Investoren fokussieren sich auf Spanien und Fed; NZD unter Druck

XTB:

  • Spanien steht heute im Mittelpunkt, nachdem Madrid die Kontrolle über Katalonien übernimmt
  • US-Märkte könnten für eine Korrektur bereit sein, Fokus auf FOMC, diese Woche steht ebenfalls der NFP-Bericht auf der Agenda
  • Nach Sorgen der Zentralbank verliert der NZD in Asien an Wert

Nachdem die letzte Woche vor allem von der EZB-Entscheidung dominiert wurde, stehen nun wieder zahlreiche neue Veröffentlichungen auf der Agenda.

Zu einem gewissen Grad konnten die geldpolitischen Fragen in Europa geklärt werden, sodass sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf neue Märkte verlagert. Fokus liegt auf Spanien und den USA.

Letzte Woche ähnelte die Situation in Spanien einer Achterbahnfahrt, da es zuerst so aussah als würde die katalanische Regierung sich mit den vorgezogenen Wahlen arrangieren (am Donnerstag gab es einen regelrechten Ausbruch der Euphorie), um am Freitag die Unabhängigkeit der Region auszurufen (dies löste einen Abverkauf beim SPA35 aus).

Es war nicht schwer zu erahnen, was folgen sollte – Madrid nutzt zum ersten Mal den Artikel 155, um Katalonien die Autonomie abzuerkennen, allerdings nur bis zur geplanten Wahl am 21. Dezember.

Die Regierung von Puigdemont wurde für illegal erklärt und er selbst kann nun strafrechtlich verfolgt werden, da er versucht hat, sich selbst als neuen Führer des unabhängigen Staates vorzustellen.

Am Montag ist der erste Arbeitstag in einer neuen Parallelrealität, in der wir eine direkte Regelung über der Region Kataloniens haben. Zumindest solange die Separatisten weiter an ihren Machtansprüchen festhalten. Die Situation ist möglicherweise aber nicht so beängstigend, wie es an der Oberfläche erscheint.

Ein Chef der Mossos (lokale Polizei) wurde ersetzt und die Polizei hat bereits der Regierung in Madrid ihre Loyalität zugesichert. Außerdem gab es am Wochenende in Barcelona eine große Anti-Unabhängigkeits-Rally, die die Bemühungen der Separatisten gefährden könnten.

Seien Sie sich außerdem dessen bewusst, dass die Autonomie Kataloniens nach den dortigen Wahlen vollständig wiederhergestellt wird. Meinungsumfragen deuten daraufhin, dass die aktuelle Koalition der Separatisten womöglich einen Rückgang von 72 auf 65 Mandate erleiden könnte und somit nicht ausreichend Möglichkeiten haben, um eine neue Regierung zu bilden.

Daher ist zu vermuten, dass sich die Situation nach einiger Zeit wieder beruhigen wird. Die lokalen Aktienmärkten könnten sich somit wieder erholen, auch wenn es in den ersten Tagen zu einigen Zwischenfällen kommen könnte.

Außerhalb von Europa wird sich die Aufmerksamkeit der Investoren von der EZB zur Fed verlagern, da am Mittwoch eine wichtige Sitzung auf der Agenda steht.

Auch wenn viele Investoren von einem unbedeutenden Ereignis ausgehen (keine darauffolgende Konferenz und keine großen Marktbewegungen werden erwartet), könnte die Stellungnahme Hinweise auf die mögliche Zinserhöhung im Dezember geben.

Außerdem sollte bis Ende der Woche der neue Vorstand der FOMC bekannt gegeben werden. Die Märkte schätzen die Wahl von Powell, dem aktuellen Präsidenten, als relativ risikoarm ein.

Dies ist als dovisches Ergebnis zu interpretieren, allerdings nicht so dovisch wie Yellen. Andere Kandidaten, wie Warsh oder Taylor, werden als wesentlich hawkischer eingeschätzt. Dies war einer der Gründe warum die Aktien-Rally fortgeführt wurde und der USD, trotz starker Zahlen zum BIP, seine Aufwertung am Freitag unterbrochen hat.

Sollte allerdings Taylor Vizepräsident von Powell werden, könnte dies trotzdem eine leichte Wendung zu einer schärferen Geldpolitik repräsentieren. Wenn man sich die amerikanischen Märkte anschaut, könnte möglicherweise eine Korrektur bevorstehen.

Der US500 und der US30 stiegen zur oberen Grenze des ohnehin schon aggressiven Aufwärtstrendkanals. Außerdem haben wir oben schon erste Widerstände gesehen. Allerdings gibt es bisher keine klaren Verkaufssignale.

Trader sollten daher die Märkte in dieser Woche genau beobachten, da eine Korrektur im US30 die Spanne von 1000 Punkten schnell überschreiten könnte. Außerdem werden Investoren mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Zahlen des NFP-Berichts am Freitag warten.


Beim US30 könnte möglicherweise eine größere Korrektur bevorstehen. Quelle: xStation 5

Während der Handelszeit in Asien gab es zwei erwähnenswerte Ereignisse. Der chinesische Hang Seng (CHNComp) eröffnete auf neuen Rekordhochs, blieb seit dem aber unter Druck, wie auch der NZD, der deutlich unter Verkaufs-Druck lag und aktuell gegen den Dollar ca. 0,6% verloren hat.

Der Hauptgrund dafür ist die Besorgnis darüber, dass die RBNZ unabhängig von einer linken Regierung signalisiert hat, dass die Bank sich sowohl um die Wirtschaft als auch um die Inflation kümmern wird.

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