Ist der Ölmarkt in Gefahr?

Bernstein BankEs ist interessant, den Kampf zwischen Bullen und Bären zu beobachten. Der Markt ist nun vollständig von den Problemen der wirtschaftlichen Erholung erfasst, und die jüngsten makroökonomischen Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und dem Wachstum der Produktionstätigkeit in den USA haben die wichtigsten Indizes noch weiter in die Höhe getrieben.

 

DAX

Sobald positive Statistiken veröffentlicht werden, scheinen die Anleger alle anderen Probleme in der Weltwirtschaft zu vergessen. Angesichts solch guter Nachrichten aus den USA zeigen die europäischen Märkte ein ausgezeichnetes Wachstum. Der DAX-Index ist um 3,39% gewachsen, der S&P500-Index nähert sich wieder Rekordniveaus und notiert bei 3130.

Vor dem Hintergrund zusätzlicher Konjunkturmaßnahmen der US-Notenbank dürfte sich das Wachstum fortsetzen. Das Durchbrechen eines ernsthaften Widerstandsniveaus bleibt fraglich, obwohl viele darauf warten.

 


 

Der Euro bleibt inmitten der Ankündigung zusätzlicher Asset-Käufe von der US-Notenbank ziemlich stabil. Natürlich verstehen wir, dass es jetzt keine großen Voraussetzungen für Wachstum gibt, aber wir sehen auch keine für einen Abstieg. Von der obersten Ebene aus sieht 1,14 fast unpassierbar aus, aber nach unten besteht noch Spielraum. In naher Zukunft wird das EUR/USD-Paar in einer kleinen Spanne gehandelt werden, die 200 Punkte nicht überschreitet.


Gold

Es gibt eine sehr interessante Situation auf dem Markt. Der Goldpreis steigt mit dem Preis von Risikoanlagen. Wir können also beurteilen, dass es im Weltsystem bereits zu viel Geld gibt, um diese Handelsinstrumente irgendwie zu korrelieren. Bei Gold ändert sich die Prognose nicht. Die Weltwirtschaft ist noch weit davon entfernt, sich von der Krise zu erholen, und Gold ist jederzeit bereit, seine Höchststände zu erneuern.

Am Dienstag wurde Gold bei $1730 pro Unze gehandelt.

 


Oil

Der Ölmarkt ist sehr angespannt. Obwohl wir einen positiven Trend beim WTI-Ölpreis sehen, kann jede Komplikation in der Ölverbrauchssituation, wie z.B. eine weitere Quarantäne, die Kosten für das Barrel schnell auf das Niveau von Ende April sinken lassen. Wiederholte Ausbrüche des Coronavirus in China machen die ganze Welt angespannt. Das Niveau von 40 Dollar pro Barrel ist immer noch das Maximum.


Was erwartet uns heute?

  • 08.00 Britischer Verbraucherpreisindex für Mai
  • 11.00 Basisindex der Verbraucherpreise in der Europäischen Union für Mai.
  • 14.30 Basis-Verbraucherpreisindex der Bank of Canada für Mai

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