Aktienmärkten beobachten.

Die Aktienmärkte sind in einen Bärenmarkt übergegangen, allerdings bedeutet das nicht, dass Aktien per se das Nachsehen haben.

 


 

Am Aktienmarkt werden wegen dem aktuellen Marktumfeld (u.a Angst vor Rezession) zyklische Sektoren wie Technologie und Bau gemieden und antizyklische Sektoren wie Telekommunikation und Versorger bevorzugt.

Die Gewinne von antizyklischen Aktien hängen anders als zyklische Aktien kaum von der Konjunktur ab.

Typische antizyklische Aktien sind z. B. Versorger, Lebensmittel-, Pharma- und Telekommunikationsunternehmen.

Anleger, insbesondere institutionelle Anleger, haben ihre Gewinne aus den Sektoren, die sich in den vergangenen beiden Jahren hervorragend entwickelt hatten, wie z.B. dem Technologiesektor, realisiert und die Gewinne in nun „rezessionsfeste“ Sektoren investiert.

 

Besonders hart hat es in diesem Jahr die Kryptowährungen getroffen. Nachdem es lange Zeit nur massiv nach Norden ging, verloren Kryptos wie Bitcoin, Ethereum & Co. in den letzten Wochen und Monaten einen Großteil ihres Wertes. War es das nun mit Kryptos oder ist das sogar der richtige Zeitpunkt, um wieder einzusteigen?

Kryptowährungen gehören zu den größten Verlieren im bisherigen Jahresverlauf. Das hat m.E. mehrere Gründe. Bitcoin und Co. haben seit Ende vergangenen Jahres eine auffällig hohe Korrelation zum Technologiesektor. Die gemessene Korrelation liegt über 90% und war seit Einführung des Bitcoins noch nie so hoch. Die Angst vor steigenden Zinsen ist wohl auch am Kryptowährungsmarkt angekommen. Anleger bringen ihre Gewinne in Sicherheit und verkaufen damit auch den Bitcoin. Auch die These, Bitcoin sei ein Inflationsschutz, konnte bisher ähnlich wie bei Gold nicht bestätigt werden.

Die erhöhte Unsicherheit aufgrund fehlender Regulierung und Transparenz setzen der Kryptowelt zusätzlich zu und erhöhen die Volatilität. Das Terra-/Luna-Debakel und der jüngste Krypto-Crash ist ein gutes Beispiel für die notwendige Regulierung und Aufsicht von u. a. Stablecoins.

Charttechnisch wurde mit dem nachhaltigen Ausbruch unterhalb die wichtigen Unterstützung bei 28.000 USD der Abwärtstrend eingeleitet. Ein erstes charttechnisches Kursziel bei rund 19.000 USD konnte bereits im Juni erreicht werden. Wenn die aktuelle Konsolidierung kein neues Momentum über die 28.000 USD entfachen kann, bleibt eine Trendfortsetzung gen Süden wahrscheinlich. Nächste charttechnische Kursziele könnten dann bei 14.500 USD und 9.800 USD gesehen werden.

Die Fallhöhe wird an der Unterseite von nun an nur größer.

Kryptowährungen würde ich jetzt aber nicht per se abschreiben oder den Untergang beschwören.

Wie auch am Aktienmarkt wurde auch hier ein Bärenmarkt eingeleitet, und in Bärenmärkten bieten sich günstige Kaufmöglichkeiten.

Allerdings sehe ich es aktuell als noch zu früh an, im Bitcoin einzusteigen.

Tiefere Notierungen sind durchaus möglich.

 

Hierzu bietet IG Europe ja auch Turbo-Zertifikate an. Können Sie unseren Lesern erklären, worum es sich bei Turbo-Zertifikaten eigentlich genau handelt?

Turbo24-Zertifikate, oder auch als Knock Out-Zertifikate bekannt, sind Hebelprodukte, welche es ermöglichen, sich sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkte in Ihre gewünschte Richtung zu positionieren.

Jedes Turbo24-Zertifikat hat ein fest definiertes KO-Level, das die Verluste auf eine konkrete Summe limitiert.

Zusätzlich hat man selbstverständlich die Möglichkeit, mit verschiedenen Orderarten, wie der Stop-Market Order zum Verkauf, zu arbeiten, um beispielsweise einen Totalverlust zu vermeiden.

 


 

Unsere Turbozertifikate werden über einen bei der BaFin regulierten Handelsplatz (Spectrum in Frankfurt am Main) gehandelt.

Sie haben die Möglichkeit mit einem Hebel von 100:1 oder mehr zu handeln, was bedeutet, dass man schon mit verhältnismäßig wenig Kapital eine Position im Markt eröffnen kann.

Darüber hinaus sind Turbo24-Zertifkate 24/5 handelbar, mit Ausnahme von Aktien.

 

Wenn man nun gewillt ist, trotz volatiler Marktbedingungen zu investieren. Wie geht man in der Chart Analyse vor?

Oder wie handhaben Sie als Analyst ganz konkret die Technische Analyse?

 

 

Kann das jeder Anleger grundsätzlich so nachmachen oder bieten Sie auch Schulungen und/oder Webinare zu diesem Thema an?

Anfänger empfinden meist die Chartanalyse zunächst als ein Buch mit sieben Siegeln. Das war bei mir vor 16 Jahren auch so.

IG bietet für Kunden und Interessenten den Vorteil, dass kombiniert mit der einfachen und innovativen Handelsplattform zusätzlich auch Lerninhalte in verschiedenen Formaten zur Verfügung stehen.

Zum Beispiel vereinen wir täglich in unserem YouTube-Livestream-Format „Bulle & Bär“ Theorie und Praxis.

Wir verbinden hier die Anwendung des Gelernten mit Live-Trading-Ideen.

Zum anderen bieten wir regelmäßige Webinare, tägliche Börsenbriefe wie den Bouhmidi-Börsenbrief und den IG Morning Report.

Außerdem haben Kunden die Möglichkeit, auf unsere IG Academy zuzugreifen. Hier finden sich eine Reihe von Kursen für unterschiedliche Erfahrungsstufen.

Bei IG hat Bildung einen großen Stellenwert. Wir möchten einen großen Teil dazu beitragen, den Finanzanalphabetismus in Deutschland zu reduzieren.

Dafür stehen unsere Analysten täglich mit Herzblut für unsere Kunden zur Verfügung.

 

Zum Ende des Interviews würden wir noch gerne von Ihnen wissen, wo Sie DAX, S&P500, Gold, Inflation und Kryptowährungen am Ende des Jahres sehen?

DAX: 12.800 Punkte
S&P500: 3900 Punkte
Gold: 1850 USD
Inflation USA: 7,2%
Bitcoin: 16.800 USD

 

Vielen Dank Herr Bouhmidi für das spannende Interview und insbesondere das Trading Video zur Chart-Analyse!

 

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79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

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